Handelsunternehmen DEPOT, Dekorationsartikel, Logo über dem Eingang zu einem Geschäft Foto: picture alliance / CHROMORANGE
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myHOMEBOOK Redaktion
28. August 2026, 17:43 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Für viele Kunden gehörte Depot lange zu den bekanntesten Adressen für Dekoration und Kleinmöbel. Nun steht fest: Die insolvente Handelskette beendet ihren Geschäftsbetrieb Ende September. Doch während Hunderte Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren, will Eigentümer Christian Gries die Marke offenbar nicht vollständig aufgeben.
Ende für die Deko-Kette zum 30. September
Das Schicksal von Depot ist besiegelt: Die hinter der Handelskette stehende GDC Deutschland GmbH stellt ihren Geschäftsbetrieb zum 30. September ein. Sämtliche Arbeitsverhältnisse sowie die bestehenden Mietverträge werden zu diesem Zeitpunkt gekündigt. Von der Entscheidung sind rund 730 Beschäftigte betroffen, wie BILD (gehört wie myHOMEBOOK zu Axel Springer) berichtet.
Bereits Ende Juni hatte das Unternehmen die Schließung von 66 der damals etwa 150 Filialen angekündigt. Bis Anfang August kamen rund 30 weitere Standorte hinzu. Zuletzt bestand noch die Hoffnung, etwa 50 eigene Filialen weiterzuführen. Diese Pläne werden nun jedoch nicht umgesetzt.
Nach Angaben von Unternehmenschef Christian Gries reichen die finanziellen Mittel inzwischen nicht mehr aus, um die nach der Insolvenz anfallenden Verpflichtungen und Kosten vollständig zu decken.
Insolvenz nach schwieriger Marktentwicklung
Das Unternehmen aus dem bayerischen Großostheim hatte im Mai Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Als Ursachen für die wirtschaftlichen Probleme nennt Gries die zurückhaltende Konsumstimmung sowie den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch asiatische Billigplattformen wie Temu.
Auch Sanierungsexperte Alexander Höpfner von der Kanzlei ACT Tischendorf sieht keine Alternative zu dem Schritt. Gegenüber der „Lebensmittel Zeitung“ erklärte er, dass Finanzierung und Fortbestand der Kette über den September hinaus nicht gesichert seien. Auf eine Anfrage von BILD äußerten sich weder Gries noch Höpfner.
Marke Depot soll erhalten bleiben
Trotz der vollständigen Kündigung aller Beschäftigten will Gries die Marke Depot weiterführen. Geplant ist demnach die Überführung in eine andere Gesellschaft, die mit deutlich weniger Mitarbeitern arbeiten soll.
Dazu sagte der Unternehmer: „Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden“.
Wie viele der aktuell noch rund 50 verbliebenen Filialen tatsächlich erhalten werden können, ist bislang unklar. Fest steht dagegen, dass die bestehenden Arbeitsplätze verloren gehen.
Darüber hinaus führt Gries Gespräche über kleinere Depot-Flächen in Rewe- und Edeka-Märkten. Die Entwicklung markiert einen tiefen Einschnitt für das Unternehmen: Vor einigen Jahren betrieb Depot noch rund 400 Geschäfte in Deutschland. Bereits 2024 hatte die Handelskette eine Insolvenz durchlaufen.
Zahlreiche Händler unter Druck
Depot steht mit seinen Problemen nicht allein da. Der deutsche Einzelhandel kämpft seit Längerem mit einer schwächeren Kaufbereitschaft vieler Verbraucher und einem wachsenden Onlinegeschäft.
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