7. Februar 2026, 7:04 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Sie liegen noch in manch einer Hausapotheke – doch eigentlich gehören sie dort schon lange nicht mehr hin: Fieberthermometer mit Quecksilber. Wer noch ein solches Exemplar besitzt, sollte es nicht einfach weiterverwenden oder gar falsch entsorgen. Warum das gefährlich ist und wie Sie alte Thermometer korrekt loswerden, lesen Sie hier.
Warum Quecksilber im Haushalt gefährlich ist
Moderne Fieberthermometer arbeiten längst digital oder mit Infrarot – etwa zur Messung im Ohr oder auf der Stirn. Dennoch sind in manchen Haushalten noch alte Modelle mit Quecksilber zu finden. Und diese können zum Sicherheitsrisiko im Haushalt werden.
Wie ernst das Problem ist, zeigt ein aktueller Vorfall aus Bayern: Dort versuchte ein Junge, mithilfe eines quecksilberhaltigen Thermometers vorzutäuschen, krank zu sein – und steckte das Thermometer kurzerhand in den vorgeheizten Ofen. Die Folge: Es explodierte, der Ofen war nicht mehr zu gebrauchen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Nicht im Hausmüll entsorgen
Alte Quecksilberthermometer sollte man auf keinen Fall über den Hausmüll entsorgen. „Quecksilberthermometer oder andere Produkte mit Quecksilber gehören zur Schadstoffannahmestelle beim Entsorger“, erklärt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Entweder ist das auf einem Wertstoffhof und in manchen Kommunen auch beim Schadstoffmobil.“
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Die Vorteile von modernen Thermometern
Neben dem Umweltaspekt spricht auch der praktische Nutzen gegen die Weiterverwendung alter Thermometer. Denn digitale Modelle sind nicht nur ungefährlich – hinzu kommt laut Verbraucherschützer Heldt auch der Vorteil, „dass moderne digitale Fieberthermometer auch viel schneller messen“.
Was tun, wenn ein Fieberthermometer mit Quecksilber zerbricht?
Kommt es doch einmal zu einem Bruch eines quecksilberhaltigen Thermometers, ist schnelles und besonnenes Handeln gefragt. Der Raum sollte zunächst gründlich gelüftet werden. Gummihandschuhe schützen bei der Reinigung. Die Quecksilberreste lassen sich vorsichtig mit einem geknickten Stück Papier sowie Klebeband aufnehmen.
Diese Materialien gehören anschließend in ein Schraubdeckelglas, das man gut verschlossen zur nächsten Schadstoffsammlung bringt. Wichtig: Auf das Staubsaugen sollte man unbedingt verzichten, da dies das giftige Quecksilber in der Luft verteilen könnte.
Mit Material der dpa