Zum Inhalt springen
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Winter Alle Themen
Nicht nur Schneeräumen

Wintereinbruch! Diese Maßnahmen schützen Ihr Zuhause vor Schäden

Schneeräumen
Mit Schneeräumen alleine ist es oft nicht getan, um das Haus vor Winterschäden zu schützen Foto: Getty Images/Merpics
Artikel teilen
myHOMEBOOK Logo
myHOMEBOOK Redaktion

8. Januar 2026, 16:53 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn Schnee und Eis das Land fest im Griff haben, ist nicht nur das Schneeräumen gefragt. Auch rund ums Haus gilt es, rechtzeitig aktiv zu werden – bevor aus hübscher Winterkulisse teure Schäden entstehen. Dabei lohnt sich der Blick nach oben genauso wie auf Fenster, Leitungen und Dächer. Welche Maßnahmen im Winter sinnvoll sind und wie man das Zuhause dabei vor Schäden schützen kann, erfahren Sie hier.

Schnee räumen und Verwehungen beseitigen

Mit dem Wintereinbruch beginnt für Hauseigentümer nicht nur das Räumen und Streuen von Gehwegen und Einfahrten. Auch rund um das Gebäude ist jetzt besondere Sorgfalt gefragt. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, Schneeverwehungen an Hausecken sowie an Terrassen- und Balkontüren zu entfernen.

Der Hintergrund: Wenn der Schnee später taut, kann das Wasser durch die Türen ins Innere gelangen oder das Mauerwerk durchnässen. Um solche Feuchteschäden zu vermeiden, warnt der VPB zudem davor, beim Schneeschippen den Schnee direkt an die Hauswand zu schieben. Besser sei es, ihn vorsichtig unter Bäumen oder auf Beeten zu verteilen.

Auch interessant: Einfacher Trick schützt die Regentonne vor Frostschäden

Eiszapfen frühzeitig entfernen

So dekorativ sie wirken mögen – Eiszapfen können gefährlich werden. Besonders an Regenrinnen oder Fallrohren stellen sie ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko dar. Denn wenn sie abbrechen, können sie zur gefährlichen Gefahr werden. Deshalb gilt laut VPB: Am besten zeitnah abschlagen. Bilden sich die Zapfen an schwer zugänglichen Stellen wie an der Kaminabdeckung, sollte der Bereich darunter vorsorglich abgesperrt werden.

Frostschutz für Wasserleitungen

Kälteeinbrüche können schnell zu kostspieligen Leitungswasserschäden führen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) entstehen alleine im Winter jährlich Schäden in Höhe von rund 140 Millionen Euro. Um dem vorzubeugen, sollten nicht genutzte Außenleitungen – etwa im Garten oder in der Garage – rechtzeitig entleert werden. Bestenfalls passiert das bereits vor dem ersten Frost zu Beginn des Winters.

Auch Kellerfenster dürfen jetzt nicht offenstehen, um das Einfrieren von Leitungen und Wasserzählern zu verhindern. Der GDV empfiehlt außerdem, wenig genutzte Räume konstant zu beheizen. Und ungeschützte Armaturen oder Bauwasseranschlüsse lassen sich laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit Isoliermaterial oder Textilien vor Frost schützen.

tracdelight GmbH Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Schneelast auf dem Dach nicht unterschätzen

Schneefall über Tage hinweg – das kann für Hausdächer zur Belastungsprobe werden. Wie viel Schnee das eigene Dach maximal tragen kann, lässt sich in der Regel in der Statik des Hauses nachlesen, erklärt Professor Norbert Gebbeken, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

„Ganz wichtig ist: Nicht die Schneehöhe, sondern der Wassergehalt des Schnees ist entscheidend für das Gewicht, das das Hausdach stemmen muss“, sagt Gebbeken. Bereits zehn Zentimeter sehr nasser Schnee entsprächen laut dem Experten „fast 80 Kilogramm Belastung pro Quadratmeter – fast schon die übliche Schneelast von Dächern in München“.

Mehr zum Thema

Dachräumung besser Fachleuten überlassen

Wer sein Dach selbst von Schnee befreien möchte, geht ein großes Risiko ein. Für Laien sei dies laut Professor Gebbeken lebensgefährlich. Stattdessen sollte man sich an Fachbetriebe wie örtliche Dachdecker wenden. Diese können bei der Gelegenheit auch mögliche Schäden erkennen. „Wenn das Dach sichtbar verformt ist, Fenster oder Türen klemmen oder der Putz Risse bekommt, dann ist das ein Alarmsignal“, so Gebbeken. „Dann sollte man Fachleute zur Einschätzung der Lage kontaktieren.“ Ansprechpartner seien beispielsweise über die Ingenieurekammern der Bundesländer zu finden.

Frühzeitig an Tauwetter denken

Auch kleinere Schneeverwehungen auf dem Dach sollte man laut VPB nicht unbeachtet lassen. Problematisch wird es vor allem, wenn das Schmelzwasser durch blockierte Abläufe nicht richtig abfließen kann – etwa an der Einfassung des Kaminfußes oder an Dachflächenfenstern. In diesem Fall droht Feuchtigkeit in die Dachdeckung einzudringen. Gelbliche Verfärbungen an Decken- oder Wandverkleidungen gelten als deutlicher Hinweis auf entsprechende Schäden.

Mit Material der dpa

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.