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Warum die Leuchte „Panthella“ seit über 50 Jahren Designgeschichte schreibt

Panthella
Die Panthella sticht durch ihre markante Silhouette ins Auge Foto: myHOMEBOOK
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Mareike Schmidt

Berlin, 18.5.2026
(c) Niels Starnick / BILD
Redakteurin

18. Juli 2026, 9:14 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Manche Möbel und Leuchten kommen, bleiben ein paar Jahre und verschwinden wieder. Andere überdauern Jahrzehnte, weil sie sich jederzeit anpassen, ohne sich selbst zu verändern. Die Panthella von Louis Poulsen gehört genau zu diesen Entwürfen. Seit ihrer Vorstellung Anfang der 1970er-Jahre hat sie ihren festen Platz in der Designwelt. Ob in skandinavischen Wohnungen, modernen Stadthäusern oder Boutique-Hotels – ihre charakteristische Silhouette wirkt heute genauso selbstverständlich wie vor über 50 Jahren.

Das Geheimnis ihres Erfolgs liegt dabei nicht allein in ihrer außergewöhnlichen Form. Die Panthella vereint skulpturales Design, durchdachte Funktion und eine Lichtwirkung, die Räume besonders weich und wohnlich erscheinen lässt – Eigenschaften, die sie zu einer der bekanntesten Leuchten des 20. Jahrhunderts gemacht haben.

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Als Licht und Design zu einer Einheit wurden

Entworfen wurde die Panthella 1971 vom dänischen Designer Verner Panton in Zusammenarbeit mit dem Leuchtenhersteller Louis Poulsen. Panton galt als einer der experimentierfreudigsten Gestalter seiner Generation. Während viele seiner skandinavischen Zeitgenossen auf geradlinige Formen und zurückhaltende Materialien setzten, liebte er organische Konturen, kräftige Farben und futuristische Ideen.

Mit der Panthella verfolgte er einen ungewöhnlichen Ansatz: Die Leuchte sollte nicht nur Licht spenden, sondern selbst wie ein harmonisches Objekt wirken. Deshalb verzichtete Panton auf einen klassischen geraden Leuchtenfuß. Stattdessen entwarf er eine weich geschwungene Form, die den halbkugelförmigen Schirm optisch trägt und gleichzeitig Teil des Beleuchtungskonzepts ist.

Warum die Panthella so ein angenehmes Licht erzeugt

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Viele ikonische Leuchten überzeugen vor allem optisch. Die Panthella hingegen verdankt ihren Ruf ebenso ihrer Lichtqualität. Der große, halbkugelförmige Schirm lenkt das Licht sanft nach unten, während der breite, geschwungene Fuß einen Teil davon reflektiert. Dadurch verteilt sich das Licht besonders gleichmäßig im Raum, ohne zu blenden oder harte Schatten entstehen zu lassen.

Gerade diese weiche Lichtstimmung macht die Panthella bis heute so beliebt. Sie eignet sich weniger als funktionale Arbeitsleuchte, sondern vielmehr als Stimmungslicht – auf einem Sideboard, dem Nachttisch oder als Blickfang im Wohnzimmer.

Dass die Panthella heute als Designklassiker gilt, liegt nicht nur an ihrem Alter. Wirklich zeitlose Entwürfe erkennt man daran, dass sie auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung selbstverständlich wirken. Genau das gelingt dieser Leuchte.

Ihre organische Form passt erstaunlich mühelos zu unterschiedlichsten Einrichtungsstilen. Sie ergänzt minimalistische Interieurs ebenso wie Mid-Century-Einrichtungen, setzt einen weichen Akzent zwischen geradlinigen Möbeln oder fügt sich in farbenfrohe Wohnkonzepte ein. Gleichzeitig besitzt sie genügend Charakter, um selbst zum Blickfang zu werden.

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Hinzu kommt, dass die Panthella nie grundlegend verändert wurde. Statt das Design immer wieder neu zu interpretieren, hat Louis Poulsen den ursprünglichen Entwurf behutsam weiterentwickelt und an moderne Bedürfnisse angepasst. Genau diese Kontinuität trägt dazu bei, dass die Leuchte bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

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Von der Designikone zur ganzen Leuchtenfamilie

Lange Zeit war die klassische Tischleuchte nahezu synonym mit dem Namen Panthella. Mittlerweile umfasst die Kollektion jedoch mehrere Varianten für unterschiedliche Wohnsituationen.

Das Original ist nach wie vor als Tischleuchte erhältlich und gilt für viele Designliebhaber als die authentischste Version. Ergänzt wird sie durch eine elegante Stehleuchte, die dieselbe charakteristische Formensprache aufgreift.

Panthella
Die Panthella gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Modellen Foto: Mareike Schmidt / myHOMEBOOK

Mit der Panthella Portable wurde die Kollektion schließlich um eine kabellose Version erweitert. Dank Akku und Dimmfunktion lässt sich der Designklassiker heute flexibel im gesamten Wohnbereich oder sogar im geschützten Außenbereich nutzen – ein Beispiel dafür, wie zeitloses Design auch moderne Wohngewohnheiten mitgehen kann.

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Neben den unterschiedlichen Größen hat sich die Panthella auch farblich weiterentwickelt. Während das Original vor allem in dezenten Tönen wie Weiß erhältlich war, umfasst die Kollektion heute eine Vielzahl an Farbvarianten: von sanften Pastelltönen bis zu ausdrucksstarken Statementfarben. Damit beweist Louis Poulsen, dass sich ein Designklassiker durchaus weiterentwickeln kann, ohne seinen Charakter zu verlieren.

Mehr als nur eine schöne Leuchte

Es ist genau dieses Zusammenspiel aus Beständigkeit und Wandel, das die Panthella seit mehr als fünf Jahrzehnten relevant hält. Ihre Form ist unverwechselbar geblieben, ihre Wirkung aber erfindet sich durch neue Materialien, Farben und den Einsatz in unterschiedlichsten Wohnkonzepten immer wieder neu. Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb die Panthella heute genauso aktuell wirkt wie 1971. Und genau deshalb gehört sie zu den Leuchten, die man nicht nur kauft, sondern über viele Jahre behält.

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