12. September 2025, 11:15 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ob zum Heizen, für laue Abende am Lagerfeuer oder gemütliche Stunden am Kamin – Brennholz bleibt auch 2025 gefragt. Nach Preissprüngen infolge der Energiekrise scheint sich der Markt inzwischen zu stabilisieren. Doch wie teuer ist Holz tatsächlich im laufenden Jahr – und worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten?
Preise für Brennholz bleiben 2025 stabil
Die Preisentwicklung für Brennholz zeigt sich 2025 unauffällig. „Der Preis 2025 hat sich gegenüber letztem Jahr nicht signifikant verändert, er ist auf einem gleichen Niveau“, erklärt Klaus Egly vom Bundesverband Brennholzhandel und Brennholzproduktion e. V. im Gespräch mit myHOMEBOOK. „Man sieht wieder eine konstante Entwicklung.“
2024 hatten sich die Preise erstmals seit der Energiekrise wieder etwas entspannt. Davor waren sie 2022 in die Höhe geschnellt und 2023 auf hohem Niveau geblieben. Laut Egly lagen die Preise im Vorjahr – abhängig von Region und Holzart – bei Vollerwerbsbetrieben zwischen 120 und 180 Euro pro Schüttraummeter.
Maßeinheiten in der Forst- und Holzwirtschaft
Festmeter: Dabei handelt es sich um einen Kubikmeter fester Holzmasse ohne Zwischenräume. Typischerweise kommt diese Einheit bei Rundholz zum Einsatz, etwa nicht weiter verarbeitete Baumstämme.
Raummeter: Diese Volumeneinheit – auch „Ster“ genannt – dient dem Maß von aufgeschichtetem Brennholz inklusive Zwischenräumen. Im Grunde ist es das Volumen für den tatsächlichen Platzbedarf.
Schüttraummeter: Mit dieser Volumeneinheit wird lose geschüttetes Holz gemessen, das nicht gestapelt ist. Demnach befindet sich hier auch mehr Luft zwischen den Scheiten.
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Gibt es noch Brennholz für den Winter 2025?
Bekommt man denn noch trockenes Brennholz, um im kommenden Winter damit zu heizen? Egly gibt Entwarnung: „Noch sind die Lager gefüllt. Wenn man jetzt bestellt, wird man auch noch was bekommen.“ Allerdings kann sich neben den Preisen auch die Verfügbarkeit je nach Region unterscheiden.
Hinweis: Betriebe, die professionell und im Vollerwerb arbeiten, verlangen in der Regel höhere Preise – unter anderem wegen Personal- und Nebenkosten. Nebenerwerbsbetriebe bieten oft günstigeres Holz an, haben aber begrenzte Mengen zur Verfügung.
Experte warnt vor Betrügern
Wer Brennholz online oder telefonisch bestellt, sollte besonders wachsam sein. „Es gibt immer noch eine Anzahl von Betrügern“, warnt Egly. Er empfiehlt, Angebote genau zu prüfen: „Einmal hinschauen reicht da oft nicht.“ Er verrät allerdings ein deutliches Warnsignal: „Seriöse Händler nehmen keine Vorkasse.“ Damit Käufer nicht auf betrügerische Angebote hereinfallen, nennt Egly einige praktische Tipps:
- Das Impressum des Anbieters sorgfältig prüfen.
- Persönlichen Kontakt aufnehmen und die Telefonnummer verifizieren.
- Falls möglich, ein Treffen vereinbaren, um die Ware zu begutachten – oder gezielte Rückfragen stellen, um die Seriosität zu testen.
- Die Bezahlung sollte grundsätzlich erst bei der Lieferung erfolgen. Bei einer Forderung nach Vorkasse ist Vorsicht geboten.