18. September 2025, 14:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Bernsteinschaben sehen zwar Kakerlaken zum Verwechseln ähnlich, sind aber im Vergleich zu ihnen harmlos für Menschen. Im Herbst zieht es die Insekten in die Wohnräume der Menschen, um Unterschlupf während der kalten Wintermonate zu finden. Obwohl sie ungefährlich sind, möchten die wenigsten sie wohl im Wohnzimmer krabbeln sehen. Wie man Bernstein-Waldschaben ohne Chemie, aber dennoch effektiv loswerden kann, erklärt myHOMEBOOK.
Warum kommen Bernsteinschaben in die Wohnung?
Im Gegensatz zu Kakerlaken interessieren sich Bernsteinschaben nicht für Lebensmittel-Vorräte im Haus. Auf dem Speiseplan der Insekten steht vor allem abgestorbenes Pflanzenmaterial. Und das finden die Insekten meist außerhalb und nicht in den eigenen vier Wänden. Haben sich Bernsteinschaben dennoch in die Wohnung oder ins Haus verirrt, verenden die Tiere aufgrund von Nahrungsmangel meist nach einigen Tagen. Die Schaben vermehren sich auch nicht in der Wohnung.
Woher stammen die Schaben?
Die Bernstein-Waldschabe stammt ursprünglich aus Südeuropa. Längst hat sich die Insekten-Art aber auch in Deutschland ausgebreitet. Vor allem der süddeutsche Raum ist betroffen. Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen zunehmend steigenden Temperaturen und der Verbreitung der Schaben. Hierzulande findet man Bernsteinschaben oftmals am Wegesrand, in Gebüschen oder in Gartenhecken. Für die Schaben ist der Weg vom Garten ins Haus nicht weit.
Vorbeugende Maßnahmen gegen Bernsteinschaben
Vor einigen Gerüchen, die wir eher als Duft wahrnehmen, machen Bernsteinschaben einen großen Bogen. Ätherische Öle mit Duft nach Nelken oder Pfefferminze sind besonders unbeliebt bei den Insekten. Zur Abwehr einzelner Schaben genügt es oftmals schon, an betroffenen Stellen einige Tropfen mit dem entsprechenden Öl zu verteilen. Wahlweise stellt man ein Schälchen mit dem Duftöl in Wasser auf.
Der Trick mit dem abschreckenden Duft hilft nicht immer. Die Insekten sind flink im Krabbeln und gelangen leicht durch kleine Löcher oder Ritzen ins Haus oder in die Wohnung. Um die ungebetenen Gäste nicht erst hereinzulassen, hilft in diesem Fall sorgsames Abdichten. Bernsteinschaben können zudem gut fliegen. Vor allem abends werden die Insekten geradezu magisch durch Licht angezogen. Hier helfen Insektenschutzrollos und Fliegengitter an den Fenstern.
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Bernsteinschabe aus Haus und Wohnung loswerden
Oftmals hilft schon der klassische Trick mit Glas und Papier. Das Glas wird beherzt über die Bernsteinschabe gestülpt. Anschließend das Papier mit möglichst guter Stärke unter das Glas und die Schabe schieben. Diese entlässt man schließlich aus dem Fenster, auf dem Balkon oder im Garten in die Freiheit.
Bernsteinschaben treten in der Übergangszeit mitunter jedoch in Scharen auf. In diesem Fall kann der Einsatz von chemischen Mitteln helfen. Den Umgang mit einem Kontaktinsektizid überlässt man jedoch einem professionellen Schädlingsbekämpfer, am besten geprüft durch die Industrie- und Handelskammer (IHK). Der Experte kann auch einschätzen, ob es sich tatsächlich um einen Befall durch Bernsteinschaben handelt oder doch um einen Befall durch Kakerlaken.
Unterschiede zur Kakerlake erkennen
Eine Bernsteinschabe von einer gemeinen Kakerlake zu unterscheiden, fällt vielen mitunter schwer. Was die Insekten unterscheidet: Kakerlaken sind in der Regel nachtaktiv, Bernsteinschaben krabbeln auch tagsüber umher. Die Schaben-Art zeichnet sich zudem durch einen braun-schimmernden Panzer aus. Das unterscheidet eine Bernsteinschabe von anderen Schaben in Deutschland, die zwei graue Striche auf ihrem Schild tragen.