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Nervige Plagegeister

Woher kommen eigentlich Fruchtfliegen?

Woher kommen Obstfliegen und wie wird man sie wieder los?
Die Weibchen unter den Fruchtfliegen legen rund 400 Eier ab – besonders gern auf Früchten und GemüseFoto: dpa picture alliance

Liegt Obst oder Gemüse offen herum, sind Fruchtfliegen nicht weit. Da kann die Küche noch so sauber sein. Aber wo kommen die Plagegeister eigentlich her? Und wie wird man sie wieder los?

Für Wissenschaftler eine wahre Freude – für alle anderen sind Fruchtfliegen nervig bis eklig. Hat man vergessen, Obst oder Gemüse rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, schwirrt schnell ein Schwarm kleiner schwarzer Punkte darüber umher. Das Vertrackte: Es scheint nicht an einer mangelnden Hygiene zu liegen. Die Küche kann noch so sauber sein, irgendwie finden die winzigen Fliegen immer ihren Weg zur Obstschale. Nur wie? Und wie wird man sie wieder los?

Wie kommen Fruchtfliegen in die Küche?

Die kleinen Plagegeister haben viele Namen. In der Forschung heißen Fruchtfliegen Drosophila melanogaster. Im Alltag kennt man die zwei Millimeter kleinen Fliegen eher als Essigfliegen, Fruchtfliegen, Gärfliegen, Mostfliegen oder Taufliegen. Letzteres übrigens, weil die kleinen Insekten mit Vorliebe in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden umherschwirren. Dann geht es auf Nahrungssuche. Und zwar immer dem Geruch nach, den die Fliegen über weite Strecken wahrnehmen können. Übrigens: Trauermücken sind keine Fruchtfliegen! Warum, verrät myHOMEBOOK hier.

Ein weiteres Einfallstor: Die Fruchtfliegen-Weibchen haben ihre Eier auf den Früchten aus dem Garten, vom Markt oder Supermarkt bereits abgelegt. Auch die Eier sind so winzig, dass man sie mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Vom Korb oder der Einkaufstüte ist es dann nur noch ein kleiner Weg direkt zur Obstschale.

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Warum lieben Fruchtfliegen angegammelte Früchte?

Fruchtfliegen bevorzugen Obst und Gemüse mit leichten schadhaften Stellen auf der Schale. Die Stellen können so klein sein, dass man sie gar nicht wahrnimmt. Durch kleinen Risse und matschige Stellen an fauligem Obst können die Larven der Fruchtfliegen leicht ins Innere der Frucht vorstoßen. Bestes Beispiel: Beeren oder Weintrauben, die man vom Stiel abzupft. Die offene Stelle an der Frucht ist geradezu unwiderstehlich für Fruchtfliegen.

Warum aber sind auf einmal so viele da?

Ein Fruchtfliegen-Weibchen legt bereits einen Tag nach der Begattung rund 400 Eier ab. Nach drei bis fünf Tagen beginnt die Verpuppung. Nach weiteren drei bis elf Tagen schlüpfen die Jungfliegen. Dann kann die nächste Generation loslegen. So entsteht geradezu explosionsartig ein ganzer Schwarm an winzigen Fruchtfliegen.

Was tun gegen Fruchtfliegen?

  1. Nach dem Einkauf frisches Obst und Gemüse gründlich waschen! So entfernt man frühzeitig mögliche Eier auf der Schale. Achtung: Die Schale beim Waschen nicht beschädigen!
  2. Fliegenhaube über die Obstschale stellen. Die gibt es im Handel oder online.
  3. Abstand halten! Obst auf dem Teller nicht zu dicht aneinander legen.
  4. Faulige oder rissige Stellen an der Schale wegschneiden – und das Früchtchen besser noch gleich vernaschen.
  5. Achtung, alte Weinflaschen! Die am besten gleich entsorgen oder einen alten Korken darauf stülpen. Reste von Wein, Saft oder Bier ziehen Fruchtfliegen magisch an. Auch keine Gläser mit zuckerhaltigen Getränken offen stehen lassen.
  6. Küchenabfall täglich entsorgen.
  7. Im Handel gibt es Fallen aus Klebefolien und Fruchtfliegen-Köder.
  8. Wem es schwerfällt, dass die Plagegeister ableben: Selbst für Fruchtfliegen gibt es Lebendfallen im Handel.

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Faulen Früchte schneller, wenn sie von Fruchtfliegen befallen sind?

Ja, und zwar aus zwei Gründen. Durch die offenen Stellen an der Schale können Mikroorganismen, Bakterien und Hefepilze leicht in die Frucht eindringen und mit dem Zersetzungs- und Gärprozess beginnen. Aber auch die Fliegen selbst können Hefepilze mit sich tragen und ins Obst übertragen.

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