1. April 2026, 6:18 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Fettige Pfannen, eingebrannte Rückstände und wenig Zeit: Wer von Hand spült, erwartet schnelle und gründliche Ergebnisse. Doch ein aktueller Test zeigt, dass viele Handspülmittel diese Erwartungen nicht erfüllen – und ein Produkt sogar mit bedenklichen Inhaltsstoffen auffällt.
Schwache Reinigung bei vielen Produkten
In einer Untersuchung der Zeitschrift „Ökotest“ (Ausgabe 04/2026) mussten sich insgesamt 26 Handgeschirrspülmittel beweisen. Getestet wurde ihre Fähigkeit, eingebrannte Fettreste von einer Edelstahlplatte zu entfernen. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Die Mehrheit der Produkte reinigt lediglich „mäßig“ bis „dürftig“.
Nur drei Spülmittel konnten bei der Reinigungsleistung überzeugen:
- Ja! Ultra Power Spülmittelkonzentrat
- Sodasan Spülmittel Lemon & Lime
- Fairy Konzentrat Handgeschirrspülmittel
Inhaltsstoffe der Handspülmittel meist unbedenklich – mit einer Ausnahme
Bei den Inhaltsstoffen zeigt sich ein deutlich besseres Bild: 20 Produkte erhalten die Bewertung „sehr gut“, fünf weitere schneiden mit „gut“ ab. Allerdings gibt es einen deutlichen Ausreißer nach unten.
Ein Handspülmittel fällt durch, weil im Labor ein erhöhter Gehalt an Formaldehyd festgestellt wurde – höher als bei abspülbarer Kosmetik erlaubt. Dieses Kriterium wenden die Tester auch auf Spülmittel an, da diese ebenfalls mit der Haut in Kontakt kommen können. Zumindest wenn keine Handschuhe benutzt werden. Formaldehyd gilt als potenziell krebserregend über die Atemluft und kann zudem Allergien auslösen. Das betroffene Produkt erhält daher die Note „mangelhaft“ bei den Inhaltsstoffen und auch insgesamt.
Klassische Spülmittel fallen im Test durch
Nur ein festes Spülmittel überzeugt bei „Ökotest“
Große Unterschiede im Gesamturteil
Die Gesamtbewertungen zeigen eine breite Streuung:
- zwei Produkte: „sehr gut“
- zwölf Produkte: „gut“
- neun Produkte: „befriedigend“
- zwei Produkte: „ausreichend“
Die Bestnote „sehr gut“ erreichen nur zwei Spülmittel, die auch bei der Reinigungsleistung überzeugen: das Sodasan Spülmittel Lemon & Lime sowie das Ja! Ultra Power Spülmittelkonzentrat. Das Fairy-Konzentrat landet trotz guter Reinigungsleistung insgesamt nur im Mittelfeld mit „befriedigend“.
Hygiene beim Spülen nicht unterschätzen
Neben dem Handspülmittel spielt auch das verwendete Werkzeug eine entscheidende Rolle. Ein verschmutzter Schwamm kann schnell zur Keimquelle werden und den Reinigungseffekt zunichtemachen.
Die Öko-Tester empfehlen, Spülschwämme nach Gebrauch gründlich auszudrücken, gut trocknen zu lassen und etwa einmal pro Woche bei 60 Grad in der Waschmaschine zu reinigen. Alternativ kann eine Spülbürste sinnvoll sein: Auf ihren glatten Borsten haben es Bakterien schwerer, sich zu vermehren.
Mit Material der dpa