13. Oktober 2026, 16:44 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten
Wer ein Haus baut oder sich einen Garten anschaffen möchte, plant häufig auch eine eigene Terrasse dazu. Diese eignet sich perfekt als Rückzugsort nach einem anstrengenden Arbeitstag. Doch schnell steht die Frage im Raum, was sinnvoller ist – eine Holzterrasse oder eine aus Stein? myHOMEBOOK gibt einen Überblick über grundlegende Schritte beim Bau von Holz- und Steinterrasse und erklärt, welche Kosten je nach Bauart auf Sie zukommen können.
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Übersicht
Steinterrasse vs. Holzterrasse – wo liegen die Unterschiede im Bau?
Sowohl Holz als auch Stein sind beliebte Materialien für den Bau einer Terrasse. Zwar bringen beide Varianten sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich, nicht alle davon sind jedoch auf Anhieb erkennbar. Lohnt es sich, bei einer Terrasse auf professionelle Hände zu vertrauen, oder ist ein solches Projekt auch als DIY-Lösung möglich? Welche Kosten sollte man bedenken und wie aufwendig ist am Ende der Bau?
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Der Bau der Holzterrasse
Der richtige Standort ist wichtig
Eine Terrasse zu bauen, erfordert schon im Voraus einiges an Planung. Schließlich muss das Grundstück groß genug sein und die Ausrichtung sollte stimmen. Denn je nach Lage der Terrasse hat man zu unterschiedlichen Tageszeiten Sonnenstrahlen. Aber auch unabhängig davon ist die Lage der erste wichtige Punkt in der Unterscheidung.
Eine Holzterrasse sollte eher an einem sonnigen und vor allem trockenen Standort gebaut werden. Holz reagiert empfindlich auf zu feuchte Standorte und kann je nach Lage und Feuchtigkeitsgrad auch schnell einen unschönen Grünbelag bilden. Vor allem dann, wenn die Terrasse zu nah an Bäumen gebaut wird. Das Naturmaterial Holz ist zudem anfällig für Pilzbefall und Holzfäule, weswegen Holzterrassen auch speziell behandelt werden müssen.
Übrigens: Zwar schützt auch eine Steinterrasse nicht vor Grünbelag, allerdings lässt er sich dort einfacher entfernen. Denn Stein ist deutlich robuster als Holz. Während Holz mit Schmierseife oder einem Spezialreiniger und einer weichen Bürste behandelt werden muss, können Sie den Belag auf einer Steinterrasse mit einer harten Bürste und heißem Wasser loswerden.
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Die Vorbereitung
Wer sich noch zwischen Holz- und Steinterrasse entscheiden kann, muss grundsätzlich bedenken, dass beide Varianten eine Vorbereitung des Bodens voraussetzen. Ganz gleich also, worauf die Wahl am Ende fällt: Die Grundlage dafür muss geschaffen sein, denn sonst kann auch die beste Terrasse nicht halten.
Bei der Planung der Holzterrasse sollten Sie bedenken, dass diese zu Ablaufzwecken von Wasser und Co. ein Gefälle von 2 Prozent haben muss. Genau das sollte also bereits beim Aushub berücksichtigt werden.
Eine Holzterrasse bauen
Eine Holzterrasse zu bauen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Untergrund weniger aufwendig vorbereitet werden muss als bei einer Terrasse aus Stein.
Damit eine Holzterrasse stabil und langlebig bleibt, benötigt sie zunächst einen tragfähigen, ebenen und wasserdurchlässigen Untergrund. Darauf wird eine witterungsbeständige Unterkonstruktion verlegt, die keinen direkten Kontakt zum Erdreich haben sollte und ausreichend Abstand für die Belüftung lässt. Ein leichtes Gefälle von etwa zwei Prozent führt Regenwasser vom Gebäude weg und verhindert Staunässe. Die Terrassendielen werden quer zu den Tragbalken montiert und mit kleinen Fugen verlegt, damit das Holz arbeiten und Feuchtigkeit abtrocknen kann. Die genauen Abstände der Unterkonstruktion und Befestigungspunkte richten sich nach Holzart, Dielenstärke und den Vorgaben des Herstellers.
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Die Kosten einer Holzterrasse
Über allem steht natürlich nicht nur der Aufwand beim Bau einer Holzterrasse, sondern schlichtweg auch die Kosten, die damit einhergehen. Wer eine Holzterrasse mit Maßen zwischen 15 und 25 Quadratmetern von einem Fachbetrieb bauen lassen möchte, sollte bedenken, dass nicht nur Personalkosten gezahlt werden müssen, sondern auch eine fachgerechte Montage, dazu noch das Holzmaterial und auch die entsprechende Vorbereitung des Bodens.
Beauftragen Sie also einen Garten– und Landschaftsbauer für die Arbeit, sollten Sie bei einer 25 Quadratmeter großen Fläche mit Kosten bis zu 5000 Euro rechnen. Die genauen Preise hängen natürlich nicht nur vom Anbieter ab, sondern auch von den zusätzlichen Aufgaben, die im Bau inkludiert sind, also beispielsweise Aushub und Verdichtung des Bodens, aber auch von spezielleren Baukonstruktionen, falls die Terrasse auf einem Hang gebaut wird oder es Sonderwünsche in der Anfertigung gibt. Auch sollten Sie bedenken, dass etwaige Treppen, Geländer, aber auch die Entsorgung von Müll und auch der Bau von Überdachungen meist Extrakosten verursachen.
Wer eine Holzterrasse selbst bauen möchte, sollte je nach Materialkosten mit einem Budget von 1500 Euro bis 4000 Euro planen.
Der Bau einer Steinterrasse
Auch Stein braucht einen guten Standort
Während es beim Holz eher darum geht, dass dieses nicht so empfindlich auf Nässe reagiert, sollte bei einer Steinterrasse auf die Sonne geachtet werden. Nicht nur, zu welcher Tageszeit Sie dann in der Sonne sitzen können und möchten, ist wichtig. Ist die Steinterrasse vor allem im Sommer zu viel Sonne ausgesetzt, kann sich das Material stark erhitzen. Abgesehen davon sind auch hier das Gefälle der Terrasse und die richtige Vorbereitung des Unterbodens enorm wichtig.
Die Vorbereitung
Vor dem Bau einer Steinterrasse müssen zunächst Pflanzen, Wurzeln und nicht tragfähiger Oberboden vollständig entfernt werden. Die notwendige Aushubtiefe richtet sich nach der Stärke von Frostschutzschicht, Verlegebett und Terrassenplatten. Anschließend wird der Untergrund verdichtet und eine Tragschicht aus Schotter oder Mineralgemisch eingebaut, die ebenfalls lagenweise verdichtet werden muss. Darauf folgt ein gleichmäßiges Splittbett, in dem die Platten verlegt und ausgerichtet werden.
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Eine Steinterrasse bauen
Die Platten für die Steinterrasse sollten Sie mit gleichmäßigen Fugen verlegen und durch eine stabile Randeinfassung gegen seitliches Verrutschen sichern. Ein funktionierender Wasserablauf muss bereits bei der Planung berücksichtigt werden, denn stehende Nässe kann Algenbildung, lockere Platten und Frostschäden begünstigen. Abhängig von Boden, Belag und Anschluss an das Haus können deshalb zusätzliche Entwässerungsrinnen oder Drainagelösungen notwendig sein.
Was kostet eine Steinterrasse?
Ähnlich wie bei Holz können auch Steinterrassen alleine schon durch das verwendete Material im Preis variieren. So sind einfache Betonplatten in der Anschaffung günstiger als Naturstein. Möchten Sie den Bau einem Fachbetrieb übergeben, sollten Sie je nach gewähltem Obermaterial einer Terrasse von 25 Quadratmetern mit Preisen bis zu 7000 Euro rechnen, beispielsweise wenn Sie sich eher für Naturstein entscheiden. Wer eher reinen Beton wählt, kann auch bei 3000 oder 4000 Euro landen. Wichtig ist auch hier: Sonderwünsche, Verlegeart, aber auch Zusatzarbeiten wie Aushub und die generelle Bodenvorbereitung treiben den Preis nach oben.
Sollten Sie sich für das DIY-Projekt entscheiden, können Sie bei einer Steinterrasse in der Größe von 25 Quadratmetern ungefähr mit Preisen bis zu 4500 Euro rechnen. Die größten Kostenpunkte liegen dabei nicht nur bei den Steinplatten, sondern auch beim Aushub, Fugenmaterialien und der Entsorgung.
Schwanken Sie zwischen Steinterrasse und Holzterrasse, sollten Sie die drei wichtigsten Punkte beim Bau für sich abwägen: Wie hoch ist das Budget? Wie ist der Boden beschaffen? Und können Sie selbst sowohl Aushub, Entsorgung und andere Arbeit übernehmen, auch wenn mehrere einzelne Schritte beim Bau notwendig sind. Je nach Antworten müssen Sie selbst wählen. Die Ausrichtung der Terrasse und der persönliche Geschmack können am Ende das Zünglein an der Waage sein und die Präferenz vorgeben.