26. April 2026, 6:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn die Temperaturen steigen, rückt ein oft übersehener Bereich des Hauses in den Fokus: die Fenster. Gerade nach den kalten Monaten zeigen sich hier Schwachstellen, die nicht nur den Wohnkomfort beeinträchtigen, sondern auch unnötig Energie kosten können. Wer jetzt handelt und seine Fenster wartet, kann größere Schäden vermeiden – und bares Geld sparen.
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Warum der Frühjahrs-Check sinnvoll ist
Undichte Fenster führen in der Heizperiode zu erheblichen Energieverlusten, außerdem kann Feuchtigkeit eindringen. Deshalb empfiehlt es sich für Hausbesitzer, die wärmere Jahreszeit zu nutzen, um die Fenster zu warten und gezielt zu pflegen. Besonders wichtig ist dabei die Kontrolle der Dichtungen.
Nach Angaben des Verbands Privater Bauherren (VPB) lassen sich diese beispielsweise mit Vaseline geschmeidig halten. Wichtig ist dabei die richtige Anwendung: Die Dichtungen sollten zunächst von Staub und Schmutz befreit werden. Anschließend wird die Vaseline dünn mit einem weichen Tuch oder dem Finger aufgetragen und leicht verteilt. Ein Abwischen ist in der Regel nicht nötig – sie bildet einen schützenden Film. Überschüssiges Material kann jedoch entfernt werden, damit nichts klebt.
Wer keine Vaseline zur Hand hat, sollte aber nicht als Alternative auf andere Hautcremes oder Lippenpflegestifte setzen. Sie enthalten oft Wasser, Duftstoffe oder andere Zusätze, die das Material angreifen oder keinen dauerhaften Schutz bieten.
Werden die Dichtungen einmal im Jahr eingefettet, bleiben sie flexibel und erfüllen länger ihre Funktion. Vaseline ist dabei eine einfache Hauslösung. Noch besser geeignet sind jedoch spezielle Pflegemittel aus dem Fachhandel, etwa silikonbasierte Fette, die auf die Materialien moderner Dichtungen abgestimmt sind und länger wirken.
Beschläge der Fenster regelmäßig warten
Nicht nur die Dichtungen benötigen Aufmerksamkeit, auch die Mechanik der Fenster sollte regelmäßig überprüft werden. „Es empfiehlt sich zudem, einmal im Jahr die Mechanik der Fenster zu warten“, so Andreas Garscha vom VPB. Da Beschläge durch häufiges Öffnen und Schließen stark beansprucht werden, ist eine Pflege unerlässlich. „Die Fensterbeschläge mit säure- und harzfreiem Öl zu schmieren, trägt zur Haltbarkeit bei“, sagt Garscha.
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Holzrahmen nach dem Winter prüfen
Fenster mit Holzrahmen sollten nach der kalten Jahreszeit besonders sorgfältig kontrolliert werden. Schäden durch Witterungseinflüsse sind keine Seltenheit. Blättert der Lack bereits ab, sollte die Oberfläche zunächst leicht angeschliffen und anschließend neu gestrichen werden.
Sind die Rahmen hingegen morsch, gerissen oder anderweitig beschädigt, kann laut Verbraucherzentralen auch ein kompletter Austausch notwendig sein. Das ist vor allem deshalb relevant, weil der Rahmen bis zu 30 Prozent der gesamten Fensterfläche ausmacht und damit erheblichen Einfluss auf die Dämmleistung hat.
Dichtung kann mit einfachem Trick getestet werden
Ob Fenster noch richtig abdichten, lässt sich mit einfachen Mitteln überprüfen. Bereits mit der Hand kann man feststellen, ob bei geschlossenem Fenster ein Luftzug spürbar ist. Auch eine Kerzenflamme liefert Hinweise: Flackert sie in Fensternähe, deutet das auf Undichtigkeiten hin.
Kleinere Probleme lassen sich laut VPB häufig mit Schaumstoff- oder Dämmstreifen beheben. Dennoch ist Vorsicht geboten: Eine zu starke Abdichtung kann den Luftaustausch beeinträchtigen und im schlimmsten Fall Schimmel begünstigen. Fachleute können die Situation besser einschätzen. Müssen Dichtungen ersetzt werden, empfehlen die Verbraucherzentralen Modelle aus gummiartigem Material anstelle von einfachen Schaumstoffbändern.
Mit Material der dpa