3. Dezember 2025, 11:02 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Die Angst vor Wohnungseinbrüchen ist in Deutschland stärker verbreitet, als man womöglich vermutet. Eine aktuelle Umfrage zeigt nicht nur, wie präsent die Sorge vor Einbruch ist, sondern auch, wie wenig Menschen tatsächlich für den Ernstfall vorbereitet sind. Einfache Maßnahmen könnten oft bereits erheblich zur Abschreckung beitragen.
Jeder Fünfte hat Angst vor einem Einbruch
Laut einer repräsentativen Umfrage der ADAC-Zuhause-Versicherung, durchgeführt vom Institut Norstat im Juni 2025, gaben 21 Prozent der Befragten an, Angst vor einem Einbruch zu haben. Frauen sind dabei mit 27 Prozent häufiger besorgt als Männer (15 Prozent).
Auch regionale Unterschiede zeigen sich deutlich: Während sich im ländlichen Raum jeder Fünfte (20 Prozent) vor einem Einbruch fürchtet, ist es in Städten ab 500.000 Einwohnern knapp jeder Vierte (24 Prozent).
Diese Ängste scheinen nicht unbegründet zu sein, denn 2024 zählten die Versicherer 90.000 Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Demnach wird in Deutschland alle sechs Minuten in ein Zuhause eingebrochen.
Besonders hoch ist das Risiko in den dunklen Monaten – also im November und Dezember –, nicht etwa während der Urlaubszeit im Sommer, wie oft vermutet. Für die Umfrage der ADAC Zuhause Versicherung, die einen Schutzbrief und eine Hausratversicherung umfasst, wurden 2107 Personen ab 18 Jahren befragt.
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Große Lücken trotz einfacher Maßnahmen
Die Umfrage zeigt, dass viele Haushalte zwar grundlegende Vorsichtsmaßnahmen treffen – aber oft nicht darüber hinausgehen. So schließen 85 Prozent der Befragten ihre Wohnungstür ab und 77 Prozent die Fenster. Doch weitergehende Schutzmaßnahmen werden seltener umgesetzt: Nur jeder Zweite (51 Prozent) informiert Nachbarn über lange Abwesenheiten. Und nur bei knapp jedem Vierten (24 Prozent) ist die Wohnungstür mit einer besonderen Schließvorrichtung ausgestattet.
Dabei können Tür-Zusatzschlösser mit Sperrbügel oder spezielle Fensterverriegelungen Einbrechern das Eindringen erheblich erschweren. Da es sich bei den Tätern oft um Gelegenheitsdiebe ohne professionelles Werkzeug handelt, brechen sie den Versuch oft nach wenigen Minuten ab, wenn sie nicht erfolgreich sind. Auch Alarmanlagen gelten als wirksames Mittel, werden aber laut Umfrage nur von 10 Prozent genutzt.
So schützen Sie Ihr Zuhause
Die ADAC-Zuhause-Versicherung gibt praktische Hinweise, wie sich Einbrüche verhindern lassen oder deren Folgen minimiert werden können:
- Fenster und Türen – auch Keller- und Balkontüren – stets verschließen
- Anwesenheit vortäuschen, etwa durch Zeitschaltuhren für Licht und Rollläden
- Briefkasten regelmäßig leeren (lassen)
- Keine Abwesenheit in sozialen Medien veröffentlichen
- Wertsachen sichern und dokumentieren – idealerweise mit Liste, Fotos und sicherem Aufbewahrungsort
- Sicherheitstechnik wie zusätzliche Tür- und Fenstersicherungen oder Alarmanlagen