2. Mai 2026, 9:53 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Gerade neu eingezogen, doch in der Wohnung riecht es alles andere als frisch? Nikotin, Körperausdünstungen oder auch Haustiere können unangenehme Gerüche hinterlassen, die in der Wohnung hängen bleiben. Doch wie wird man die Gerüche des Vormieters wieder los?
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Kann man den Geruch von Vormietern entfernen?
In der Regel, ja. Hilft alles Lüften nicht weiter, sollte die Geruchsquelle ausgemacht werden. Wurden etwa die Einbauküche, Schränke oder Polstermöbel der Vormieter übernommen? Da könnte sich der Mief eingenistet haben. Hier sollte dann zunächst ordentlich gereinigt und gewischt werden. Bei der Gelegenheit sollten auch Türen, Fenster (mitsamt Fensterscheiben) und Rahmen grundgereinigt werden. Denn auch hier hängen sich alte Gerüche schnell fest.
Entweder verwendet man einen scharfen, handelsüblichen Reiniger, der antibakteriell wirkt und Gerüche neutralisiert. Oder man verwendet Hausmittel, die gegen schlechte Gerüche helfen, etwa Essigwasser oder Backpulver. Unter Umständen hat sich der Mief jedoch so stark im Mobiliar festgesetzt, dass nur noch die rabiate Tour hilft: Raus damit!
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Mit diesen Hausmitteln beseitigen Sie schlechte Gerüche
Was hilft gegen Nikotinwände?
Alter Zigarettenrauch setzt sich oftmals auch an den Wänden ab. Da hilft es schon, die Wand abzuwaschen oder die alte Farbe komplett zu entfernen und neu zu streichen. Es gibt Wandfarbe, die die Entwicklung von geruchsbildenden Mikroorganismen wie Schimmel oder Bakterien hemmt. Wer eine Raucherwohnung übernimmt oder selbst Raucher ist, kann Dispersionsfarbe verwenden, die Ruß- und Nikotingerüche isoliert.
Mit dieser sogenannten Nikotinsperre lassen sich selbst hartnäckige Teerablagerungen überstreichen. Bei normaler Wandfarbe würden die gelblichen und müffelnden Flecken schon nach kurzer Zeit wieder zum Vorschein kommen. Dann muss schlimmstenfalls erneut gestrichen werden. Das geht schnell ins Geld, ist mühsam und ärgerlich. Eine Nikotinsperre ist zwar an sich teurer als herkömmliche Farbe, im Zweifel lohnen sich die Mehrkosten jedoch.
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Lohnen sich Luftreiniger?
Luftreiniger filtern kleinste Partikel und Stäube aus der Raumluft, die unangenehm riechen können. Um schlechte Gerüche von Vormietern dauerhaft loszuwerden, bieten sich die Geräte jedoch weniger an. Denn dafür muss in erster Linie die Quelle des störenden Miefs beseitigt werden.
Achtung: Die Deutsche Lungenstiftung warnt sogar vor dem Einsatz von Luftreinigern, die Ozon freisetzen. In Kombination mit Nikotin in der Raumluft entstehen Aerosole, die tief in die Atemwege eindringen und Asthma oder andere Lungenleiden verursachen können. Luftreiniger mit Aktivkohlefilter stellen beim Säubern der Luft verrauchter Wohnungen hingegen keine Gefahr dar.
Frische Luft gegen schlechte Gerüche
„Es kann Wunder gegen schlechte Gerüche wirken, die Wohnung gründlich zu lüften. Am besten öffnet man zwei gegenüberliegende Fenster und lässt mehrere Stunden frische Luft durchströmen. Was weniger hilft: Den Mief mit Duftkerzen, Räucherstäbchen oder ähnlichen Duftspendern zu überdecken. Denn dieser verfliegt irgendwann, aber der Mief bleibt bestehen.“

