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Edelstahl, Gusseisen, Teflon ...

Welche Pfanne ist die richtige für mich?

Kochen mit Pfanne
Eine gute Pfanne gehört in jede Küche – nur welche ist die richtige?Foto: Getty Images

Sanft garen oder scharf anbraten: Eine Pfanne muss unterschiedlichste Gerichte zubereiten können. Die Wahl der passenden Pfanne für die eigene Küche ist jedoch alles andere als einfach, denn die eine perfekte Pfanne für jeden Bedarf gibt es nicht.

Gusseisen, Edelstahl, Kupfer oder Teflon – es gibt verschiedene Materialien für Pfannen, die ganz unterschiedliche Zwecke erfüllen. Je nachdem, ob man Steak, Fisch, Sauce oder Gemüse zubereiten möchte, sollte die Pfanne andere Eigenschaften besitzen. Und auch der Herd beeinflusst die Wahl der richtigen Pfanne: Denn auf einem Induktionsherd beispielsweise kann nicht jede beliebige Pfanne zum Einsatz kommen. Deshalb ist es sinnvoll, mehr als nur eine Pfanne im Küchenschrank zu haben. Hier erfahren Sie, welche Pfanne sich für welches Gericht eignet und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Das Rezept bestimmt die Pfanne

Da die verwendete Pfanne einen großen Einfluss auf das Kochergebnis hat, ist es wichtig, die verschiedenen Eigenschaften aller Pfannen-Materialien zu kennen:

  • Bratkartoffeln, Fleisch: Eisenpfanne, Edelstahlpfanne, Keramikpfanne, Kupferpfanne
  • Soßen: Edelstahlpfanne, Teflonpfanne, Keramikpfanne
  • Steak: Eisenpfanne, Edelstahlpfanne
  • Fisch, Eier, Pfannkuchen, Gemüse: Teflon- oder Keramikpfanne, Eisenpfanne, Kupferpfanne
  • Schmorgerichte: Eisenpfanne, beschichtete Edelstahlpfanne

1. Gusseisenpfanne: Schmoren und garen

Ein echter Küchen-Evergreen, der viele Jahrzehnte hält, ist die gusseiserne Pfanne. Diese ist ideal, um Gerichte oder Fleisch zu schmoren, denn sie speichert Hitze lang und beständig. Gusseiserne Pfannen erfordern jedoch einiges an Kraft bei der Handhabung, denn sie haben aufgrund des Materials ein sehr hohes Gewicht.

gusseiserne Pfanne
In einer gusseisernen Pfanne gelingen Steaks besonders gutFoto: Getty Images

In Sachen Pflege gehört die Gusseisenpfanne zu den anspruchsvolleren Küchenhelfern, denn ihre natürliche Patina – also die Beschichtung im Inneren der Pfanne – muss regelmäßig erneuert werden, zum Beispiel, indem man heißes Fett einbrennen lässt. Das bedeutet auch, dass die Pfanne immer besser wird, je öfters man sie benutzt. Für alle, die eher selten in der Küche stehen, ist die gusseiserne Pfanne also weniger geeignet.

2. Kupferpfanne: Kurz und schnell anbraten

Egal, ob Fleisch, Fisch oder Gemüse – eine Kupferpfanne eignet sich immer dann, wenn es schnell gehen muss. Besonders praktisch: Kupferpfannen müssen kaum vorgeheizt werden, da sie die Wärme des Herds zügig aufnehmen. Sobald die Flamme eingeschaltet wird, sollte bereits etwas Öl oder Butter in der Pfanne sein, damit die Patina nicht verbrennt.

Da Kupfer die Wärme aber nicht so lange halten kann wie Gusseisen, eignet sich die Kupferpfanne nicht für Schmorgerichte. Kupferpfannen sind verhältnismäßig empfindlich und zerkratzen schnell, daher sollte man zur Reinigung nur einen weichen Schwamm, warmes Wasser und eine sanfte Spülmittellösung verwenden.

Auch interessant: Bratpfannen einbrennen – warum ist es wichtig und wie geht man vor?

3. Edelstahlpfanne: Scharf anbraten und rösten

Eine Edelstahlpfanne ist pflegeleicht und vielseitig einsetzbar – daher sollte jede Küche ein solches Exemplar besitzen. Da Edelstahl nicht rostet und äußerst langlebig ist, hat man auch viele Jahre seine Freude an der Pfanne. Vor allem, wer gerne ein gutes Steak genießt, darf keinesfalls auf eine Edelstahlpfanne verzichten. Denn um Fleisch scharf anzubraten, ist Edelstahl das beste Material.

Auch das Rösten von Zwiebeln oder Brot gelingt hier optimal, denn in einer Edelstahlpfanne entstehen herrliche Röstaromen. Durch die hohe Temperatur ist aber auch Vorsicht geboten, denn Lebensmittel brennen in unbeschichteten Edelstahlpfannen schnell an.

4. Keramikpfanne: Schonend garen und köcheln

Die Keramikpfanne ist eine der anwenderfreundlichsten Pfannen auf dem Markt. Ihre Beschichtung sorgt dafür, dass Lebensmittel nicht haften bleiben oder anbrennen. Keramikpfannen bestehen – abgesehen von der Beschichtung – übrigens meist aus Edelstahl oder Aluminium und sind daher sehr hochwertig.

Keramikpfanne
Eine Keramikpfanne eignet sich für schonendes GarenFoto: Getty Images

Die hitzebeständigen Kochhelfer besitzen eine optimale Wärmeleitfähigkeit, dank der Gemüse, Hähnchen, Fisch und Saucen besonders gut gelingen. Aufgrund der schonenden Zubereitung bleiben alle Nährstoffe im Essen enthalten, was ideal für alle ist, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Der einzige Wermutstropfen: Die Beschichtung und ihre Anti-Haftwirkung lassen mit der Zeit nach, weshalb Keramikpfannen weniger langlebig sind.

Auch interessant: Wann sollte man beschichtete Pfannen ersetzen?

5. Teflonpfanne: Sanft braten für Koch-Anfänger

Auch die Teflonpfanne, welche manche unter dem Namen PTFE-Pfanne kennen, überzeugt durch ihre einfache Handhabung und eine Anti-Haftschicht. Der Rest der Pfanne besteht üblicherweise aus Aluminium oder Edelstahl. Da sich Aluminium leicht verformen kann, sollte man beim Kauf übrigens auf eine gewisse Dicke der Pfanne achten.

Wie auch bei der Keramikpfanne ist die Teflon-Haftschicht nicht sehr langlebig, denn sie nutzt sich bei häufigem Kochen ab. Für Vielkocher sind Keramikpfannen also nicht geeignet, dafür aber umso mehr für Koch-Anfänger! Denn dank der PTFE-Schicht brennt nichts an und Fisch, Gemüse, Eier und Soßen gelingen mühelos!

Welche Pfanne für welchen Herd?

Da sich nicht jede Pfanne für jeden Herd eignet, sollte man neben dem gewünschten Kochergebnis auch den eigenen Herd bei der Auswahl der richtigen Bratpfanne berücksichtigen. Vor allem der Induktionsherd ist ein Trend, der mehr und mehr in die Küchen einzieht und eine Vielzahl alter Pfannen unbrauchbar macht. Damit das Braten auf dem Induktionsherd gelingt, müssen sie mit magnetischen Eigenschaften ausgestattet sein. Daher sind Pfannen aus Gusseisen ideal für Induktionsherde, während Aluminium- oder Edelstahlpfannen nur mit einer entsprechenden Bodenplatte dafür geeignet sind.

Kocht man stattdessen auf einem Gasherd, kann man prinzipiell jede Pfanne einsetzen. Ideal sind aber solche, die Hitze schnell weiterleiten, wie etwa Kupferpfannen. Nur bei Modellen mit PTFE-Beschichtung ist Vorsicht geboten, denn das Material kann allzu hoher Hitze nicht gut standhalten.

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