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Sommerprojekt

Mini-Teich auf der Terrasse oder im Garten anlegen – so geht’s

Eine Zinkwanne bietet sich gut als Behälter für einen Mini-Teich im Garten oder der Terrasse an
Eine Zinkwanne bietet sich gut als Behälter für einen Mini-Teich im Garten oder der Terrasse anFoto: istock/Edda Dupree

Ihrer Terrasse fehlt das gewisse Etwas? Wie wäre es mit einem Mini-Teich, der in den Boden eingelassen ist? Dieses Projekt ist gar nicht so schwer, wie man denken könnte. Denn im Kern besteht die kleine Wasserstelle aus einer Blech- oder Mörtelwanne aus dem Baumarkt.

Wenn ein „echter“ Gartenteich den finanziellen Rahmen sprengt, ist eine Mini-Version aus einer Wanne vielleicht das richtige für Sie. Die Behälter aus Zink oder schwarzem Kunststoff sind nämlich bereits für wenig Geld im Baumarkt zu haben. Viel Platz ist darin zwar nicht, aber für ein paar Wasserpflanzen reicht es allemal. Für Zierfische ist es in einem Mini-Teich leider üblicherweise etwas zu eng. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier.

Mini-Teich auf der Terrasse anlegen – welche Möglichkeiten gibt es?

Die robusten Mörtelwannen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen, in der Regel sind sie jedoch um die 30 Zentimeter tief und rund 80 Zentimeter lang. Sie fassen üblicherweise 60 Liter. Das ist nicht viel, vor allem wenn man bedenkt, dass man das Wasser nicht bis an die Oberkante auffüllen kann. Während man die Mörtelwanne aus optischen Gründen im Boden versenkt oder verkleidet, sind Zinkwannen auch so ein Hingucker im Garten oder auf der Terrasse.

Der richtige Standort für den Mini-Teich

Bevor man sich an Planung und Bau eines kleinen Teichs macht, sollte man sich nach einem passenden Standort umschauen. Denn ist das Becken erst einmal befüllt und bepflanzt, lässt er sich nicht mehr umsiedeln.

Der Teich sollte natürlich vom Sitzplatz auf der Terrasse gut einsehbar sein. Außerdem ist es sinnvoll, wenn er sich im Halbschatten befindet, damit er sich bei direkter Sonneneinstrahlung nicht zu stark aufheizt. Allerdings benötigen auch die Wasserpflanzen ein paar Sonnenstunden am Tag. Ein Vorteil eines Beckens, das im Boden eingelassen ist: Das Wasser bleibt darin länger kühl, auch im Sommer.

Tipp: Erhitzt sich das Wasser bei sommerlichen Temperaturen stark – was vor allem bei der Zinkwanne passieren kann – kann man mit kaltem Wasser nachregulieren.

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Mini-Teich aus Zinkwanne anlegen

. Da die Wanne einfach nur auf die Terrasse oder daneben gestellt wird, ist auch keine besondere Vorbereitung nötig. Man kann also direkt mit der Bepflanzung beginnen.

Mini-Teich aus Mörtelwanne anlegen

Je nach Terrassenart – gepflastert oder aus Holz – geht man beim abgesenkten Mini-Teich aus einer Mörtelwanne unterschiedlich vor. Während man bei der Pflastersteinterrasse ein paar Steine entfernt und ein Loch aushebt, muss man bei der Holzterrasse zunächst ein entsprechendes Loch heraussägen – welches sich auch nicht mehr ohne weiteres zurückbauen lässt. Bei letzterem Fall bietet es sich deshalb vielleicht auch an, den Miniteich als Terrassen-Erweiterung anzulegen. Auch ein Fass oder Zuber aus Holz kann als Behälter herhalten, allerdings sollte man sicherstellen, dass er auch wasserdicht ist. Ansonsten mit Teichfolie auskleiden.

Abgesenkter Mörtelwannen-Teich in der Terrasse – Anleitung

Damit die Wanne nicht mit der Zeit absinkt, muss der Unterbau entsprechend vorbereitet werden. Das Gewicht des Wassers sollte man nämlich nicht unterschätzen. So geht man bei einer gepflasterten Terrasse vor:

  • Steine entsprechend der Wannengröße abtragen, vorher genau abmessen
  • Loch ausheben, rund 15 Zentimeter tiefer als die Wanne für Schotter-Fundament
  • Schotter- oder Kiesschicht einfüllen, darüber kommt Sand
  • Untergrund verdichten und mit Wasserwaage nivellieren
  • Wanne einsetzen und prüfen, ob sie gerade und bündig sitzt
  • Gegebenenfalls die Lücke zwischen Wanne und Terrassenbelag mit Steinen auffüllen
  • Natur- oder Klinkersteine im Behälter platzieren für unterschiedliche Höhenverhältnisse
  • Wannenboden mit Kieselsteinen bedecken
  • Mit Regenwasser füllen und nach Wunsch bepflanzen

Tipp: Ein kleines Gitter aus Drahtgewebe um den Mini-Teich auf der Terrasse kann verhindern, dass Igel oder andere Gartentiere auf Wassersuche hineinfallen.

Mini-Hochteich verkleiden

Wenn man den Teich aus der Mörtelwanne (oder einem anderen geeigneten Behälter) nicht komplett im Boden versenken möchte, kann man ihn auch oberirdisch platzieren. Verkleiden lässt sich der Mini-Hochteich beispielsweise mit Rundhölzern, die wie Palisaden rund um das Becken in den Boden eingegraben und mit einer Schnur zusammengespannt werden. Aber auch eine gemauerte Verkleidung kann sich hier anbieten – und ist auch weniger witterungsanfällig. Allerdings ist dann auch ein solides Fundament nötig, auf dem die Steine sitzen und nicht absacken.

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Mini-Teich richtig bepflanzen

Im Gartencenter gibt es eine große Auswahl an Wasserpflanzen, beispielsweise Wasserhyazinthe oder Wassersalat. Allerdings sollte man die geringe Wassertiefe berücksichtigen. Flachwasser- und Schwimmpflanzen fühlen sich darin wohl, auch Zwerg-Seerosen können darin platziert werden. Allerdings brauchen diese etwas mehr Pflege, da sie ansonsten die Blüte verweigern könnten. Im Sommer sollte man den Wasserstand im Auge behalten und alle paar Tage nachfüllen, da es je nach Temperatur schnell verdunsten kann. Unbedingt Regenwasser verwenden, Leitungswasser eignet sich nicht.

Hinweis: Im Herbst sollte man die Wasserpflanzen zum Überwintern – wie auch andere Kübelpflanzen – an einen geschützten Ort verfrachtet werden. Dazu eignet sich ein Wassereimer. Vor dem ersten Frost sollte man den Teich ausleeren. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie der Gartenteich den Winter übersteht.

Wasserpflanzen für den Mini-Teich

Bei den Pflanzen kommt es auf die richtige Wassertiefe an. Bereits beim Kauf sollte man deshalb darauf achten. Ist das Wasser zu tief für die Teichpflanzen, können sie faulen. Ist es allerdings zu seicht, gehen sie ein. Eine Ausnahme bilden schwimmende Wasserpflanzen wie die Wasserhyazinthe oder der Schwimmfarn. Diese treiben auf der Oberfläche, die Wurzeln sind unter Wasser. Hier einige Pflanzen, die sich für den Mini-Teich eignen und die entsprechende Wassertiefe:

30-40 Zentimeter Wassertiefe:

  • Teichrose: 30 bis 40 cm
  • Wasserfeder: 30 bis 40 cm
  • Hechtkraut: 30 bis 40 cm

20-30 Zentimeter Wassertiefe:

  • Zyperngras: max. 30 cm
  • Lotusblume: max. 30 cm
  • Igelkolben: mind. 20 cm
  • Froschlöffel: mind. 20 cm

5-15 Zentimeter Wassertiefe:

  • Sumpfdotterblume: 10 bis 15 cm
  • Sumpfkalle: 10 bis 15 cm
  • Pfeilkraut: 10 bis 15 cm
  • Eidechsenschwanz: rund 5 cm
  • Japanische Sumpfiris: rund 5 cm
  • Gauklerblume: rund 5 cm

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Schwimmende Teichpflanzen:

  • Zwerg-Seerose (schwimmend, aber Austrieb auf dem Grund)
  • Feenmoos
  • Schwimmfarn
  • Algenfarn
  • Wasserschlauch
  • Muschelblume
  • Froschbiss
  • Wasserhyazinthe
  • Zwergwasserlinse

Warum Steine im Mini-Teich wichtig sind

Legt man verschieden große Steine auf den Beckengrund, entstehen unterschiedliche Wassertiefen. Darauf lassen sich Wasserpflanzen gut platzieren. Aber auch Tiere, die in den Mini-Teich gefallen sind, können dann leichter wieder herausklettern.