26. September 2025, 14:39 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Heizen mit Holz ist nach wie vor beliebt. Zudem sorgt ein Kamin oder ein Ofen im Winter für einen ganz besonderen und gemütlichen Flair. Wichtig dafür ist natürlich ausreichend Brennholz. Damit es seinen Zweck erfüllen kann, sollte man folgende Fehler beim Lagern der Holzscheite unbedingt vermeiden.
1. Fehler: Das Brennholz wird nass
„Jedes Holz, das weniger als 25 Prozent Restfeuchte hat, ist gut zum Heizen geeignet“, erklärt Klaus Egly vom Brennholzverband Brennholzhandel und Brennholzproduktion e. V. auf myHOMEBOOK-Anfrage. Denn nasses Holz brennt nicht – das wissen die meisten. Dabei kommt es übrigens weniger auf die Holzart, sondern primär darauf an, wie trocken das Holz wirklich ist. „Die Heizwerte der verschiedenen Holzsorten unterscheiden sich kaum“, weiß der Experte.
Brennholz sollte man am besten überdacht lagern, sodass es vor Regen geschützt ist. Wird das Holz dennoch mal nass, ist das kein Grund zur Sorge, denn als Totholz nimmt es wenig Feuchtigkeit auf. Das Regenwasser gelangt maximal zwischen die Holzfasern, dringt aber nicht in die Fasern ein. Das bedeutet wiederum auch, dass es ebenso schnell wieder nachtrocknet. Übrigens: Schnee kann sogar dabei helfen, die Restfeuchtigkeit aus dem Holzkern zu saugen.
Kein feuchtes Brennholz nutzen
„Für den Kamin oder Ofen sollte man unbedingt auf feuchtes Holz verzichten. Gelingt es, dieses trotz der Feuchtigkeit anzuzünden, geht von ihm eine ernsthafte Gefahr für die eigene Gesundheit aus. Der Grund: Beim Verbrennen von feuchtem Holz entsteht mehr Rauch und die Feinstaubemission erhöht sich. Auf Dauer können Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Folge sein. Feinstaub ist übrigens auch für die Umwelt und den Ofen selbst schädlich.“
Auch interessant: Welches Holz brennt am besten? Experte hat klare Meinung
9 Fehler beim Heizen mit Holz und wie man sie vermeidet
Dieses Gerät erhöht die Heizkraft von Holz
2. Fehler: Das Brennholz dicht an dicht stapeln
Neben der Feuchtigkeit sollte man auch auf die Luftzirkulation achten. Holzscheite sollte man nicht zu eng stapeln – auch wenn das ansprechender aussieht. Besser ist es, etwas Abstand zwischen den Holzscheiten einzuhalten. Auf diese Weise kann die Luft auch zwischen den Holzstücken zirkulieren.
Klaus Egly vom Brennholz-Verband rät zudem: „Man sollte Brennholz niemals direkt auf dem Boden lagern, sondern immer mindestens zehn Zentimeter Luft unter dem Holz lassen.“ Zusätzlich benötigt das Holz einen Abstand zur Rückwand. Kann man das nicht garantieren, bilden sich schnell Pilze und der Zersetzungsprozess beginnt.
3. Fehler: Das Brennholz mit einer Plastikplane abdecken
Lagert man Brennholz ohne entsprechende Überdachung, sollte man über eine Abdeckung nachdenken. Im Sommer ist diese nicht unbedingt nötig, zudem trocknet es bei direkter Sonneneinstrahlung am besten durch. Allerdings kann es auch sein, dass es bei Regenschauern feucht wird – und anschließend umso länger benötigt, um zu trocknen. Wichtig ist, das Brennholz ab dem Herbst abzudecken, damit es vor der Witterung geschützt ist.
Passend dazu: Die Faustformel für die richtige Größe von Holzscheiten
Auf eine Plastikfolie sollte man jedoch verzichten, hier staut sich die Feuchtigkeit darunter. Zudem kann sie bei Windstößen davonfliegen, wenn man sie nicht gut befestigt. Am besten eignet sich eine feste Abdeckung – etwa in Form eines kleinen Vordachs.
Wer keinen Unterstand zur Verfügung hat, kann Brennholz alternativ auch im Schuppen lagern. Bevor man es dort unterbringt, muss es allerdings gut durchtrocknen. Das kann zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Ein Keller empfiehlt sich hingegen nicht – außer er ist trocken und hat eine gute Luftzirkulation. Und das ist in den seltensten Fällen gegeben.