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Stiftung Warentest

Kochtöpfe im Test – ein teures Set schneidet besonders schlecht ab

Kochtöpfe im Test: Ein fünfteiliges Set an Kochtöpfen
Ein gutes Topfset aus vier bis fünf Teilen muss nicht teuer seinFoto: Getty Images

Mit einem Topf von schlechter Qualität macht Kochen keinen Spaß. Welche Kochtöpfe was taugen, haben Experten in einem Test geprüft. Ein teures Produktset schneidet überraschend schlecht ab.

Die Experten der Stiftung Warentest haben verschiedene Kochtöpfe genauer unter die Lupe genommen. Für den Test besorgten sie sich 17 Topfsets aus Edelstahl in unterschiedlichen Preisklassen. Die Sets bestehen aus vier oder fünf Töpfen und einer Stielkasserolle, also ein Topf mit langem Griff. Das günstigste Set stammt von der Eigenmarke KHG des Möbelhändlers Höffner und kostet 50 Euro. Die Fissler-Profi-Collection war mit 530 Euro das teuerste geprüfte Topfset. Insgesamt machen fast alle Töpfe einen guten Job. Sie heizen gut auf, die Deckel schließen dicht ab. Richtiges Ausgießen ist kein Problem. Zudem lassen sich die Töpfe leicht reinigen.

Teure Kochtöpfe verteilen die Temperatur nur schlecht

Für eine Überraschung sorgt das Schlusslicht unter den Töpfen im Test. Ein Topf oder eine Pfanne von „Le Creuset“ gilt bei ambitionierten Hobbyköchen als ein Must-have. Es zeigt sich, dass teuer nicht zwingend gute Leistung bedeutet. Denn mit 530 Euro kostet das Topfset des französischen Spezialisten für Gusseisen genauso viel wie das Set von „Fissler Original-Profi“. Im Gegensatz zu diesem verteilen die Töpfe von „Le Creuset“ die Temperatur aber nur schlecht. Insgesamt sei das Set aber noch befriedigend, so das Urteil der Warentester. Das Topfset von „Elo“ ist mit 120 Euro der Preis-Leistungs-Sieger, was die Verteilung der Temperatur betrifft.

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Wie der Test über Kochtöpfe ablief

Die 17 Topfsets aus Edelstahl wurden auf Funktion, Handhabung, Energieverbrauch und Haltbarkeit geprüft. Der Abschnitt „Funktion“ nahm dabei mit 50 Prozent den größten Teil des Tests ein. Die Experten interessierte die Aufheiz- und Abkühlzeit und die Temperaturverteilung am Boden. Wichtig war zudem, ob und wie sehr die Bodeninnenseite nach 20-maligem Erhitzen und Abschrecken noch eben war. Und auch die Dichtheit von Topf und Deckel wurde untersucht.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Handhabung. Die Prüfer der Stiftung Warentest studierten die jeweilige Gebrauchsanleitung auf Vollständigkeit, Verständlichkeit und Warnhinweise. Handlichkeit von Topf und Deckel, Ausgießen, Temperatur an Topf- und Deckelgriff und Reinigen sowie Stapelbarkeit waren weitere Punkte, um die Handhabung genau einzuschätzen.

Welche Kochtöpfe im Test gut abschnitten – und welche nicht

Die Note „Sehr gut“ vergaben die Prüfer an keines der 17 Topfsets. Immerhin wurde die überwiegende Mehrzahl der Topfsets mit „Gut“ bewertet. Punktsieger ist die „Original-Profi-Collection“ von „Fissler“ („Gut“, 1,9 Punkte) mit fünf Töpfen und einem mittleren Preis von ca. 530 Euro (Stand November und Dezember 2021). Auf den zweiten Platz im Ranking schaffte es das fünfteilige „Set Excellent“ von „Elo“ („Gut“, 2,2 Punkte) für 118 Euro.

Mit nur vier Teilen liegt „Premium One mit Kasserolle“ von der Edelmarke „WMF“ mit der Note „Gut“ (2,4 Punkte) im Mittelfeld. Der mittlere Ladenpreis beläuft sich laut Testbericht auf 400 Euro. Deutlich günstiger kocht man mit dem fünfteiligen „Ernesto Edelstahl-Topf-Set“ von „Lidl“, für das die Tester mit 2,5 Punkten immer noch die Note „Gut“ vergaben. Das Set kostet rund 70 Euro.

Mit 50 Euro ist das vierteilige „KHG Topfset Luna“ von Höffner das preiswerteste Set im Test. Allerdings überzeugt es die Prüfer nicht so sehr. Das Set bekommt mit 2,9 Punkten nur ein „Befriedigend“ verpasst, bringt es aber immerhin nur auf den vorletzten Platz. Schlusslicht ist das fünfteilige Topfset „3-ply Edelstahl“ von „Le Creuset“. Mit 3,1 Punkte reichte es aber immerhin noch für ein „Befriedigend“. Für das Set muss man stolze 530 Euro berappen.

Der ausführliche, kostenpflichtige Bericht über Kochtöpfe im Test ist auf dem Onlineportal „test.de“ (Ausgabe 3/2022) der Stiftung Warentest erschienen.

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