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So funktioniert der Schmutzsensor der Spülmaschine

Der Schmutzsensor der Spülmaschine soll für noch mehr Sauberkeit sorgen
Der Schmutzsensor der Spülmaschine soll für noch mehr Sauberkeit sorgen Foto: Getty Images
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4. Juni 2026, 12:13 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Damit die Spülmaschine möglichst effizient reinigt, also wenig Energie und Wasser verbraucht, besserten die Hersteller in den vergangenen Jahren technisch nach. Der Schmutzsensor bestimmt in den meisten Geräten, welches Reinigungsprogramm sich für das in der Maschine befindliche Geschirr am besten eignet. myHOMEBOOK hat bei der Hausgerätesparte von Bosch nachgefragt und erklärt, wie dieser funktioniert.

Der Schmutzsensor, auch als Aquasensor oder Trübungssensor bekannt, wird in Spülmaschinen seit Mitte der 1990er Jahre verbaut. Einfach gesprochen, misst der Sensor den Grad der Verschmutzung in der Maschine.

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Infrarotlicht zwischen Sender und Empfänger

„Technisch wird beim Schmutzsensor eine sogenannte Gabellichtschranke verwendet“, geht Alex Kostner, Pressesprecher für den Bereich „Große Hausgeräte“ bei Bosch, auf Nachfrage von myHOMEBOOK ins Detail. Dabei werde im Grunde ein Infrarotlicht an den Empfänger gesendet. Je verschmutzter das Spülwasser also sei, desto weniger Licht komme dort an. „Der Verlust an Licht zeigt also, wie stark die Flüssigkeit verschmutzt ist. Dieser Prozess wird während des Spülgangs regelmäßig wiederholt. Die verbaute Software entscheidet dann, wie der Spülprozess optimiert werden kann“, erklärt Kostner.

Um die Trübung des Spülwassers bestmöglich zu messen, befindet sich der Schmutzsensor am Boden des Geschirrspülers. Das ist der sogenannte Pumpensumpf. Hier sammelt sich das meiste Schmutzwasser.

„Mithilfe des Sensors kann der Spülprozess an sich verändernde Bedingungen angepasst werden“, berichtet Kostner. Laut dem Experten könne bei geringer Verschmutzung Wasser eingespart werden, da einzelne Spülschritte entfallen oder reduziert werden. Einige modernere Spülmaschinen verfügen über weitere automatische Programme. Diese können mithilfe des Schmutzsensors auch Temperatur, Spülkraft und Laufzeit verbessern.

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Fehler möglich, aber selten

Allerdings kann es auch zu „Fehlmessungen“ kommen, weil sich der Schmutzsensor der Spülmaschine täuschen lässt. „Er erkennt nicht, welche Schmutzmenge oder -art sich tatsächlich bei Programmstart auf dem Geschirr befindet. Er erfasst nur, welche Schmutzmenge innerhalb definierter Zeitabschnitte abgetragen wird und das Spülwasser zunehmend verschmutzt“, erläutert Alex Kostner den indirekten Messprozess.

Eine solche Situation kann passieren, wenn sich beispielsweise Essensrückstände auf Tellern befinden, diese Rückstände allerdings schon stark eingetrocknet sind. „Dann wird möglicherweise nur sehr wenig Schmutz abgetragen. Gleichzeitig befinden sich Geschirrteile mit sehr stark haftenden Schmutzanteilen im Gerät. Dann kann es passieren, dass wenig Gesamtschmutz gemessen wird und infolgedessen ein relativ gesehen zu schwaches Programm ausgeführt wird“, erläutert der Pressesprecher.

Im Ergebnis sind dann einige Teller oder Tassen nicht komplett gereinigt. Um das zu vermeiden, sollte das Geschirr nicht zu lange trocken herumstehen. Im Zweifel sollten grobe Schmutzreste mit heißem Wasser vorgespült und gelockert werden.

Ansonsten verrichtet der Schmutzsensor in der Spülmaschine ohne weiteres Zutun seinen Job. „Der Sensor ist so verbaut, dass er ständig von Wasser umspült wird. Die Sensoroberfläche wird damit selbständig gereinigt. Eine gezielte Wartung ist also nicht erforderlich“, betont Alex Kostner.

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