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Für Genießer

Weinkühlschrank für zu Hause – für wen lohnt sich die Anschaffung?

Weinschrank: Ein Mann nimmt eine Flasche Wein aus dem Regal
Gut gelagert, kann selbst mäßiger Wein zu einem edlen Tropfen werdenFoto: Getty Images

Guter Wein wird noch besser, hat er wohl temperiert gelegen. Problem: Ein normaler Kühlschrank kühlt zwar, für einige Tropfen jedoch zu sehr. Die Temperatur kann zudem immer wieder schwanken. Ein Weinkühlschrank hält die Temperatur hingegen konstant. Gute Geräte bieten sogar noch mehr.

Nichts ist fieser als ein zu warmer Weißwein oder Sekt. Auch ein gehaltvoller Rotwein enttäuscht mit einem faden Geschmack, kommt er zu kalt ins Glas. Wird er hingegen zu warm gelagert, also in der Regel über 18 Grad Celsius, kippt Rotwein schnell. Die Küche ist zum Weinlagern im Regal ein ungeeigneter Ort. Dort schwankt die Temperatur zu sehr, unter 18 Grad wird es dabei selten. Fakt ist: Beim Wein kommt es auf die richtige Temperatur an. Doch nicht jeder besitzt einen Weinkeller, wo ein guter Tropfen auch über längere Zeit in Ruhe lagern kann. Kann da ein Weinkühlschrank weiterhelfen?

Hilft ein Weinkühlschrank, Wein richtig zu lagern?

Auf jeden Fall. Denn ein Weinkühlschrank gewährleistet eine gleichbleibende Temperatur im Innenraum. Wichtig für Weine, die über Monate oder Jahre gelagert werden und dabei gut reifen. Liebhaber von hochwertigen Weinen sollten über die Anschaffung eines Weinkühlschranks ernsthaft nachdenken.

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Optimale Luftfeuchtigkeit wichtig bei der Lagerung von Wein

Ein weiterer Aspekt, der für einen Weinkühlschrank spricht: Solch ein Gerät hält die optimale Luftfeuchtigkeit von mindestens 60 Prozent. Da kann ein normaler Kühlschrank meist nicht mithalten. Was für Eier, Käse und Saft nicht schlimm ist, doch für gute Weine gelten andere Regeln. Denn ein zu trockenes Klima im Innenraum des Kühlschranks schadet schnell dem Naturkorken. Und wird dieser porös, droht Unheil. Wer einmal korkigen Wein getrunken hat, weiß wie grässlich das schmeckt.

Der Show-Effekt bei einem Weinkühlschrank

Das Auge trinkt mit! Ein gut ausgestatteter Weinkühlschrank hat im Innenraum eine dezente Beleuchtung. Die kostbaren Weinschätze kann man so jederzeit durch die Kühlschranktür aus Glas bewundern. So gesehen wirkt ein Weinkühlschrank auch als cooler Einrichtungsgegenstand. Doch Achtung: Auch Licht beeinflusst die Qualität eines Weines. Damit ein edler Tropfen nicht zu früh oder zu spät den gewünschten Reifegrad erreicht, ist bei einem guten Weinschrank die Lichtstärke dimmbar.

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Gute Weinkühlschränke wackeln nicht

Was lange liegt, soll ruhig ruhen. Das gilt vor allem für die höhere Kategorie von Wein. Denn meist sind es teure Weine, die mehrere Jahre gelagert werden. Für Liebhaber zurecht: Die Tropfen werden mit der Zeit noch edler. Problem: Die Weine brauchen weder zu viel Licht, noch Temperaturschwankungen. Auch Erschütterungen können einem empfindlichen Wein schnell zusetzen. Ein besserer Weinkühlschrank dämpft mögliche Erschütterungen mit Kompressoren ab.

Weintemperierschrank für den schnellen Tropfen

Ein Weinkühlschrank bietet sich für die langfristige Lagerung an, weil die Temperatur konstant gehalten wird. Wer schnell mal zum perfekt temperierten Wein greifen will, hat womöglich mit einem Weintemperierschrank mehr Freude. In solch einem Gerät lassen sich unterschiedliche Klimazonen einstellen. Dann finden Weißwein, Rotwein, Rosé und Schaumwein gleichzeitig im Kühler Platz und haben jederzeit die richtige Trinktemperatur.

Welche Temperatur sollte ein Wein zum Trinken haben?

  • Weißweine
  • Sekt, Cava: 4 bis 7 Grad
  • Vinho Verde: 5 bis 7 Grad
  • Silvaner: 6 bis 8 Grad
  • Champagner: 6 bis 9 Grad
  • Frischer Rosé: 7 bis max. 12 Grad
  • Riesling (Deutschland, Österreich): 7 bis 10 Grad
  • Soave, Verdicchio: 8 bis 10 Grad
  • Weißburgunder: 9 bis 11 Grad
  • Leichte Rotweine
  • Beaujolais und Merlot: 9 bis 14 Grad
  • Kalifornische und australische Rotweine: 10 bis 13 Grad
  • Trockene deutsche Rotweine: 10 bis 14 Grad
  • Volle Rotweine
  • Bordeaux: 14 bis 16 Grad
  • Dornfelder: 16 bis 17 Grad
  • Barolo: 15 bis max. 18 Grad
  • Cabernet: 16 bis 18 Grad

Was kostet ein Weinkühlschrank?

Günstige Modelle bekommt man schon für rund 100 Euro beim Discounter oder im Online-Handel. In solche Geräte passen meist nicht mehr als zwölf Flaschen. Ideal für einen kleinen Haushalt und für Weine, die nicht lange gelagert werden sollen. Was Preis und Platz angeht, sind bei Weinkühlschränken nach oben hin kaum Grenzen gesetzt. Für ein großes Gerät, in dem mehrere hundert Flaschen Platz finden, kann man locker 1.500 Euro oder mehr hinlegen. Dafür bieten diese Geräte eine Menge Extras, zum Beispiel eine Kindersicherung oder Aktivkohlefilter gegen Gerüche im Umfeld des Weinkühlschranks.