4. August 2026, 11:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
In warmen Sommernächten kann es passieren, dass sich eine Fledermaus durch ein geöffnetes Fenster ins Haus verirrt. Für viele Menschen ist das zunächst ein Schreckmoment. Doch wie sollte man reagieren, wenn plötzlich eine Fledermaus durchs Zimmer fliegt?
Fledermäuse verfolgen damit keineswegs einen Plan, schreibt der Naturschutzbund Deutschland: „Die Tiere haben keine blutrünstigen Absichten, sondern verirren sich auf der Suche nach neuen Quartieren.“ Tatsächlich kommt so etwas vor allem im Spätsommer häufiger vor, wenn die Tiere unterwegs sind und auf der Suche nach geeigneten Unterschlüpfen auch versehentlich in Wohnräume geraten.
Wie bekommt man eine Fledermaus aus der Wohnung?
Hat sich eine Fledermaus in einen Raum verirrt, fliegt sie oft zunächst orientierungslos umher. In vielen Fällen findet das Tier jedoch selbstständig wieder ins Freie. Unterstützen kann man es, indem man Fenster oder Balkontüren weit öffnet und die Beleuchtung ausschaltet. So fällt es der Fledermaus leichter, den Ausgang zu erkennen und nach draußen zu gelangen.
So schnell sie kommen, so schnell sind sie meist auch wieder weg. Sollte man nicht mitbekommen, ob der ungebetene Besuch davongeflattert ist, sollte man die Wohnung absuchen.
Tipp: Vorhänge und Gardinen checken! Fledermäuse machen es sich gerne in den Stoffspalten bequem.
Tollwut-Gefahr durch Speichel der Tiere
Auf jeden Fall sollte man bei der Suche nach verirrten Fledermäusen dicke Handschuhe tragen, am besten Lederhandschuhe. Verängstigte Tiere suchen Schutz hinter Bilderrahmen, in Vasen oder auch in Taschen. Wer da ungeschützt hineingreift, riskiert einen Biss. Und das kann nicht nur weh tun. Vor allem der Speichel der Wildtiere kann gefährlich für Menschen sein. Darüber kann zum Beispiel Tollwut übertragen werden.
Achtung: Wer von einer Fledermaus gebissen wird, sollte die Wunde umgehend gründlich mit Wasser und Seife reinigen und desinfizieren. Danach sofort einen Arzt aufsuchen! Ohne Gegenmittel besteht mitunter Lebensgefahr. Und das auch, wenn man vorab gegen Tollwut geimpft wurde.
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Achtung: Krankheitserreger in Fledermauskot
Generell können im Kot der Wildtiere fiese Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien lauern. Muss man den Kot von Fledermäusen beseitigen, sollte man dafür auf keinen Fall einen Staubsauger benutzen. Das Gerät wirbelt Luft auf und verteilt somit die krankheitserregenden Viren.
Zur Beseitigung der Exkremente besser einen Besen benutzen – und Handschuhe tragen! Bevor man fegt, sollte der Raum gut gelüftet werden. Ganz wichtig: Einmalhandschuhe und eine Feinstaubmaske mit der Norm FFP3 tragen! Das sind im Grunde die gleichen Maßnahmen wie beim Entfernen von Ratten- oder Mäusekot. myHOMEBOOK erklärt hier, was zu tun ist bei Ratten oder Mäusen im Keller, Haus oder Garten.
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Was tun, wenn man eine Fledermaus auf der Straße findet?
Auch hier gilt: Nur mit möglichst dicken Handschuhen aufheben. Besser noch, das Tier gar nicht berühren, sondern mit einem Kehrblech oder einer Schaufel aufheben und in einen Karton oder einen anderen festen Behälter legen. Wohin damit? Am besten informiert man sich beim zuständigen Veterinäramt. Hier eine Liste aller Veterinärämter in Deutschland. Rat gibt auch der Nabu unter der bundesweiten Fledermaus-Hotline: 030 2849 8450 00.