Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
News Alle Themen
Bundesweite Aktion

Ab heute werden Biotonnen kontrolliert

Biotonne Kontrolle
Ab dem 15. September 2025 erfolgt bundesweit eine Kontrolle von Biotonnen Foto: picture alliance/dpa | Swen Pförtner
Artikel teilen
09.01.2024, Berlin, Bild Headshot Mitarbeiter,
Team, Impressum 
Im Foto Mareike Schmidt

© Wolf Lux
@wolf_lux_photography
Redakteurin

15. September 2025, 12:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ab heute wird es ernst für alle, die ihren Biomüll nicht korrekt trennen: Über 100 Entsorgungsunternehmen führen Kontrollen zur korrekten Befüllung von Biotonnen aus. Wer gegen die neuen Vorgaben zur Biotonne verstößt, muss mit Konsequenzen rechnen – von Aufklebern über Sonderleerungen bis zu möglichen Bußgeldern. Doch nicht alle Regionen machen mit.

Folgen Sie jetzt myHOMEBOOK bei WhatsApp

Neue Bioabfall-Verordnung im Fokus

Seit Mai gelten strengere Regeln für die Befüllung der Biotonne: Fremdstoffe wie Plastik, Glas, Metall oder Steine dürfen höchstens drei Prozent des Inhalts ausmachen. Beim Kunststoffanteil ist bereits ab einem Prozent Schluss. Ziel ist es, Mikroplastik in Böden und Naturkreisläufen zu vermeiden.

Kontrolliert wird im Rahmen der Aktion #wirfuerbio – Biomüll kann mehr. Die Initiative der kommunalen Entsorger möchte das Bewusstsein für korrekte Mülltrennung stärken. Tonnen, die zu stark fehlerhaft befüllt sind, werden stehen gelassen und erhalten einen Hinweis zur Nachsortierung.

Nicht alle Bundesländer ziehen mit

Die Aktion zur Kontrolle von Biotonnen startet zwar bundesweit, doch nicht überall wird auch kontrolliert. Brandenburg, das Saarland, Berlin, Bremen und Sachsen beteiligen sich nicht. In Thüringen ist lediglich ein Unternehmen, die Kreiswerke Schmalkalden-Meinungen, mit dabei.

In Sachsen-Anhalt hingegen machen unter anderem Magdeburg, Salzwedel und Dessau-Roßlau mit. Die genaue Übersicht der Teilnehmer ist auf der Seite der Aktion #wirfuerbio zu finden.

Wer kontrolliert und welche Sanktionen drohen bei Fehlbefüllung?

Die Kontrolle übernehmen die lokalen Abfallunternehmen, meist durch das Personal der Müllabfuhr. Was bei Verstößen passiert, hängt von der jeweiligen Kommune ab. Einen bundesweiten Bußgeldkatalog gibt es nicht. Möglich sind aber unter anderem die Kennzeichnung durch Aufkleber oder Banderolen mit Aufforderung zur Nachsortierung und die Beantragung von Sonderleerungen und damit verbundene Kosten. Im Kreis Freudenschaft sind die Müllfahrzeuge beispielsweise mit Sensoren ausgestattet, die falsch befüllte Biotonnen erkennen und sie stehen lassen.

Wird eine Biotonne mehrfach falsch befüllt, kann sie dauerhaft als Restmüll gewertet und entsprechend kostenpflichtig entsorgt werden.

Mehr zum Thema

Was darf wirklich alles in die Biotonne?

In der Biotonne sind organische Küchen- und Gartenabfälle erlaubt. Plastik, Verpackungsmaterial und tierische Abfälle haben dagegen nichts in der Biotonne zu suchen. Auch kompostierbare Müllbeutel gehören – entgegen vielen Annahmen – nicht in die Biotonne.

Jetzt richtig trennen oder zahlen

Ab dem 15. September wird es also ernst: Wer seine Biotonne falsch befüllt, muss mit stehen gelassenem Müll, Sonderleerungen oder sogar Bußgeldern rechen. Die neuen gesetzlichen Vorgaben gelten bundesweit – auch dort, wo (noch) nicht kontrolliert wird. Wer sichergehen will, sollte sich direkt beim zuständigen Abfallunternehmen vor Ort über die Regeln informieren.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.