Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de
Baumarktpartner
von myHOMEBOOK

Sicherheit

Die richtige Schutzkleidung für Heimwerker – darauf sollte man nicht verzichten

Schutzkleidung
Beim Heimwerken sollte man auf die richtige Schutzkleidung setzenFoto: Getty Images

Die Renovierung des Badezimmers, der Einbau einer neuen Küche oder den Garten fit für den Frühling zu machen gehört für die meisten Hausbesitzer dazu. Doch häufig verpassen es Heimwerker, sich dem Anlass entsprechende Schutzkleidung zuzulegen. Wir erklären, warum passende Kleidung für Heimwerker so wichtig ist und worauf man nicht verzichten sollte.

Nicht jeder, der im Baumarkt Materialien für das nächste Projekt einkauft, ist ein Experte auf seinem Gebiet. Weil gerade Hobby-Heimwerker es oftmals verpassen, richtige Arbeitskleidung anzuziehen, kommt es jährlich zu tausenden Arbeitsunfällen. Daher ist ein umfassender Schutz genauso relevant für Renovierungen und Gartenarbeiten wie das richtige Werkzeug! Insbesondere wenn man regelmäßig daheim Reparaturen durchführt oder ganze Heimwerker-Projekte angeht, ist eine Grundausstattung an Arbeitskleidung unerlässlich. Wer dabei in hochwertige Stücke investiert, hat meist länger Freude daran, denn nur mit guter Verarbeitung und entsprechenden Materialien kann Schutzkleidung den Strapazen beim Heimwerken standhalten. Wichtig ist auch ein guter Sitz der Kleidungsstücke, damit ausreichend Bewegungsfreiheit garantiert ist.

Welche Schutzkleidung braucht man als Heimwerker?

1. Arbeitshose

Wer einmal eine Renovierung abgeschlossen oder den Garten umgegraben hat, weiß, dass die Knie dabei häufig in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher ist das Tragen einer Arbeitshose in diesen Fällen ratsam. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Arbeitshose aus strapazierfähigen Materialien besteht, etwa einer Baumwoll-Polyester-Mischung.

Zum Schutz bei Arbeiten in der Hocke kann die Hose im Bereich der Knie eine Verstärkung aufweisen. Klassischerweise verfügt eine Arbeitshose nicht nur über mindestens doppelte Nähte, sondern auch über mehrere Taschen für den Transport von handlichen Gegenständen, wie etwa Zollstock oder Mini-Wasserwaage.

Auch interessant: 5 typische Gefahren beim Heimwerken

2. Arbeitsjacke

Auch bei höheren ist es sinnvoll, zusätzlich zur Arbeitshose eine Arbeitsjacke zu tragen. Diese bietet Schutz vor herabfallenden Spänen, vor Farbe oder vor Dämmmaterialien. Eine solche Arbeitsjacke sollte primär eines sein: bequem! Je nach Jahreszeit empfiehlt sich ein Baumwoll-, Fleece-, Polyester- oder PET-Stoff. Möglich ist auch eine Kombination aus zwei oder drei dieser Materialien. Beliebt sind Arbeitsjacken in bunten Farben, wie etwa Orange oder Gelb, doch auch neutrale Töne wie Schwarz, Grau oder Dunkelblau eignen sich gut für Heimwerker.

3. Arbeitsschuhe

Auf dem Boden herumliegende Nägel oder fallende Werkzeuge gehören zu den größten Gefahren für Heimwerker. Aus diesem Grund sollte man unbedingt in ein hochwertiges Paar Schutz-Schuhe investieren. Natürlich muss es sich dabei nicht um Profi-Schuhwerk nach Schutzklasse S5 handeln, doch zumindest ein integrierter Zehenschutz in den Schuhen ist ein Muss.

Tipp: Wer häufiger heimwerkt, der greift am besten zu Schuhen, die mit einem speziellen Durchtrittschutz vor Nägeln und spitzen Steinen schützen.

4. Arbeitshandschuhe

Arbeitshandschuhe sind wohl der Klassiker unter der Schutzkleidung, denn auf sie sollte man als Heimwerker wirklich nicht verzichten. Egal ob Malerarbeiten, Dämmung des Obergeschosses oder Ausbau des Kellers – Handschuhe gehören zu den absoluten Must-haves der Arbeitskleidung.

Je nachdem, welche Tätigkeit man in den eigenen vier Wänden angehen möchte, sollten die Arbeitshandschuhe anders ausfallen. Zur Auswahl stehen beispielsweise klassische Sicherheitshandschuhe, Schnittschutzhandschuhe oder Chemikalienschutzhandschuhe.

Arbeitshandschuhe
Gute Arbeitshandschuhe sind beim Heimwerken unerlässlich. In manchen Fällen sollte man jedoch darauf verzichtenFoto: Getty Images

Wichtiger Hinweis: In einigen Bereichen sollte man auf die Handschuhe verzichten – die Verletzungsgefahr ist mit Handschuhen nämlich sogar größer. Konkret geht es ums Bohren und Sägen, wie die Aktion Das Sichere Haus (DSH) in Hamburg informiert. Säge und Bohrmaschine könnten die Handschuhe erfassen und mitreißen, was zu Verletzungen an der Hand führen kann. Schlimmstenfalls wird dabei die Hand ins Sägeblatt gezogen!

5. Schutzbrille

Die Augen gehören zu den empfindlichsten Körperregionen eines Menschen und spielen eine große Rolle für unser tägliches Dasein. Dementsprechend sollte man keinesfalls so fahrlässig sein und die Augen beim Heimwerken ungeschützt lassen! Die Gefahr, sich bei der Arbeit mit Dämmmaterialien, Farben oder Schleifer zu verletzen, ist einfach zu groß. Aus diesem Grund sollte man als Heimwerker auf jeden Fall in eine gute Schutzbrille investieren. Meist reicht eine herkömmliche Arbeitsschutzbrille aus klarem Kunststoff völlig aus. Wichtig ist nur, dass die Brille optimal sitzt und gut am Gesicht aufliegt, sodass die Augen vor herumfliegenden Teilchen geschützt sind.

Passend dazu: Worauf Sie beim Kauf von Garten-Schutzbrillen achten sollten

6. Gehörschutz

Gerade bei schwereren Bauarbeiten wird häufig ordentlich Lärm gemacht. Viele Heimwerker vergessen dabei jedoch, einen passenden Ohrenschutz aufzusetzen. Ein fataler Fehler, der sich – hauptsächlich bei regelmäßiger Lärmbelastung – im Hörorgan bemerkbar macht. Denn alles, was über der Grenze von 80 dB liegt, kann das menschliche Ohr dauerhaft schädigen und je länger man diesen Geräuschen ausgesetzt ist, desto schlimmer können die Folgen sein. Als Grundregel sollte man sich daher merken: Bei sämtlichen Arbeiten mit einem motor- oder elektrobetriebenen Werkzeug, ist das Tragen eines Gehörschutzes Pflicht.

7. Schutzmaske

Ob Schleifen, lackieren oder entrosten – bei Arbeiten, die Staub, Dämpfe oder Aerosole freisetzen, sollte man als Heimwerker eine Schutzmaske tragen. Denn die Belastung der Atemwege kann auf die Dauer zu Reizungen und sogar inneren Verletzungen führen. Dabei gibt es verschiedene Schutzklassen:

  • Handelt es sich um ungiftige, nichtreizende Stäube, genügt eine FFP1-Schutzmaske.
  • Bei gesundheitsschädlichem Staub, Rauch und Aerosolen sollte man auf eine FFP2-Maske setzen.
  • Bei der Arbeit mit giftigen, krebserregenden Materialien verwendet man eine FFP3-Maske.
Schutzmaske
Schutzmasken schützen die Atemwege beim ArbeitenFoto: Getty Images

8. Arbeitshelm

Einen Baustellenhelm auf der privaten Baustelle zu tragen, mag auf den ersten Blick übertrieben erscheinen, macht aber in vielen Fällen durchaus Sinn. Vor allem bei groben Bauarbeiten oberhalb der Schulter, beispielsweise bei der Deckenrenovierung oder beim Zurückschneiden eines größeren Baumes, ist ein Helm zum Schutz des Kopfes empfehlenswert. Für Heimwerker reicht ein herkömmlicher Bauhelm aus Polyethylen schon völlig aus, denn dadurch werden schlimmere Kopfverletzungen in der Regel bereits vermieden.

Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale-Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für