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Die besten Anbieter, was es kostet ...

Wussten Sie, dass man Kunst für zu Hause mieten kann?

Kunst zu Hause: Eine Frau hängt ein Bild an einer Wand auf
Ein originales Kunstwerk kann man für die eigenen vier Wände auch mietenFoto: Getty Images

Kunst für zu Hause? Das muss nicht unbezahlbar sein. Man kann sich Bilder, Fotografien und Plastiken sogar für eine Zeit lang ausleihen. Aber wo findet man das richtige Werk für die eigenen vier Wände?

Ein gutes Kunstwerk hat seinen Preis. Mit anderen Worten: Für den Käufer kann es teuer werden. Es gibt jedoch die Möglichkeit, Kunst für zu Hause zu mieten. Wer noch unentschlossen ist, kann sich mit dem Werk seiner Wahl erstmal für einige Zeit auseinandersetzen. Das ist sinnvoll, denn oftmals erschließt sich ein Kunstwerk nicht auf den ersten Blick. Verliebt man sich in die Kunst, kann man es später noch kaufen – oder auf neue Entdeckungstour gehen. Doch nicht nur für private Haushalte ist eine Kunstleihe attraktiv. Bilder, Fotografien, Grafiken oder Plastiken werden gerne auch von Unternehmen oder Institutionen für ihre Geschäftsräume ausgeliehen.

Wo kann ich Kunst für zu Hause mieten?

Das geht ziemlich problemlos online. Im Internet gibt es unzählige Anbieter für die Ausleihe von Kunstwerken. In der Regel bekommt man die „Ware“ zu günstigen Konditionen ausgeliehen. Einige Anbieter bieten die Ausleihe sogar kostenlos an, meist mit dem Ziel, noch unbekannten Künstlern Kunstinteressierten vorzustellen.

Das Ausleihen funktioniert ähnlich wie beim Online-Shopping. Man wählt das Werk in Online-Katalog aus, legt die Mindestlaufzeit für die Leihgabe fest und gibt an, wie man bezahlen möchte. Anschließend wird das Kunstwerk geliefert, bei einigen Anbietern kann man die Kunst auch vor Ort abholen.

In der Regel bieten Mietportale ein Versicherungsschutz für die ausgeliehene Kunst an. Es lohnt sich zudem ein Blick in die eigene Hausratsversicherung. Einige Policen decken auch Schäden an Kunstwerken ab. Auch der An- und Abtransport der Werke ist meistens versichert.

Bei Artotheken Kunst für zu Hause kostenlos mieten

Artotheken sind Einrichtungen wie zum Beispiel öffentliche Bibliotheken, Kunstvereine, Museen oder Kulturämter. Dort kann man originale Kunstwerke oftmals von regional ansässigen Künstlern für einen befristeten Zeitraum ausleihen. Und das meistens kostenlos oder für eine geringe Ausleihgebühr.

In Deutschland gibt zahlreiche Artotheken, die man über die Homepage des Verbands findet. Hier bekommt man Auskunft über Adresse, Telefonnummer und Ansprechpartner der jeweiligen Artothek. Darüber lässt sich zudem herausfinden, wie sich die aktuellen Corona-Einschränkungen auf Öffnungszeiten und Verleih auswirken.

Die größte Sammlung an Kunstwerken bietet übrigens die bereits 1970 gegründete Artothek des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.). Zur Auswahl stehen über 4.000 Werke internationaler Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Der n.b.k. verleiht an Personen ab 16 Jahren und mit amtlichem Wohnsitz in Berlin.

Online-Plattformen stellen Kontakt zum Künstler her

Auf bilderpool.org können Privatpersonen wie auch Unternehmen Kunst zur Leihgabe auswählen. Interessant: Die Plattform stellt einen Kontakt zum Künstler her, mit dem man direkt die Kunstvermietung abklärt. Wer unsicher ist, kann sich durch den Künstler zudem beraten lassen. Ab einer Mietdauer von sechs Monaten beträgt die monatliche Leihgebühr zehn Prozent des Wertes des Kunstwerks. Wer die Kunst für ein Jahr oder mehr ausleiht, zahlt monatlich fünf Prozent des Wertes. Die Werke sind vonseiten der Plattform nicht versichert.

Auch auf Social-Media-Plattformen, die wie Pinterest oder Instagramm über Bilder funktionieren, findet man unzählige Anbieter. Teilweise sind das die Künstler selbst, die ihre Werke zum Ausleihen oder Kaufen anbieten. Für viele, die noch nicht durch eine Galerie vertreten sind, bieten die Portale eine gute Möglichkeit, bekannter zu werden. Und eventuell direkt ihre Kunst an den Mann bringen zu können. Allerdings: Das Angebot ist gelinde gesagt wuselig – nicht selten auch gruselig. Um die Kunst zu finden, die einen berührt, bedarf es mitunter viel Geduld.

Eine gute Möglichkeit, in direkten Kontakt mit einem Künstler zu treten, bietet auch myArtPlace.de. Auf dieser Plattform kann man vor allem zeitgenössische Kunst mieten oder kaufen. Preis und Verleihmodalitäten werden individuell vereinbart. Die Werke sind seitens des Portals nicht versichert.

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Kunst fürs Büro mieten

Anbieter wie kunst-mieten.de oder art/share.com haben sich auf Geschäftskunden spezialisiert. Die Mindestlaufzeit für die Ausleihe eines Kunstwerks beträgt meist ein Jahr und kann meist sogar verlängert werden. Der Preis richtet sich bei art/share nach dem Wert des Kunstwerks. Davon sind zwei Prozent als monatliche Gebühr fällig. Hier findet man vor allem junge Künstler im oder nach dem Studium und solche, die bereits Auszeichnungen, Stipendien und Preise gewonnen haben.

Kunst-mieten.de verlangt zwischen 24 und 150 Euro monatlich für die Leihgabe. Der Preis richtet sich unter anderem nach dem Bekanntheitsgrad des Künstlers. Wer will, kann zudem einen Versicherungsschutz vereinbaren. Neben noch unbekannten Künstlern findet man auf dem Portal auch Künstler, die bereits einen Namen haben.

Interessiert, aber keine Ahnung von Kunst?

Eine gute Möglichkeit, neue Kunst zu entdecken und in Kontakt mit jungen Künstlern zu kommen, bietet normalerweise der „Tag der offenen Tür“ an den Kunsthochschulen an. Die Gruppenschau findet meistens zum Ende des Semesters statt. Die Atmosphäre ist locker, ein Gespräch findet sich immer. Wenn es passt, kann man einen Besuch im Atelier des Künstlers vereinbaren. Aufgrund der Corona-Pandemie sollten Sie sich vorab informieren, ob der Tag stattfindet und welche Sicherheitsmaßnahmen gelten.

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Kunstberater geben Orientierung und Übersicht

Wer ganz unsicher ist, kann sich an einen Kunstberater wenden. Der Experte gibt Übersicht über den Kunstmarkt, den Hintergrund eines Künstlers und dessen Werkes. Für Interessierte, die in Kunst investieren oder gar eine Sammlung aufbauen wollen, stellt sich zudem die Frage nach dem Marktwert des Künstlers. Der Experte weiß, welche Preise die Werke auf Auktionen erzielt haben und welche Preisentwicklung zu erwarten ist.

Es gibt jedoch einen Haken: Kunstberater oder Art Consultant kann sich prinzipiell jeder nennen. Dementsprechend viele windige Anbieter tummeln sich auf dem Markt. Hier kann zum Beispiel eine Galerie einen Experten vermitteln. Top-Berater werden meist prozentual beim Kaufwert beteiligt oder über mehrere Jahre mit einer Pauschale vergütet. Dennoch: Das alles hat dann doch wieder seinen Preis. Nicht selten liegt das untere Einkaufsbudget für den Berater im mittleren fünfstelligen Bereich – wohlgemerkt jährlich.