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Vor dem ersten Frost schützen

Frostsprengung im Garten verhindern – so geht‘s

Den Garten und Gartengeräte vor Frostsprengung schützen
Bewahren Sie Ihre Gartengeräte vor Schäden durch Frost und EisFoto: Getty Images

Wer seine Gartengeräte auch in der nächsten Saison nutzen möchte, sorgt für ein trockenes und sicheres Plätzchen, bevor die Temperaturen in den Keller rauschen. Wie Gießkanne, Gartenschlauch und Regentonne von Frostsprengung verschont bleiben.

Wasser hat eine seltsame und faszinierende Eigenschaft: Gefriert es zu Eis, dehnt sich das Volumen aus. Darin steckt ziemlich viel Sprengkraft, denn Materialien, die Wasser enthalten, können dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten und reißen oder platzen auf – die Frostsprengung hat zugeschlagen!

Schon gewusst? Auf Island, wo es häufig schneit und fast das ganze Jahr über kalt ist, sind viele Steine durch Frosteinwirkung aufgesprengt. Die Isländer haben für die bizarren Gesteinsformationen eine schöne Bezeichnung: Trollbrot.

Frostsprengung: Ein von gefrorenem Wasser aufgesprengter Stein
Trollbrot nennen die Isländer Gestein, das durch gefrorenes Wasser aufgesprengt wurdeFoto: Getty Images

Leitungen von Wasser befreien

Trollbrote gibt es in unseren Breitengraden eher selten. Häufiger sind allerdings zersprengte Wasserschläuche und Zuleitungen zu Außenwasserhähnen. Um diese vor Frostsprengung zu schützen, sollte man die Leitungen stets rechtzeitig vor dem ersten Frost abdrehen und von Wasser befreien. Und auch Wasserzähler sowie Gartenpumpen müssen rechtzeitig vor dem Frost in Sicherheit gebracht werden.

Nicht vergessen: Die Ventile an Wasserhähnen sollten offen bleiben. So kann sich kein Wasser in der Leitung sammeln. Leitungen und Anschlüsse, die nicht frostfest sind, mit Stoff einwickeln, hierdurch bekommen sie ausreichend Schutz. Vlies oder Sackleinen bieten sich dafür gut an.

Auch interessant: Wie der Gartenteich den Winter übersteht

Holzpfosten schützt vor Frostsprengung

Wenn möglich, sollte man Wasserbehälter, Regentonnen und auch Miniteiche vor dem ersten Frost leeren. Andernfalls drohen der Kunststoff, das Holz oder Metall zu reißen. Damit sich die Behälter nicht erneut mit Regenwasser füllen, brauchen sie anschließend eine Abdeckung. Behälter, die nicht zu schwer und nicht im Boden verankert sind, kann man zudem zum Schutz umdrehen.

Tipp: Lassen sich die Behälter nicht entleeren, hilft ein ins Wasser gestellter Holzpfosten vor Frostsprengung. Denn das Holz gleicht den Druck aus, der vom Eis ausgeht.

Gießkannen am besten umdrehen

Gießgeräte, Schläuche sowie Gießkannen sollten nach der Entleerung im Geräteschuppen, Keller oder in der Garage den Winter verbringen. Gießkannen können auch draußen „überwintern“. Sie sollten dabei jedoch so stehen, dass es nicht in die Kanne regnen oder schneien kann.

Tipp: Gießkannen kann man einfach umgedreht zwischen den Zaunlatten festklemmen. Und Perlschläuche halten Temperaturen bis zu -15 Grad Celsius aus.