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Oft mit Weberknecht verwechselt

Auf diese Weise werden Sie Zitterspinnen in der Wohnung schonend los

Meist weben Zitterspinnen ihre Netze in Ecken oder direkt unter der Decke
Meist weben Zitterspinnen ihre Netze in Ecken oder direkt unter der Decke Foto: Getty Images/Jeff Herge
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Franka Kruse-Gering
Redakteurin

7. Juli 2026, 15:12 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer eine Zitterspinne in der Wohnung entdeckt, möchte sie meist möglichst schnell wieder loswerden. Mit ihren langen, dünnen Beinen wirken die Tiere auf viele Menschen unheimlich und tauchen oft genau dort auf, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann: in Wohnzimmerecken, im Bad oder im Keller. Doch warum fühlen sich Zitterspinnen überhaupt in Häusern so wohl? Und wie wird man sie wieder los, ohne ihnen zu schaden?

Warum sind so viele Zitterspinnen in der Wohnung?

Die in Deutschland am häufigsten vorkommende Art ist die Große Zitterspinne (Pholcus phalangioides). Nach Angaben des Umweltbundesamtes hält sie sich nahezu ausschließlich in Gebäuden auf und baut ihre unregelmäßigen Fangnetze bevorzugt direkt in den Ecken. Besonders wohl fühlt sie sich in warmen und eher feuchten Räumen wie Kellern oder Badezimmern.

Auch der Naturschutzbund Deutschlands (NABU) beschreibt die Große Zitterspinne als typischen Mitbewohner des Menschen. Sie ist ganzjährig in Häusern anzutreffen und hält sich bevorzugt in ruhigen Ecken oder unter der Decke auf, in denen sie ungestört ihre Netze bauen kann.

Sie werden oft mit Weberknechten verwechselt
Wegen ihrer langen Beine werden Zitterspinnen häufig mit Weberknechten verwechselt. Tatsächlich handelt es sich aber um unterschiedliche Tiergruppen. Während Zitterspinnen echte Spinnen sind und Netze bauen, besitzen Weberknechte keine Spinndrüsen und können daher auch keine Netze herstellen.

Sind Zitterspinnen gefährlich?

Die Antwort lautet eindeutig: Nein. Weder das Umweltbundesamt noch der NABU stufen die Große Zitterspinne als gefährlich für Menschen ein. Im Gegenteil: Sie gilt als ausgesprochen nützlich, weil sie zahlreiche lästige Insekten wie Mücken oder Fliegen erbeutet. Bisse sind äußerst selten und für Menschen gesundheitlich unbedenklich.

Auch interessant: Nosferatu-Spinne inzwischen in Deutschland „weit verbreitet“! Wie gefährlich ist sie?

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So werden Sie Zitterspinnen schonend los

Wer die Tiere nicht in der Wohnung haben möchte, kann sie problemlos lebend nach draußen bringen. Am einfachsten gelingt das mit einem Glas und einem Stück Papier oder Karton. Die Spinne wird vorsichtig eingefangen und anschließend an einem geschützten Ort im Freien freigelassen. Da Zitterspinnen weder aggressiv sind noch Menschen angreifen, besteht dabei in der Regel keine Gefahr. Um einer erneuten Ansiedlung vorzubeugen, empfiehlt das Institut für Schädlingskunde außerdem, vorhandene Spinnennetze regelmäßig zu entfernen.

So beugen Sie neuen Zitterspinnen vor

Vollständig verhindern lässt sich das Auftreten von Zitterspinnen kaum. Wo viele kleine Insekten vorkommen, finden auch Zitterspinnen ausreichend Nahrung. Deshalb kann es helfen, das Nahrungsangebot möglichst gering zu halten. Fliegengitter an Fenstern verhindern beispielsweise, dass Mücken und Fliegen überhaupt ins Haus gelangen. Außerdem lohnt es sich, Ritzen oder Spalten an Fenstern und Türen abzudichten, damit Spinnen und andere Kleintiere schwieriger ins Gebäude gelangen. Diese Maßnahmen gelten allgemein als sinnvolle Vorbeugung und werden auch von Fachleuten der Schädlingskunde empfohlen.

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