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Was 2026 bei der Einrichtung angesagt ist

2026 Einrichtung angesagt
2026 wird auf Atmosphäre, Qualität und Individualität bei der Einrichtung gesetzt Foto: Getty Imaegs / scornejor
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Im Foto Mareike Schmidt

© Wolf Lux
@wolf_lux_photography
Redakteurin

16. Januar 2026, 14:21 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die Einrichtung 2026 steht für Wärme, Ausdruck und Individualität. Nach Jahren der kühlen Perfektion und des strengen Minimalismus entwickelt sich das Interior Design hin zu mehr Sinnlichkeit, Tiefe und Persönlichkeit. Materialien dürfen altern, Farben Emotionen wecken und Räume wieder Geschichten erzählen. myHOMEBOOK-Redakteurin Mareike Schmidt verrät, was 2026 bei der Einrichtung angesagt ist.

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Warme Materialien statt harter Kontraste

Schwarz als dominierendes Gestaltungselement tritt 2026 in den Hintergrund. Warme Metalle erleben jetzt ein echtes Comeback. Messing, gebürstete Bronze und sanft patinierte Oberflächen ersetzen schwarze Armaturen, Türgriffe und Möbelgestelle. Sie bringen Weichheit in den Raum, reflektieren das Licht angenehmer und wirken gleichzeitig hochwertig und zeitlos. Besonders beliebt sind leicht matte Finishes, die nicht nach Perfektion streben, sondern nach Charakter.

Ausdrucksstarker Marmor mit Tiefe

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Marmor bleibt ein zentrales Material – allerdings in einer neuen Ausprägung. Gefragt sind 2026 dunkle, ausdrucksstarke Sorten mit lebendiger Maserung. Tiefgrüner Stein, warmer Braunton oder edler Weinrot-Marmor setzen gezielte Akzente in Küche, Bad oder Wohnbereich. Diese Materialien wirken luxuriös, aber nicht kühl, und verleihen Räumen eine fast kunstvolle Präsenz. Der Stein wird zum Statement, nicht nur zur Oberfläche.

Auch interessant: Das sind die Trendfarben 2026 beim Einrichten

Besonders harmonisch zeigt sich dunkler Marmor in Kombination mit dunklem Holz: Nussbaum, geräucherte Eiche oder Ebenholz nehmen die Tiefe des Steins auf und verstärken seine Wirkung. Die Verbindung aus mineralischer Härte und warmer Holzstruktur schafft spannungsreiche, zugleich sehr wohnliche Räume. So entsteht eine Einrichtung, die kraftvoll und elegant wirkt, dabei aber eine ruhige, sinnliche Atmosphäre ausstrahlt.

Mehr Atmosphäre statt radikalem Minimalismus

Räume dürfen 2026 wieder wohnlich aussehen. Der Trend geht weg von extrem reduzierten, fast leeren Einrichtungen hin zu einer bewussten Mischung aus Klarheit und Behaglichkeit. Möbel mit handwerklichen Details, sichtbaren Strukturen oder leicht organischen Formen sorgen für Wärme. Accessoires werden gezielt eingesetzt, nicht dekorativ um ihrer selbst willen, sondern als persönliche Akzente mit Bedeutung.

Der extrem reduzierte Minimalismus, bei dem Räume fast leer wirken und jedes Objekt perfekt inszeniert ist, gilt zunehmend als unwohnlich. Glatte Fronten ohne Griffe, kaum Dekoration, kaum Textilien – all das tritt 2026 in den Hintergrund. Stattdessen darf es wieder persönlicher werden: Möbel mit sichtbarer Struktur, handwerklichen Details und bewusst gesetzte Lieblingsstücke bringen Leben in den Raum. Perfektion weicht Charakter.

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Mut zur Individualität und zum Stilbruch

Lange dominierten durchkomponierte Interieurs, bei denen Sofa, Teppich, Leuchte und Beistelltisch exakt aufeinander abgestimmt waren – häufig von einer einzigen Marke oder aus einer Kollektion. Was einst als hochwertig galt, wirkt 2026 jedoch austauschbar und leblos.

Stattdessen rückt Charakter in den Mittelpunkt. Räume dürfen Geschichten erzählen und Widersprüche zulassen. Ein Möbelstück mit sichtbaren Gebrauchsspuren steht bewusst neben einem puristischen Neubau-Element. Handwerk trifft auf Industrie, glatt auf rau, neu auf alt. Diese Brüche erzeugen Spannung und Tiefe – sie lassen einen Raum authentisch und nicht geplant wirken.

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Besonders gefragt sind Vintage- und Fundstücke, die nicht perfekt ins Gesamtbild passen, aber genau dadurch Aufmerksamkeit erzeugen. Ein Flohmarktsessel mit neu bezogenem Stoff, eine geerbte Kommode im ansonsten minimalistischen Schlafzimmer oder eine skulpturale Designleuchte über einem rustikalen Holztisch: Solche Kombinationen verleihen dem Zuhause Persönlichkeit und Authentizität.

Auch bei Materialien wird mutiger gemixt. Hochglänzende Oberflächen treffen auf unbehandeltes Holz, kühler Beton auf warmes Textil, Edelstahl auf Naturstein. Entscheidend ist nicht mehr die stilistische Reinheit, sondern ein stimmiges Spannungsverhältnis. Die Einrichtung folgt weniger festen Regeln als dem eigenen Geschmack – und genau das macht sie zeitgemäß.

Die Einrichtung steht für Wärme, Tiefe und Charakter. Warme Metalle, ausdrucksstarker Marmor, natürliche Materialien und persönliche Akzente prägen das neue Wohngefühl. Statt kurzlebiger Trends zählen Atmosphäre, Qualität und Individualität – Räume sollen nicht nur gut aussehen, sondern sich auch gut anfühlen.

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