15. August 2026, 9:19 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Für werdende Eltern ist das erste Kind ein ganz besonderes Abenteuer. Verständlich, dass man dabei alles bedenken möchte und jede Kleinigkeit durchdacht sein soll. Gerade beim Babyzimmer und der Ausstattung wollen Eltern alles richtig machen. Angefangen bei der passenden Kleidung für das Kind bis hin zu Pflegeprodukten oder den Möbeln. Die Mamas aus der myHOMEBOOK-Redaktion nennen 5 Produkte, die im Babyzimmer anfangs unnötig sind.
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5 unnötige Produkte im Babyzimmer
Wer sich auf den Nachwuchs vorbereitet, sollte natürlich immer nach dem eigenen Gefühl entscheiden, was sinnvoll für die kommenden Wochen und Monate mit einem Baby ist. Hier sind einige Tipps, auf welche Produkte man verzichten kann, wenn man möchte:
1. Betthimmel am Babybett
Es klingt wunderschön und sieht auch noch toll aus. Doch ein Babybett mit Betthimmel brauchen Familien im Kinderzimmer nicht – zumindest nicht am Anfang. Denn abgesehen vom schönen Äußeren erfüllt es keinen weiteren Zweck. Ganz im Gegenteil sogar: Darunter kann sich Wärme stauen und die Sauerstoffzirkulation ist schwächer als ohne. Gerade im ersten Babyjahr sollten Eltern also darüber nachdenken, ob es den Betthimmel wirklich braucht.
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2. Pflegeprodukte
Cremes, Lotionen und Babyöle gibt es in etlichen Varianten, doch all das braucht es am Anfang nicht – zumindest nicht in einer solch großen Bandbreite. Stillende Mütter können ganz einfach Muttermilch nutzen. Richtig gelesen! Muttermilch kann in wenigen Tropfen in die Babybadewanne gegeben werden, damit das Kind darin gebadet werden kann. Auch kleine Blessuren des Kindes oder ein wunder Po können damit eingerieben werden und helfen bei der Heilung. Es ist also erstaunlich, wie wenig weitere Produkte Familien anfangs für die Pflege benötigen.
Mütter, die nicht stillen, sollten sich keine Gedanken machen. Denn für die Reinigung reicht warmes Wasser (um die 36 Grad, wie die Körpertemperatur) anfangs völlig aus. Wer dennoch ein Pflegeprodukt nutzen möchte, sollte auf ein Babyöl (ohne Parfum) zurückgreifen. Für wunde Stellen am Babykörper ist Wundschutzcreme geeignet.
Mein Tipp:
„Ich wünschte, uns hätte jemand diesen Tipp damals gegeben, doch ich bekam ihn leider erst, als ich schon längst abgestillt hatte: Muttermilch lässt sich fantastisch einfrieren und später auftauen. Bei einem Schnupfen kann sie dann auf die rote Nase gegeben werden, aber auch bei kleinen Schrammen kann man sie dann einfach auf die Stellen reiben und die Heilung fördern. Gefrorene Muttermilch ist bei -15 Grad Celsius ungefähr 6 Monate haltbar.“
3. Milchpumpe
Nicht jede Mutter kann und möchte stillen. Wer es aber doch tut, benötigt zwischendurch eine Milchpumpe. Nicht immer muss es dabei die teure mit den fünf verschiedenen Aufsätzen sein. Schließlich stillt nicht jede Mutter über viele Monate hinweg. Zwar lässt sich nicht immer abschätzen, wie lange das Baby gestillt wird, doch genau aus diesem Grund tut es am Anfang auch eine geliehene Milchpumpe. Denn sonst rentieren sich die hohen Summen (gerade bei Doppelmilchpumpen sind es mehrere Hundert Euro) in den Anfangsmonaten eher nicht.
Krankenhäuser, aber auch Apotheken leihen diese oft gegen eine kleine Gebühr aus.
Übrigens: Wer ein Rezept vom Arzt vorlegt, bekommt diese Kosten dann je nach Krankenkasse meist erstattet.
4. Windeleimer mit Nachfüllkassetten
Eine Anschaffung, die viele Eltern zu Beginn für besonders praktisch halten, ist ein Windeleimer mit Nachfüllkassetten. Dieser soll besonders sinnvoll sein, da Gerüche in den kleinen Tüten gut eingeschlossen werden. Und auch, wenn der Gedanke dahinter sinnvoll erscheint, so ist zwar ein Windeleimer per se eine sinnvolle Anschaffung, denn gerade in den ersten Wochen und Monaten werden etliche Windeln beim Baby verbraucht, doch Gerüche entstehen meist erst dann, wenn das Kind Brei oder richtiges Essen zu sich nimmt. Für die ersten Wochen und Monate können Eltern also auf einen sehr teuren Eimer verzichten und ihn bei Bedarf in den späteren Monaten kaufen.
5. Kleiderschrank
Wer das erste Kinderzimmer einrichtet, landet schnell bei großen Kleiderschränken. Die sind oft schön anzusehen, wirken hochwertig und passen perfekt ins Gesamtbild vieler Babymöbelserien. Allerdings kosten sie nicht selten mehrere Hundert Euro. Dabei braucht Babykleidung zunächst überraschend wenig Platz: Bodys, Strampler, Jäckchen und Mützchen sind klein und lassen sich problemlos in wenigen Schubladen unterbringen. Hinzu kommt, dass Babys in den ersten Monaten rasant wachsen und viele Kleidungsstücke nur für kurze Zeit getragen werden. Statt einen großen Schrank anzuschaffen, genügt deshalb in vielen Fällen eine Kommode mit einigen geräumigen Schubladen. Sie bietet ausreichend Stauraum für die Erstausstattung und lässt sich später oft vielseitiger nutzen als ein klassischer Kleiderschrank.
Wir haben bis heute keinen Kleiderschrank
„Ich kann nur davon schwärmen, wie schön die gestylten Kinderzimmer im Möbelhaus aussahen. Unser Kinderzimmer sah damals und sieht auch heute schön aus, allerdings etwas zweckmäßiger als die Katalogversionen. Einen Kleiderschrank haben wir bis heute nicht und brauchen ihn auch nicht. Stattdessen nutzen wir Regale mit ausziehbaren Stoffboxen und Schubladen. Sie sehen gut aus, erfüllen ihren Zweck und setzen mit verschiedenen Motiven spielerische Akzente im Zimmer. Ein weiterer Vorteil: Darin lässt sich nicht nur Kleidung verstauen, sondern auch Spielzeug, Bücher und all der Krimskrams, der sonst keinen festen Platz im Kinderzimmer findet.“