6. Oktober 2025, 14:47 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer regelmäßig dicke Baumstämme zersägen muss, braucht mehr als nur ein Akku-Gerät. In einem aktuellen Test zeigen benzinbetriebene Motorsägen, was sie leisten können – mit teils deutlichen Unterschieden bei Preis, Handhabung und Ausstattung.
Wann sich eine Benzin-Motorsäge lohnt
Für kleinere Gartenarbeiten wie das Zurückschneiden von Ästen oder das Fällen schlanker Bäume mit einem Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern reicht häufig eine Akku-Kettensäge aus. Aber für alle, die regelmäßig mit kräftigem Holz zu tun haben – etwa im Wald, im Garten oder auf dem Bau – lohnt sich eher die Anschaffung einer leistungsstarken Benzin-Motorsäge.
Denn egal, ob es um das Fällen größerer Bäume, das Zerteilen von massiven Stämmen zu Brennholz oder andere Arbeiten mit starkem Material geht – mehr Leistung sorgt für effizienteres Arbeiten. Benzin-Kettensägen bieten genau diese Kraft. Doch wie gut sind aktuelle Modelle wirklich?
Acht Motorsägen im Test – große Unterschiede bei Preis und Leistung
Die Zeitschrift „selbst ist der Mann“ hat gemeinsam mit dem TÜV Rheinland acht benzinbetriebene Motorsägen unter die Lupe genommen (Ausgabe November 2025). Getestet wurden Modelle mit einer Leistungsspanne von 1,7 bis 2,3 Kilowatt. Dabei fiel auf: Die Unterschiede betreffen nicht nur die Kraft, sondern auch die Handhabung – und vor allem die Preise. Die getesteten Sägen kosten zwischen 129 und 754 Euro.
Im Praxistest mussten die Geräte unter anderem 30 Zentimeter dicke Birkenstämme durchtrennen. Wenig überraschend schnitten die leistungsstärksten (und zugleich teuersten) Modelle dabei am besten ab. Fazit der Tester: Leistung hat ihren Preis.
Übrigens: Auch bei Computer BILD (gehört wie myHOMEBOOK zu Axel Springer) gibt es regelmäßig Tests und Ratgeber für Haus und Garten – darunter auch einen Test für Hochdruckreiniger.
Testsieger mit Bestnote – nur ein Gerät erhält „sehr gut“
An die Spitze setzte sich die Stihl MS 251 C-BE mit der Note 1,3. Sie war mit 754 Euro zugleich das teuerste Gerät im Test. Ebenfalls überzeugend waren die Echo CS-4510ES (Note 1,6, für 589 Euro) und die Husqvarna KS 445 S (Note 1,7, für 679 Euro). Einen besonderen Platz vergaben die Tester an das Modell Stiga CS 545. Mit der Note 2,1 und einem Preis von 249 Euro wurde sie zum Preis-Leistungs-Tipp.
Welche Akku-Kettensägen im Test gut abschneiden
Günstig, aber auch gut? Kleine Benzinkettensägen im Test
Worauf Käufer bei der Auswahl achten sollten
Die Experten weisen darauf hin, dass nicht nur Leistung und Preis entscheidend sind, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit – und hier zeigen sich teils große Unterschiede.
- Gewicht: Je leichter die Säge, desto angenehmer ist sie über längere Zeit zu bedienen. Im Test lag das Gewicht der Modelle zwischen rund sechseinhalb und siebeneinhalb Kilogramm.
- Kraftstoffmischung: Manche Modelle benötigen ein Benzin-Öl-Gemisch im Verhältnis 40:1 – handelsüblich und als Fertigmischung verfügbar ist jedoch das Verhältnis 50:1. Muss das 40:1-Gemisch selbst hergestellt werden, erhöht das den Aufwand vor jedem Einsatz deutlich. Hintergrund: Motorsägen benötigen Öl im Kraftstoff, damit der Motor geschmiert bleibt.
- Bremsglocke: Ein weiterer Punkt ist die Position der Bremsglocke – insbesondere relevant beim Wechsel von Kette und Schiene. Die Tester raten: „Der Tausch geht laut selbst.de um einiges einfacher von der Hand, wenn die Bremsglocke innen – und nicht vor dem Antriebsritzel – liegt.“
Fazit
Benzin-Kettensägen sind die richtige Wahl für alle, die regelmäßig starkes Holz bearbeiten – etwa beim Fällen großer Bäume oder bei Bauarbeiten. Die getesteten Modelle zeigen: Wer auf maximale Leistung setzt, muss auch bereit sein, entsprechend zu investieren. Doch auch günstigere Modelle können überzeugen – vordergründig im Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mit Material der dpa

