Wer in Wärmedämmung investiert, profitiert über Jahre von deutlich niedrigeren Heizkosten Foto: Getty Images
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myHOMEBOOK Redaktion
3. Juni 2026, 11:31 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Eine Wärmedämmung kann die Heizkosten deutlich senken und den Wohnkomfort erhöhen. Doch wenn Anbieter mit pauschalen Aussagen wie „Dämmung spart 50 Prozent Energie“ werben, ist Vorsicht geboten. Denn wie viel sich tatsächlich einsparen lässt, hängt immer vom jeweiligen Gebäude ab.
Vor pauschalen Werbeversprechen warnt auch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „Allgemeine Prozentangaben ohne nachvollziehbare Berechnungen oder Messungen sind fachlich nicht belastbar und können Verbraucher in die Irre führen“, heißt es von den Verbraucherschützern.
Mit einer Berechnung zur realistischen Einschätzung
Wer wissen möchte, ob sich eine Fassadendämmung finanziell lohnt, sollte die möglichen Einsparungen möglichst konkret berechnen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein zeigt dafür auf ihrer Website eine Berechnungsmethode.
Dafür werden drei Werte miteinander multipliziert:
die Differenz zwischen dem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Fassade vor und nach der Dämmung
der Heizaufwand während der Heizperiode (in Kilokelvinstunden, kKh)
die zu dämmende Fassadenfläche
Das Ergebnis zeigt, wie viele Kilowattstunden (kWh) Heizenergie sich pro Jahr einsparen lassen. Kennt man zusätzlich den aktuellen Energiepreis, kann man daraus die jährliche Ersparnis in Euro berechnen. So lässt sich abschätzen, nach wie vielen Jahren sich die Investition amortisiert – oder ob sie sich wirtschaftlich überhaupt lohnt.
Woher bekommt man die nötigen Daten?
Informationen zum aktuellen Zustand der Fassade finden Hauseigentümer mitunter in Bauunterlagen oder alten Plänen. Alternativ kann man Wandstärke und Baumaterial ermitteln. Mithilfe entsprechender Online-Rechner lässt sich daraus häufig auch der U-Wert der Außenwand bestimmen.
Für den Heizaufwand empfehlen die Verbraucherschützer die sogenannte Gradtagzahl. Diese findet sich in der Fachliteratur. Wird sie dort in Kelvintagen angegeben, lässt sie sich für die Berechnung umrechnen: Der Wert wird zunächst mit 24 multipliziert und anschließend durch 1000 geteilt.
Die Fassadenfläche muss dabei nicht auf den Zentimeter genau vermessen werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale reicht es in vielen Fällen aus, die Fläche zu verwenden, die ein Fachbetrieb bereits in seinem Angebot angesetzt hat.
Mit Material der dpa
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