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Wassergarten richtig pflegen

Das hilft gegen Algen im Gartenteich

Gartenteich richtig anlegen
Ein Gartenteich mit seinen zahlreichen Bewohnern bereichert jeden GartenFoto: dpa picture alliance

In einem Gartenteich blüht das Leben! Manchmal leider auch der Algen-Teppich. myHOMEBOOK verrät, wie Sie diesen eindämmen können und welche Tiere und Pflanzen sich in diesem Biotop wohl fühlen.

Wunderreich Gartenteich! Ob außergewöhnliche Wasserpflanzen oder kleine Insekten und Tiere – im und am Wasser blüht, wuselt und lebt es! Die kleinen Bewohner sind wahre Nützlinge für Ihren Garten. Viele Insekten fressen auch Algen. Damit die kleinen Gartenhelfer reichlich angelockt werden, ist die Pflanzenwahl entscheidend.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Gartenteich?

Ein Gartenteich ohne Pflanzen ist nackt. Und ein nackter Anblick ist nicht immer schön. Doch nicht nur, weil außergewöhnliche Wasser-Pflanzen auch eine außergewöhnliche Atmosphäre zaubern – klug angelegt, bietet die Teich-Bepflanzung Fischen, Kaulquappen und Insekten Schutz. Generell gibt es drei Arten unter den Teichpflanzen: Unterwasser-Pflanzen, Schwimm-Pflanzen und Schwimmblatt-Pflanzen. Zu letzterem zählt die Seerose.

Bei der Seerose auf Wucherung achten

Seerose passen gut in den Gartenteich
Wuchert die Seerose ein Drittel oder mehr vom Teich zu, kippt das WasserFoto: Getty Images

Das gilt auch für andere Teich-Pflanzen wie Wasserlinse, Großer Algenfarn oder Schwimmfarn. Wenn diese Pflanzen überhand nehmen, sterben die Unterwasser-Pflanzen im Teich ab, da sie das Sonnenlicht nicht mehr erreicht. Folge: Im Wasser entsteht Sauerstoff-Mangel, Fische sterben, Algen blühen, der Teich kippt.

Tipp: Setzen Sie Schwimmblatt-Pflanzen wie die Seerose in speziellen Pflanzenkörben in den Teich. So können Sie die Pflanzen im Herbst leichter aus dem Wasser heben oder dann, wenn sie zu viel Platz im Teich beansprucht. Zudem verhindern Sie, dass die Wurzeln durch den Teichboden wachsen.

Auch Schwimm-Pflanzen können wuchern

Krebsschere hat weiße Blüten, schön für den Gartenteich
Blätter und Blüten der Krebsschere tauchen aus dem Wasser auf, sobald die Pflanze blühtFoto: Getty Images

Der Name verrät es schon, Schwimm-Pflanzen schwimmen auf der Wasseroberfläche. Ihre Wurzeln sind recht kurz, daher besteht keine Gefahr, dass sie den Teich-Boden beschädigen. Zu den Schwimm-Pflanzen zählen beispielsweise der Froschbiss, die Krebsschere oder das Wasserlebermoos. Auch diese Pflanzen können wuchern. Bedeutet: Sie müssen diese ab und zu ausdünnen.

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Unterwasser-Pflanzen wichtig für Wasser-Qualität

Tausendblatt lebt auf dem Boden vom Gartenteich
Das Tausendblatt erzeugt für Fische lebensnotwendigen SauerstoffFoto: Getty Images

Diese Pflanzenart lebt und gedeiht unter Wasser auf dem Teichboden. Nur ihre Blüten reichen über die Wasseroberfläche. Zu der Art zählen zum Beispiel Laichkraut, Hornblatt, Wasserschlauch oder Tausendblatt. Diese Pflanzen sind wichtig für einen guten Sauerstoffgehalt im Wasser, den Fische zum Überleben brauchen.

Pflanzen, die sich am Ufer wohl fühlen

Schwerlilien sind gut für den Gartenteich
Im Juni öffnen sich die Blüten der Schwerlilie, die gold-gelb über dem Teich leuchtenFoto: dpa picture alliance

Das leuchtende Gelb der Schwertlilie verleiht einem Gartenteich einen ganz eigenen Zauber. Diese winterharte Pflanze wächst und gedeiht hervorragend im flachen Wasser-Bereich des Teichs. Auch der Rohrkolben, die seltene Seekanne und der Gilbweiderich fühlen sich hier wohl, da sich das seichte Wasser schneller erwärmt.

Diese Insekten leben am und im Gartenteich

Eine Libelle ist gut für den Gartenteich
Libellen besitzen kräftige Muskeln im Brustkorb, mit denen sie ihre Flügel geschickt steuern – wichtig für die Jagd nach BeuteFoto: Getty Images

Wasserflöhe, Süßwasserkrebse, Wanzen, Schnecken. Ein Gartenteich ist ein lebendiges Biotop – Lebensraum für Insekten aller Art. Viele davon ernähren sich von kleineren Insekten oder von Algen. Deshalb sind sie wichtig für eine gute Wasserqualität.

Auch Libellen lieben Wasser. Sie legen ihre Eier am Teichrand ab. Die Larven leben lange im Wasser, erst nach ein paar Jahren krabbeln sie ans Land und verwandeln sich in Fluginsekten. An heißen Tagen ruhen sich Libellen auf einem Blatt aus oder schweben wie Mini-Hubschrauber durch die Luft. Libellen ernähren sich von kleinere Insekten, sind dadurch ein natürlicher Mücken- und Fliegenschutz.

Räuberisch leben auch die kleinen Wasserläufer oder Rückenschwimmer. Sobald sich ein Insekt im Wasser bewegt, sind sie zur Stelle. Rückenschwimmer spritzen ihrem Opfer eine Art Verdauungssaft ein und saugen es anschließend aus.

Muscheln – Lebender Wasserfilter

Eine Teichmuschel ist gut für den Gartenteich
Mit ihrem kräftigen Fuß bewegt sich die Große Teichmuschel fortFoto: dpa picture alliance

Süßwasser-Muscheln sind ein echter Hingucker für Ihren Gartenteich. Die Schalentiere sehen nicht nur gut aus, sie reinigen auch das Wasser, indem sie es filtern. Warum tun sie das? Sie ernähren sich von Bakterien und Algen im Wasser. Faszinierend: Eine Muschel trägt bis zu zwei Millionen Eier aus. Die daraus hervorgehenden Muschellarven nisten sich in die Haut von Fischen ein, leben dort eine Zeit lang als Parasit, bis sie groß genug sind und abfallen.

Frösche sind wichtige Nützlinge

Frösche sind gut für den Gartenteich
Drollig, gesellig und nützlich: Ein Gartenteich ist für Frösche das wahre Paradies. Hier finden sie Nahrung und Partner zur Paarung.Foto: Getty Images

Molche, Kröten und Frösche fühlen sich am und im Wasser wie zu Hause. Sie kommen in der Regel von alleine, sobald Sie einen Teich anlegen. Falls nicht, können Sie diese auch im Zoohandel erwerben. Oder Sie fragen einen netten Teichbesitzer, ob dieser Ihnen ein paar Tiere abgibt. Frösche ernähren sich von Insekten, Käfern, Würmern und Spinnen – sie sind wahre Nützlinge für Ihren Garten.

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Welche Fische passen in den Teich?

Moderlieschen sind gut für den Gartenteich
Ganz schön trickreich: Moderlieschen können Insekten aus der Luft fangenFoto: dpa picture alliance

Auch Fische sind wahre Wasserfilter, denn viele Arten ernähren sich von Algen. Allerdings nicht nur: Auch Insekten-Larven stehen auf ihrem Speiseplan. Legen Sie Wert auf ein intaktes Insekten-Leben, sollten Sie nur wenige Fische halten – oder gar keine.

Wenn doch, dann wählen Sie heimische Arten: Für einen kleineren Gartenteich eignen sich kleine Schwarmfische wie das Moderlieschen. Sie fühlen sich im Rudel wohl, daher sollten Sie mindestens zehn bis fünfzehn Stück ins Wasser setzen. Auch gut: Bitterlinge, Gründlinge oder Stichlinge.

Was hilft noch gegen Algen im Teich?

Die meisten Gartenteiche haben keinen Abfluss. Durch das stehende Gewässer können sich mitunter schnell Algen breit machen. Sie können dagegen vorgehen, indem Sie wenig düngen und so den Nährstoffgehalt reduzieren. Die Experten vom Naturschutzbund (Nabu) empfehlen zudem aufgespannte Netze, die herabfallendes Laub im Herbst auffangen.

Tipp: Regenwasser ist ideal für Ihren Gartenteich. Weil dieses ärmer an Nährstoffen ist, wachsen darin weniger Algen. Lassen Sie das Wasser über Steine fließen oder in den Teich durch ein Rohr tropfen, reichert es sich mit Sauerstoff an, das ist gut für die Teich-Bewohner.

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Filterpumpen und Torf gegen Algenwuchs

Bleibt das Wasser weiterhin trüb, müssen Sie Filterpumpen einsetzen. Diese filtern das Wasser und fangen Schwebstoffe und Algen heraus. Geräte finden Sie im Fachhandel. Dort bekommen Sie auch Pumpen, die auf biologische Art filtern.

Algenvernichtungsmittel sollten Sie nur im Springbrunnen einsetzen. Im Gartenteich kann die Chemie-Keule das Wasser schwer belasten und den Teichpflanzen zu schaffen machen.

Tipp: Schwarztort oder Torf-Extrakte im Wasser senkt den Kalkgehalt und steigert die Wasserqualität. Das hemmt den Algenwuchs.

Wie lege ich einen Gartenteich an?

Planen Sie mit Köpfchen! Wie wollen Sie Ihren Teich gestalten? Bedenken Sie: flaches Gewässer ist gut für Wasserpflanzen, tiefes ist gut für Fische, sie überwintern am Teichboden. Ist der Boden in Ihrem Garten lehmhaltig, können Sie den Teich mit einer Gartenschaufel ausheben und den Boden anschließend feststampfen. Befüllen Sie die Grube anschließend mit Wasser, das sie ab und zu nachfüllen.

Eine Teichplane ist gut für den Gartenteich
Für einen tiefen Teich sollten Sie eine starke Teichfolie wählenFoto: dpa picture alliance

Wenn die Beschaffenheit der Garten-Erde das Ausheben und platt treten nicht zulässt, legen Sie in der Mulde eine Teichfolie aus. Dadurch verhindern Sie, dass das Wasser versickert. Kunststoff-Folien gibt es in unterschiedlichen Stärken und Farben im Gartencenter, Fachhandel oder online. Bei sehr steinigen oder unebenen Böden sollten Sie vor dem Verlegen der Folie eine Schicht Sand verteilen.

Vermeiden Sie steile, glatte Uferkanten! Diese sind eine Todesfalle für Tiere, die ins Wasser gefallen sind! Steine oder kleine Äste, die Sie am Wasserrand auslegen, bieten ihnen hingegen die Möglichkeit, sich an Land zu retten. Sie können auch ein Gitter oder Igelbrett schräg ins Wasser legen.

Flachwasser-Zone zur Sicherheit

Um den Teich für Kleinkinder sicher zu gestalten, sollten Sie eine ein Meter breite Flachwasser-Zone einplanen. Die Zone ist zudem wichtig für die Wasserqualität, hier wachsen eine Menge Wasser-Pflanzen, tummeln sich Amphibien und Fische.

Ein Fertigteich für gerade Uferkanten

Im Baumarkt oder Gartencenter werden Teichschalen aus Kunststoff in vielen verschiedenen Formen und Größen angeboten. Gerade bei der Planung eines rechteckigen Teichs lohnt sich der Kauf eines Kunststoff-Beckens. Geometrische Teich-Formen lassen sich nur schwer von Hand formen. Wegen der Wasserpflanzen sollte das Kunststoffbecken mindestens 60 Zentimeter tief sein. Optimal sind 80 Zentimeter.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Miniteich?

Wasserfeder ist gut für den Gartenteich
Die Blütezeit der Wasserfeder reicht von Mai bis JuliFoto: dpa picture alliance

Kein Platz für einen großen Gartenteich? Dann gestalten Sie sich doch Ihren kleinen Miniteich! Das geht ganz leicht mit einem kleinen Trog, Kübel oder einer Regentonne. Stellen Sie den Behälter an einen Platz mit Halbschatten, das Wasser würde sich sonst in der prallen Sonne zu schnell erwärmen.

Prinzipiell können Sie jede Wasserpflanze im Miniteich unterbringen. Damit es irgendwann kein Platzproblem gibt, achten Sie auf Sorten, die nicht stark wuchern wie zum Beispiel die Zwerg-Seerose. Gut geeignet sind auch Tausendblatt, Pfeilkraut, Wasserfeder, Zwerg-Rohrkolben, Brennender Hahnenfuß.

Miniteich auf dem Balkon?

Hier könnten Sie leicht Probleme mit der Statik bekommen. Bei Balkons von Neubauten gilt eine Verkehrslast von 400 Kilogramm pro Quadratmeter. Die sind schnell erreicht bei einer gefüllten Regentonne und zwei Personen auf dem Balkon. Lösung: Der Miniteich muss schrumpfen! Und zwar zu einem Zwergteich. Den kriegen Sie locker in einer Tonschale oder Schüssel unter. Und auch für dieses Teichmodell gibt es die passenden Pflanzen: Eine Chinesische Zwerg-Wasserrose braucht lediglich 10 bis 20 Zentimeter Wassertiefe und blüht über den ganzen Sommer. Auch interessant: Wasserfarn, Wassersalat oder Wasserhyazinthe.

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Wie umgehen mit Schädlingen am Gartenteich?

Grundsätzlich sollten Sie bei der Bekämpfung von Schädlingen am Gartenteich von Pestiziden absehen. Die Chemie kann auch andere Tiere vergiften. Gelangen Pestizide ins Teichwasser, sterben außerdem die Fische.

  • Blattläuse lassen sich mit selbst angesetzter Rhabarber-Jauche und Rhabarber-Brühe bekämpfen.
  • Spitz- und Schlammschnecken können zur Plage werden. Sie müssen aus dem Teich herausgefischt werden.
  • Die Raupen des Seerosen-Zünsler können Seerosen kahl fressen. Sie müssen sofort abgesammelt werden. Setzen Sie insektenfressende Fische ins Wasser: Barsche, Goldorfen oder Elritzen.
  • Pflanzen Sie gegen Pilze und Bakterien widerstandsfähige Pflanzen-Sorten.

Wie sichere ich den Gartenteich?

Ist das Grundstück offen zugänglich, müssen Sie auf jeden Fall den Gartenteich ausreichend sichern. Nicht so schön, aber sicher: ein Zaun rund um den Teich. Auch ein Baustahl-Gitter oder ein stabiler Drahtzaun, direkt unter der Wasseroberfläche angebracht, können Schutz vor dem Ertrinken eines Kleinkindes bieten. Schutz bieten auch Auffangmatten, die so im Teich montiert werden, dass ein Kind nicht hineinfallen kann.

Weitere Sicherheitstipps sind eine stachelige Bepflanzung rund um den Teich, raue Steine zum Festhalten und schwimmende Warnmelder.