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Streifenfrei

7 typische Fehler beim Fensterputzen und wie man sie vermeidet

Junger Mann beim Fenster putzen
Fenster ohne Streifen und Schlieren zu putzen ist gar nicht so leichtFoto: Getty Images

Fensterputzen zählt zu den Aufgaben, die in der Regel im Frühjahr anstehen. Doch spätestens, wenn nach dem Trocknen die ersten Schlieren auftauchen, ist der Frust groß. Damit das gar nicht erst passiert, räumt myHOMEBOOK mit einigen Irrtümern rund ums Fensterputzen auf. Wie man es richtig macht, lesen Sie hier.

Beim Fensterputzen können viele Fehler passieren. Ausrüstung, Technik und Putzmittel müssen stimmen, sonst sind Schlieren vorprogrammiert. Welche Fehler und Irrtümer beim Fensterputzen häufig auftreten und wie es richtig geht erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Fehler: Erst die Fenster, dann die Rahmen putzen

Generell sollte man zuerst die Fensterrahmen mitsamt den Dichtungen putzen, danach sind die Scheiben dran. Denn schmutziges Wischwasser tropft dabei mit Sicherheit auf die Fensterscheiben. Ärgerlich, wenn man diese vorher geputzt und trocken gewienert hat. Grobe Verschmutzungen, wie zum Beispiel eingetrockneten Vogelmist, lassen sich vorsichtig mit einem Glas-Schaber entfernen.

Auch interessant: Darf man an Sonn- und Feiertagen eigentlich Fenster putzen?

2. Fehler: Lieber mit Essigreiniger und Salmiak putzen

Wer schon mal im Winter an einem zugigen Fenster saß, weiß eine heile Fensterdichtung zu schätzen. Doch die kann unter einem falschen Reiniger leiden und brüchig werden. Hausmittelchen wie Essig, Spiritus oder Salmiak sind zum Fensterputzen eher nicht geeignet. Denn Säure oder Alkohol können die Dichtung angreifen und langfristig beschädigen. Essig und Co. haben noch einen Nachteil: Die Fenster riechen nach dem Putzen unangenehm.

Besser: Einfach einen Schuss fettlösendes Geschirrspülmittel (ohne Zusätze für die Hände) ins lauwarme Wasser geben. Achten Sie darauf, dass sich nicht zu viel Schaum bildet. Dieser hinterlässt die gefürchteten Schlieren und Streifen auf den Scheiben.

3. Fehler: In Schlangenlinien abziehen

Die richtige Wischrichtung ist ausschlaggebend für ein sauberes Ergebnis. Einfach einen Schwamm, ein Schwammtuch oder am besten ein Mikrofaser-Tuch ins Putzwasser tauchen und beherzt die Scheibe säubern. Danach spülen Sie mit klarem Wasser nach. Anschließend ziehen Sie das Fenster mit einem Abzieher trocken.

Die Gummilippe des Abziehers trocknen Sie nach jedem Durchzug mit einem Tuch ab, so vermeiden Sie Streifen. Alternativ können Sie auch einen Abzieher benutzen, der das Wasser elektrisch aufsaugt. Einige finden so ein Gerät allerdings unhandlich, weil es nach einiger Zeit schwer wird. Wer keinen Abzieher hat, poliert das Fenster einfach mit einem Mikrofaser-Tuch trocken.

Wichtig: Je hochwertiger der Fenster-Abzieher, desto einfacher fällt das Putzen. Bei einer minderen Qualität wird die Gummilippe des Abziehers mit der Zeit porös, Schlieren sind dann kaum zu vermeiden. Die Lippe können Sie bei Billig-Abziehern zudem nicht einfach austauschen, Sie müssten sich einen neuen zulegen.

4. Fehler: Zeitungen zerkratzen Fenster

Zeitungspapier ist sehr saugfähig und wird dann weich. Dennoch: Bei diesem Thema scheiden sich die Geister. Viele schwören darauf, mit einer zusammengeknüllten alten Tageszeitung die nassen Fenster zu polieren. Andere monieren, die Druckerschwärze verursache dunkle Flecken auf dem Fenster und Rahmen. Einen Versuch ist es aber allemal wert.

Fensterputzen
Beim Fensterputzen entstehen schnell Schlieren oder Streifen – vor allem, wenn man nicht sauber arbeitetFoto: Getty Images

5. Fehler: Damenstrümpfe polieren besser als Leder

Zumindest nasse Strümpfe verursachen Streifen. Es klingt skurril, aber Verfechter dieses Tricks glauben, selbst die hartnäckigste Schliere mithilfe eines Nylon-Strumpfes wegpolieren zu können. Andere Stimmen sagen, das bringe gar nichts. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt gleich ein Mikrofaser-Tuch oder ein Fenster-Leder.

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6. Fehler: Nur bei Sonnenschein Fenster putzen

Die Profis unter den Fensterputzern müssen bei Wind und Wetter ran. Sie arbeiten aber in der Regel sehr zügig, da macht es nichts, ob die Sonne scheint oder nicht. Für alle Laien gilt: Nicht bei direktem Sonnenschein die Fenster putzen. Durch die Wärme trocknet die nasse Scheibe schnell, das verdunstete Wasser hinterlässt hässliche Schlieren.

7. Fehler: Schwamm und Lappen erst danach auswaschen

Auch bereits während dem Fensterputzen sollte man Schwamm und Lappen immer wieder gründlich auswaschen. Sonst kann es sein, dass die aufgenommenen Schmutzpartikel Kratzer oder Schlieren auf dem Glas hinterlassen.

Zusätzliche Tipps für streifenfreie Fenster

Die richtige Ausrüstung

Für das Fensterputzen braucht es nicht viel. Ein Eimer Wasser, Lappen und Abzieher sind die Grundausstattung. Zum Polieren nehmen Sie am besten ein Mikrofaser-Tuch, dazu noch ein paar Handtücher oder Küchenpapier. Bei hohen Fenstern brauchen Sie zudem einen sicheren Tritt oder eine Leiter. Und etwas gute Musik zur mentalen Unterstützung kann niemals schaden.

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Schaffen Sie zuerst freie Bahn

Nichts ist beim Putzen ist anstrengender, als ständig irgendwelche Gegenstände aus dem Weg zu räumen. Da ist die Lust zum Fensterputzen schneller verflogen, als sie gekommen ist. Bevor Sie mit der eigentlichen Aktion starten, befreien Sie die Fensterbänke vorab von allem, was im Weg steht. Wenn Sie wollen, können Sie bei der Gelegenheit gleich die Vorhänge abnehmen und waschen. Die Wohnung erstrahlt dann später in noch neuerem Glanz. Schützen Sie die Fensterbank und den Boden vor heruntertropfendem Wasser mit einem Handtuch.

Wie oft sollte man Fenster eigentlich putzen?

Das kommt darauf an. Und zwar aufs Wetter und auf die Umweltbelastung durch schlechte Luft. Zudem spielt natürlich Ihr persönliches Bedürfnis nach Sauberkeit eine Rolle. Leben Sie in einer regenreichen Region, eignet sich ein Glasreiniger mit Lotus-Effekt. Durch die Versieglung perlen die Regentropfen an der Fensterscheibe ab, es muss dann nicht so oft geputzt werden. Ansonsten gilt für viele die Faustformel, zweimal im Jahr die Fenster zu reinigen.

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