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17 Produkte untersucht

„Ökotest“ findet Schadstoffe in Fliesenlack

Fliesenlack
Fliesenlack ist eine praktische Alternative bei der Badsanierung – aber nicht alle Produkte sind auch empfehlenswert Foto: Getty Images / Wirestock
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myHOMEBOOK Redaktion

27. November 2025, 15:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer in Küche oder Bad für einen neuen Look sorgen möchte, muss nicht gleich zur teuren Komplettsanierung greifen. Spezielle Fliesenlacke bieten eine kostengünstige Alternative – doch nicht alle Produkte halten, was sie versprechen. Ein aktueller Test zeigt deutliche Unterschiede, auch beim Thema Schadstoffe.

Fliesenlack im Test – günstig ist nicht gleich schlecht

Mit dem passenden Fliesenlack lassen sich alte Kacheln überstreichen und so ohne großen Aufwand aufwerten. Das spart im Vergleich zu einer umfassenden Renovierung sowohl Zeit als auch Geld. Doch wie gut sind die erhältlichen Produkte tatsächlich?

Die Zeitschrift „Öko-Test“ (Ausgabe 12/25) hat 17 seidenmatte Fliesenlacke getestet – mit einem überraschenden Ergebnis. Denn gute Qualität lässt sich nicht am Preis festmachen, so das Urteil. Die fünf Testsieger, die die Note „sehr gut“ erhielten, kosteten zwischen 4,50 und 6 Euro pro Quadratmeter – unabhängig davon, ob sie aus dem Baumarkt oder Fachhandel stammen. Zum Vergleich: Der günstigste Lack im Test kostete rund 2 Euro, der teuerste rund 14 Euro pro Quadratmeter, beide schnitten schlechter ab.

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Diese fünf Lacke überzeugten im Test

Besonders positiv fielen im Test die folgenden Produkte auf – sie erhielten alle die Bestnote „sehr gut“:

  • Albrecht Fliesenlack
  • Dulux Wandfliesen
  • Obi Fliesenlack
  • Poco Line Fliesenlack
  • Primaster Fliesenlack

Mangelhafte Ergebnisse bei problematischen Inhaltsstoffen

Weniger überzeugend schnitten zwölf weitere Produkte ab: Zwei davon erhielten die Bewertung „gut“, ein Produkt „befriedigend“, vier Lacke wurden mit „ausreichend“ bewertet, zwei mit „mangelhaft“ und drei Fliesenlacke fielen mit „ungenügend“ durch.

Besonders kritisch: In fünf Produkten fanden die Tester gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe. Darunter war auch Formaldehyd. Der Stoff kann laut „Öko-Test“ Schleimhäute reizen und Allergien auslösen. Zudem gilt er bei längerer Aufnahme über die Atemluft als krebserregend.

Weitere bedenkliche Substanzen, die in einigen Lacken nachgewiesen wurden, waren Zink-Pyrithion, Methylisothiazolinon sowie sogenannte CMR-Stoffe. Diese gelten – abhängig von der jeweiligen Substanz – als krebserregend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend.

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Wer seine Fliesen selbst lackieren möchte, sollte einige Punkte beachten, um ein dauerhaft gutes Ergebnis zu erzielen und um mögliche Probleme mit dem Vermieter zu vermeiden.

  1. Beim Kauf darauf achten, dass die Lacke wirklich Feuchtigkeit vertragen. Denn nicht alle Lacke eignen sich gleichermaßen für Bodenfliesen und Fliesenspiegel in der Dusche.
  2. Vor dem Anstrich ist eine gründliche Reinigung des Untergrunds unerlässlich. Die Fläche sollte fettfrei sowie frei von Silikon- und Kalkresten sein.
  3. Auch der richtige Schutz bei der Anwendung ist wichtig. Beim Lackieren sollte man den Raum ausreichend lüften. Zudem beim Schleifen und Arbeiten an Schutzkleidung denken – also P2-Maske mit Staubfilter und Schutzbrille.
  4. Nach dem Auftragen sollte man beim Reinigen vorsichtig sein, da der Überstrich empfindlicher ist als unbehandelte Fliesen. Also nur milde Reinigungsmittel und keine rauen Bürsten verwenden.
  5. In einer Mietwohnung sollte man grundsätzlich vorab die Zustimmung des Vermieters einholen.

Lackreste richtig entsorgen

Nicht verwendete Reste sollten keinesfalls im Ausguss landen, da sie nicht ins Abwasser gelangen dürfen, informiert die Verbraucherzentrale NRW. Enthaltene Chemikalien könnten Gewässer und Umwelt schädigen. Daher gehören Fliesenlackreste zur städtischen Sondermüll-Sammelstelle. Alternativ bieten manche Kommunen auch eine kostenlose Abholung über sogenannte „Umwelt-Mobile“ an. Wer möchte, kann übrig gebliebene Farbe auch weitergeben – vorausgesetzt, jemand kann sie noch verwenden.

Mit Material der dpa

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