23. Februar 2026, 8:43 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Im Bad gibt es viele Keime. Feuchtigkeit, hohe Luftfeuchtigkeit, Hautschuppen und Seifenreste bieten den idealen Nährboden für Mikroorganismen. Diese sammeln sich unter anderem besonders gerne in einer flauschigen Badematte. Als Alternative können Badematten aus Stein dienen.
Badematten aus Stein bestehen in der Regel aus Kieselgur, auch Diatomit genannt. Dabei handelt es sich um ein leichtes, poröses Sedimentgestein, das aus fossilen Kieselalgen hervorgeht. Als exzellenter Feuchtigkeits- und Geruchsfresser wird das Gestein als Isolierstoff, Schleifmittel sowie zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Zusätzlich kann es auch im Badezimmer als Badvorleger zum Einsatz kommen.
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Verbessern Badematten aus Stein die Hygiene im Badezimmer?
Herkömmliche Badematten aus Baumwolle, synthetischen Stoffen oder Leinen sollten regelmäßig bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden, damit sie hygienisch bleiben. Regelmäßig bedeutet konkret: alle zwei bis vier Tage. Zwischen den Fasern fühlen sich Bakterien und Keime wie im Schlaraffenland. Es ist feucht, warm und gibt ausreichend Nahrung in Form von Hautschuppen, Haaren und Seifenresten.
Bei Stein-Badematten ist das anders. Sie trocknen besonders schnell. Das anorganische Material bietet zudem weniger Nahrung für Keime. Das Bakterienwachstum ist auf Badematten aus Diatomit gehemmt.
Wichtig: Badematten aus Stein gelten im Gegensatz zu Textilbadematten als hygienischer, da sie schneller trocknen, seltener muffig riechen und nicht so oft gewaschen werden müssen. Feuchtigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren für Schimmelbildung. In diesem Punkt sind Stein-Badematten klar im Vorteil. Dennoch: Reiner Diatomit ist feuchtigkeitsregulierend, aber nicht antibakteriell. Werben Hersteller mit dieser Wirkung, sollte man auf Zusätze achten. Antibakteriell wirken auch diese Badematten nur, wenn sie beschichtet sind oder spezielle Zusätze, etwa Silberionen, enthalten.
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Weitere Vorteile im Überblick
Neben der schnellen Trocknung bieten Badematten aus Kieselgur folgende Vorteile:
- Durch die leicht strukturierte Oberfläche gelten Diatomit-Badematten als rutschfest. Damit sie auf dem glatten Badezimmerboden nicht wegrutschen, haben sie oft ein Anti-Rutsch-Pad oder eine Gummibeschichtung. Ohne den Schutz können die Steinplatten auf den Fliesen rutschen.
- Das Wasser verschwindet auf den Badematten schnell. Es entstehen also keine nassen Fußabdrücke oder ein unangenehmes, nasses Gefühl für den nächsten Nutzer.
- Stein ist formstabil. Die Ecken rollen sich also nicht auf, sondern bleiben flach auf dem Boden liegen.
- Wo weniger Feuchtigkeit ist, entsteht auch seltener ein muffiger Geruch.
- Stein-Badematten erfordern kein regelmäßiges Waschen in der Waschmaschine. Das spart Zeit, Wasser und Energie.
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Welche Nachteile haben Badematten aus Stein?
Entscheidet man sich für eine Badematte aus Stein, sollte man sich auch der Nachteile bewusst sein. Unter Umständen kann Kieselgur reißen oder brechen, etwa bei starker Belastung. Fällt sie zudem auf einen harten Untergrund, wie die Fliesen im Badezimmer, können auch diese beschädigt werden.
Beim Zurechtmachen im Bad kann schnell mal etwas daneben gehen. Öle, Seifenreste oder Kosmetik können sichtbare Flecken auf dem hellen Stein hinterlassen. Dunkle Verfärbungen sind teilweise schwer zu entfernen. Im Gegensatz zu kuscheligen Badematten aus Frottee oder vergleichbaren Stoffen, fühlen sich Badematten aus Stein kalt an den Füßen an. Das kann besonders im Winter unangenehm sein.
Badematten aus Stein reinigen
Badematten aus Kieselgur trocknen im Gegensatz zu herkömmlichen Badvorlegern besonders schnell. Das hemmt das Bakterienwachstum. Dennoch ist es angebracht, sie gelegentlich zu reinigen. Leichte Flecken können ein Hinweis darauf sein, dass es Zeit ist, sie zu reinigen. Das ist denkbar einfach: Die Badematte aus Diatomit unter fließendem Wasser gründlich abspülen. Anschließend stellt man sie zum Trocknen an einen luftigen Ort. Wichtig ist, dass die Steinmatte nicht in der Sonne steht. Dies könnte zu Schäden führen.
Hartnäckigere Flecken können mit Sandpapier oder einer Bürste und Reinigungsmittel behandelt werden. Da die Matte einen hohen Kalkanteil hat, gilt es, auf Putzmittel zu verzichten, die Kalk angreifen. Das sind insbesondere säurehaltige Reiniger.

