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Warum man Wäsche nicht auf der Heizung trocknen sollte

Wäsche Heizung trocknen
Kleidung sollte man keinesfalls auf der Heizung trocknen Foto: Getty Images / Artico
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Katharina Regenthal
Redakteurin

22. Dezember 2025, 11:54 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn die Wäsche nicht rechtzeitig trocken wird, legt der ein oder andere gerne mal eine Hose, Socken oder ein T-Shirt auf die Heizung. Doch das sollte man unbedingt vermeiden.

Wer kennt es nicht? Das Lieblingsklamottenstück wurde gewaschen, aber es ist nicht rechtzeitig trocken geworden, und man legt es schnell auf die Heizung. Denn einen Trockner hat nicht jeder zu Hause, und außerdem kosten die Geräte Energie und Geld. Doch seine Wäsche auf der Heizung trocknen zu lassen, ist keine gute Idee. myHOMEBOOK hat beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) nachgefragt, warum man das besser sein lassen sollte.

Verringert Wäsche auf der Heizung die Heizleistung?

Allgemein heißt es, dass man Heizkörper nicht zustellen soll, etwa mit einem Schrank oder anderen Dingen. Doch wie sieht es mit Wäsche auf der Heizung aus? Können Hose, Pullover und Co. tatsächlich die Heizleistung einschränken und verhindern, dass sich die warme Luft im Raum verteilt? „Ja, moderne Heizflächen geben ihre Wärmeleistung in Form von Strahlungswärme und in Form von Konvektion (Luftzirkulation) ab. Wird eine solche Heizfläche durch Kleidung abgedeckt, schränkt dies die Wärmeabgabe durch Konvektion ein“, erklärt Frank Ebisch vom ZVSHK auf myHOMEBOOK-Anfrage.

Aber die Wärme kann sich nicht nur nicht mehr richtig im Raum verteilen – die Raumluft nimmt auch die verdunstende Feuchtigkeit auf. „Hierdurch erhöht sich der Lüftungsbedarf“, so Ebisch.

Passend dazu: Darauf sollte man achten, wenn man Wäsche in der Wohnung trocknet

Kosten steigen, Heizleistung verringert sich

Es gibt noch weitere negative Folgen, wenn man sich entscheidet, Kleidung auf dem Heizkörper zu trocknen. So verringert sich nicht nur die Leistung der Heizung – zugleich steigen auch die Kosten.

„Wird am Heizkörperthermostat eine Solltemperatur eingestellt, die aufgrund der durch (nasse) Wäsche eingeschränkte Heizleistung nicht erreicht wird, wird der Durchfluss an Heizwasser erhöht, also versucht, die Leistungsabgabe zu erhöhen“, erklärt Ebisch. Dies könne dann zu einem Mehrverbrauch führen. Der abgedeckte Heizkörper habe dann aber trotzdem weniger Leistung.

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Schimmel wird gefördert

Durch die nasse Wäsche auf der Heizung erhöht sich auch das Risiko, dass sich Schimmel bildet. Wie bereits erwähnt, nimmt die Raumluft die verdunstende Feuchtigkeit auf, wodurch häufiger gelüftet werden muss.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, wie man Wäsche in der Wohnung trocknet. „Wäschetrocknen in der Wohnung kann zu Feuchteproblemen und im ungünstigsten Fall zu Schimmelbildung führen, wenn die anfallende Feuchtigkeit nicht durch Lüften abgeführt wird“, sagt Ebisch. Vor allem das Duschen, Kochen oder Trocknen von Wäsche erhöht die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.

Erhöht sich die Brandgefahr?

Aber die feuchte Wäsche auf dem Heizkörper kann nicht nur die Heizleistung verringern und die Kosten steigern, sondern auch die Brandgefahr erhöhen – zumindest behaupten dies einige Online-Portalen. Doch ist das wirklich der Fall? Frank Ebisch vom ZVSHK gibt zumindest zum Teil Entwarnung: „Bei den üblichen wassergeführten Systemen nicht. Bei älteren elektrischen Öfen oder Raumheizern könnte eine Brandgefahr bestehen.“

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