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Schnelle Hitze, präzise Steuerung

So funktioniert ein Infrarot-Kochfeld

Infrarot Kochfeld
Das Infrarot-Kochfeld ist vielen als Ceran-Kochfeld bekannt Foto: Getty Images / Sergei Klopotov
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15. Juni 2026, 17:19 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kochen ist manchmal hohe Kunst, oft allerdings auch nur eine Frage der richtigen Hitzedosierung. Offene Feuerstellen gibt es in Wohnungen schon länger nicht mehr. Gas erzeugt auf einen Schlag große Hitze, gilt allerdings als gefährlich. Die klassische Herdplatte benötigt ewig, um auf Temperatur zu kommen, und mindestens genauso lange, um wieder abzukühlen. Moderne Kochfelder setzen auf Infrarot. Wie das Kochen mit einem Infrarot-Kochfeld funktioniert und was die Vor- und Nachteile sind, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.

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Den meisten unter Ceran-Kochfeld bekannt

Ein Infrarot-Kochfeld nutzt Strahlungswärme statt klassischer Wärmeleitung. „Elektrischer Strom fließt durch ein Heizelement, in diesem Falle ein Halogen-Heizstab“, erläutert Patrick Bastian vom Bundesumweltamt in Dessau auf Nachfrage von myHOMEBOOK. „Der Heizstab erhitzt sich auf mehrere hundert bis tausend Grad Celsius, gut sichtbar durch das orange-rote Aufleuchten des Heizelementes durch die Glaskeramik hindurch. Dabei entsteht eine Infrarotstrahlung. Diese durchdringt die Glaskeramik und trifft auf den Topfboden. Gleichzeitig erwärmt sich auch der Keramikboden und gibt zusätzlich Wärme an den Topf ab.“

Umgangssprachlich hat sich für diese Art des Herds der Name Ceran-Kochfeld etabliert. Bei „Ceran“ handelt es sich allerdings um einen Markennamen der Firma Schott. Diese hat sich in den frühen 1970er Jahren auf Kochfelder aus Glaskeramik spezialisiert. Technisch korrekt lautet der Name daher Infrarot-Kochfeld.

Auch interessant: Ceran- und Induktionskochfelder – das sind die Unterschiede

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Kaufkriterien für Infrarot-Kochfelder

Inzwischen gibt es viele Hersteller solcher Kochfelder mit Infrarot-Technologie. Auf dem Markt befinden sich bekannte Namen wie AEG, Bosch, Gorenje, Miele oder Siemens. Die Liste kann nicht vollständig sein.

Aus Sicht des Umweltbundesamts kommt es auch nicht unbedingt auf die Marke an. „Verbraucher sollten vor dem Kauf darauf achten, ob Ersatzteile wie Heizelement, Regler, Thermostat, Kontroll-Lampen für das jeweilige Modell über ausreichend lange Zeiträume verfügbar sind oder der jeweilige Hersteller entsprechende Reparaturleistungen anbietet.“ Zudem empfiehlt Bastian, Reparaturen an einem solchen Kochfeld nur von ausgebildeten Fachkräften durchführen zu lassen. „Das Risiko eines Stromschlags oder eines Brandes darf hier nicht unterschätzt werden.“

Vor- und Nachteiledes Infrarot-Kochfelds

Im Vergleich zur klassischen Kochplatte aus Gusseisen, einem Gasherd oder einem Induktionsherd hat das Kochen mit Infrarot-Strahlung einige Vorteile:

  • relativ niedrige Anschaffungskosten
  • pflegeleichte Oberflächen
  • universelle Topfwahl
  • Restwärme der Kochzone, um beispielsweise Essen warmzuhalten

Allerdings gibt es auch ein paar Punkte, die negativ ins Gewicht fallen:

  • Stromverbrauch etwa 20 bis 30 % höher als bei einer Induktionsplatte
  • geringere Energieeffizienz im Vergleich zur Induktionsplatte durch höhere Wärmeverluste: Zuerst erwärmt sich das Heizelement, dann die Glaskeramik, dann der Topf, erst dann der Inhalt
  • langsamere Temperaturänderungen
  • hohe Oberflächentemperatur der Kochfläche, in der Folge Verbrennungsrisiko.

Deswegen fällt das Urteil aus Sicht von Patrick Bastian vom Umweltbundesamt eindeutig aus: „Induktion hat den höchsten Wirkungsgrad aller Herdtechnologien und ist daher technisch und energetisch die effizienteste Lösung.“ Zwar erfordere die Herstellung mehr Material. Zudem seien zum Kochen spezielle Töpfe und Pfannen notwendig. „Allerdings werden die Aufwendungen durch den geringeren Energieverbrauch über die Betriebsjahre kompensiert“, betont der Experte vom Bundesumweltamt.

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