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Überholte Trends

5 Einrichtungskonzepte, auf die man 2026 verzichten sollte

Einrichtung vermeiden
Auf kühle, minimalistisch eingerichtete Räume kann 2026 verzichtet werden Foto: GettyImages/Peter_visual
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Carolin Chytrek
Carolin Chytrek Freie Autorin

19. Januar 2026, 17:19 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Das Jahr 2026 steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch bereits jetzt kristallisieren sich erste Veränderungen heraus. Auch im Interior-Design werden einst geltende Grundregeln überschrieben und durch brandneue Trends ersetzt. myHOMEBOOK verrät, was man bei der Einrichtung 2026 lieber vermeiden sollte.

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1. Kühler, steriler Minimalismus

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All-Beige-Everything, Fifty Shades of Grey, Neutral on Neutral oder Hospital White Aesthetic – für den wohl beliebtesten Wohntrend der vergangenen Dekade existieren viele spöttische Bezeichnungen. Im Kern implizieren sie jedoch alle das Gleiche: eine glatte, sterile Umgebung, die eher an einen Showroom als an eine Wohnfläche erinnert. Solche gestalteten Räume sind besonders schön anzusehen, weil sie ordentlich, unaufgeregt und geradlinig sind, doch fehlt in ihnen häufig ein Gefühl von Leben und Wärme. Der Ton-in-Ton-Look mit einer Farbpalette aus Weiß, hellem Beige und kühlem Grau vermittelt Sicherheit und Ruhe, eine Einrichtung in diesem minimalistischen Stil ist aber gleichzeitig austauschbar, unpersönlich und emotionslos. Adjektive, die 2026 keinen Bestand mehr haben, weshalb man diese Art der Einrichtung lieber vermeiden sollte. Vielmehr rücken Warmherzigkeit, Bodenständigkeit und Authentizität in den Mittelpunkt – das Interior-Design darf sich daran anpassen.

Stattdessen angesagt: Mehr denn je geht es um Räume, die sich gut anfühlen, anstatt nur gut auszusehen. Persönliche Gegenstände haben darin genauso Platz wie kuschelige Textilien, organische Formen und natürliche Details. Außerdem dürfen wir mehr auf warme Farben und eine gute Haptik setzen.

Auch interessant: Was 2026 bei der Einrichtung angesagt ist

2. Zu perfekte Inszenierungen

Perfekt war gerade gut genug: In den vergangenen Jahren mussten Interior-Designs vor allem eines sein: instagrammable. Und Mittelmaß galt dafür ganz und gar nicht als ausreichend. Man wollte zeigen, was man hat. Interior-Accounts schossen regelrecht in die Höhe, wenn die Bilder wie aus einem Katalog wirkten. Stauraum war das A und O, denn das persönliche Hab und Gut sollte lieber unsichtbar bleiben. Die Szene mahnte zu Zurückhaltung, einzelne Dekostücke wie Vasen oder Lampen wurden zum Hingucker, ansonsten blieben Flächen gerne leer. Und auch farblich waren Ausrutscher nicht verzeihbar. Alles sollte einem einwandfreien Schema folgen. Schon während der Corona-Pandemie begann diese Fassade zu bröckeln, spätestens 2026 gehört sie ganz der Vergangenheit an. Wie wir von Apps wie Instagram und Co. wissen: Zu perfekt ist häufig fake – deshalb darf es jetzt gerne wieder lockerer und echter zugehen.

Stattdessen angesagt: 2026 stehen wir auf Räume, die Charakter zeigen, die nicht austauschbar sind und die man so garantiert nicht in einem Katalog findet. Kuschelig weiche Kissenbezüge, kreative Wandbilder aus dem eigenen Atelier oder einfach eine Fotowand mit persönlichen Erinnerungsstücken – alles, was gefällt und vom Leben erzählt, ist erlaubt.

3. Open-Concept-Trend

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Zu Zeiten, als Wohnfläche ein Luxusgut wurde, entstand der Trend, offene Räume zu gestalten, um Quadratmeter einzusparen. Wohnzimmer und Küche wurden häufig zusammengelegt, außerdem verzichteten viele Wohnungen auf ein Arbeitszimmer oder einen Flur. Ein großer Raum wurde multifunktional und als Mittelpunkt der Wohnung genutzt. Als sich durch die Corona-Pandemie Lebensgewohnheiten veränderten und Homeoffice gängiger wurde, war das offene Raumkonzept zunehmend unpraktischer. Jetzt verliert der reine Open-Concept-Trend langsam komplett an Reiz – zu laut, zu unstrukturiert, zu wenig definiert.

Stattdessen angesagt: Wenn es sich baulich nicht vermeiden lässt, können Zonierungen (zum Beispiel mithilfe von großen Regalen, Pflanzen oder Paravents) helfen, verschiedene Bereiche in einem offenen Raum optisch voneinander zu trennen.

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4. Hochglanz-Oberflächen

Nur wenn es glänzt, ist es hochwertig: Tatsächlich folgte das Interior-Design lange Zeit diesem einfachen Grundsatz. Doch Luxus hat sich schrittweise verändert. Menschen sehnen sich weniger nach Glanz und Glamour, mehr nach unaufgeregter Verbindung zur Natur sowie der Rückkehr zum Wesentlichen. Kein Wunder, dass Holz und Stein in der Einrichtung einen regelrechten Boom erlebten. Schwere Travertin-Couchtische waren plötzlich genauso angesagt wie Holz-Kommoden oder Arbeitsflächen. Der Grund: Matte Oberflächen sind pflegeleichter, wirken optisch wärmer und fühlen sich wohnlicher an.

Stattdessen angesagt: Wer 2026 „glänzen will“, setzt bewusst auf matte, haptisch aufregende Oberflächen. Gebürsteter Stein kommt dafür genauso infrage wie Naturholz mit sichtbarer Maserung oder Keramik – sie bringen Tiefe und Ruhe in den Raum. Außerdem reflektieren sie das Licht sanfter, wirken langlebig und gediegener und schlagen gekonnt die Brücke zur Natur. Ein stiller Luxus sozusagen.

5. Alles aus einer Kollektion

Räume „wie aus einem Guss“ mögen auf den ersten Blick harmonisch wirken, doch oft fehlt ihnen genau das, was zeitgemäßes Wohnen heute ausmacht: Individualität. Wenn Bett, Kommode, Nachttische und Schrank aus derselben Kollektion stammen, entsteht schnell ein uniformer Look. Dieser erinnert eher an eine Möbelausstellung als an ein echtes Zuhause. Die persönliche Handschrift bleibt dabei auf der Strecke – und damit das Gefühl von Charakter. 2026 dürfen wir uns für mehr Raumtiefe und -wärme von Möbelserien endlich verabschieden.

Stattdessen angesagt: Mix and Match ist angesagter denn je. Solange sie durch Farben, Formen und Proportionen miteinander verbunden sind, dürfen unterschiedliche Materialien und Stile bewusst kombiniert werden. Eine kuschelige XXL-Couch zu einem Steintisch, ein Erbstück neben einem zeitgenössischen Designobjekt – genau diese Brüche lassen Räume spannend und lebendig wirken.

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