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Befällt oft Dachböden

Methoden, um den Hausbock effektiv zu bekämpfen

Hausbock effektiv bekämpfen – Tipps
Der Hausbock hinterlässt lange Fraßspuren im HolzFoto: dpa picture alliance

Einer der am häufigsten vorkommenden Holzschädlinge ist der Hausbock. Ein Käfer, der zu den Bockkäfern gehört, nicht aber mit dem Gemeinen Hausbock zu verwechseln ist. Wie man einen Befall erkennt und effektiv bekämpft.

Der Hausbock wird zwischen acht und 26 Millimeter lang, sein Körper ist braun bis schwarz und mit feinen grauen Haaren besetzt. Gefährlich ist aber gar nicht der ausgewachsene Käfer (Hylotrupes bajulus), sondern dessen Larven. Sie bohren sich durch das Holz, besonders gerne Nadelholz, bis sie sich verpuppen und zu Käfern entwickeln. Dieser Prozess kann je nach Holzart und der daraus resultierenden Entwicklung der Larven zwischen vier und unglaubliche 18 Jahre lang dauern.

Der Hausbockkäfer ist schwarzbraun mit grauen Haaren
Der Hausbock hebt sich auf hellem Holz aufgrund seiner dunklen Färbung gut abFoto: dpa picture alliance

Was befällt der Hausbock?

In dieser Zeit ziehen die Larven unzählige, lange Fraßgänge durch das ganze Holz. Begehrt beim Hausbock ist vor allem der Dachbereich, da das Gebälk oft aus Nadelholz besteht. Aber auch Holzmöbel können dem gefräßigen Schädling zum Opfer fallen. Seine Leibspeise: Holz mit hohem Eiweißgehalt wie Kiefer oder Fichte.

Hat sich der Hausbock erst einmal im Dachstuhl verbreitet, kann es bei einem schweren Befall gefährlich werden. Dächer können mitunter sogar einstürzen. Besonders gefährdet sind übrigens Dachstühle bei Neubauten, denn hier wird weiches Splintholz verwendet, in dem der Käfer lebensfähig ist. In Altbauten kommt in der Regel hartes Kernholz zum Einsatz, in dem er nicht überleben kann.

Apropos überleben: Der Hausbock braucht feuchte Luft sowie feuchtes Holz. Liegt die Holzfeuchte bei unter zehn Prozent, stirbt er. Ähnlich ergeht es ihm auch beim Thema Wärme: 28 bis 30 Grad sind optimal, bei unter zehn Grad verfällt er in eine Kältestarre, bei über 55 Grad stirbt er.

Woran erkennt man einen Befall?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf einen Befall schließen lassen. Am eindeutigsten ist es, wenn man Larven oder ausgewachsene Käfer findet. Es gibt aber auch Hinweise am Holz und drum herum, auf die man aufmerksam achten sollte:

  • Fraßgeräusche
  • Sägemehlhäufchen
  • Ausbeulungen (die Fraßtunnel liegen direkt unter der Holzoberfläche)
  • Schlupflöcher

Wer sich unsicher ist, kann zudem einen Klopftest durchführen. Durch die Gänge im Holz hört es sich oft hohl an. Außerdem lautet die Devise: Je früher ein Befall erkannt werden kann, desto besser. Denn der Hausbock ist ein Vielfraß, vermehrt sich schnell und richtet daher schon in kurzer Zeit große Schäden an.

Den Hausbock effektiv bekämpfen

In Deutschland ist die Bekämpfung in der DIN 68800-4 festgelegt. Wichtig ist, dass Betroffene einen Experten hinzuziehen. Denn um den Schädling effektiv zu bekämpfen, braucht es spezielle Maßnahmen.

Bei einem geringen Befall kann eine chemische Bekämpfung oder eine Erwärmung der betroffenen Stelle mit Mikrowellenstrahlen bereits ausreichend sein. Bei einem größeren Befall müssen marode Teile mitunter saniert oder sogar ausgetauscht werden. In einigen Fällen ist auch eine thermische Behandlung empfehlenswert, bei der man den betroffenen Bereich mit über 60 Grad heißer Luft behandelt.

Hinweis: In manchen Bundesländern ist der Befall durch den Hausbock meldepflichtig. Manche Bundesländer verpflichten außerdem dazu, den Schädling unverzüglich zu bekämpfen und überdies die Bauaufsichtsbehörde schriftlich über den erteilten Auftrag und dessen Abschluss zu informieren.

Kann man dem Hausbock vorbeugen?

Am besten kann man dem Hausbock vorbeugen, in dem man bei Neubauten Hölzer verwendet, die weniger attraktiv für ihn sind. Dazu gehören beispielsweise Laub- oder Kernhölzer. Außerdem empfehlenswert sind technisch getrocknete oder thermisch behandelte Hölzer.

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