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Sonnenhungriges Nachtschattengewächs

Auberginen im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen

Aubergine: Aubergine mit Frucht wächst im Beet
Zum Reinbeissen: Sonne und Wasser – kaum mehr braucht die Aubergine, um gut zu gedeihenFoto: Getty Images

Die Aubergine ist das perfekte Sommergemüse! myHOMEBOOK gibt Tipps, wie man die schöne Eierfrucht selbst anbauen kann.

Auberginen im Supermarkt kaufen – das kann ja jeder. Dabei kann man das Nachtschattengewächs auch selber anbauen. Möchte man die Aubergine selbst anpflanzen, braucht sie nur drei Dinge, um gut zu gedeihen: Sonne satt, eine gute Bodenqualität und eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser. Dann glänzt sie mit ihrer ganz eigenen, organischen Form und ihrer filigranen violetten Blüte. Sie ist einfach ein echter Hingucker im Garten oder auf dem Balkon! Und lecker obendrein.

Aubergine anpflanzen – unzählige Varianten

Die schwarz-violette Sorte ist vor allem bekannt. An ein Ei erinnert hingegen die schneeweiße Aubergine (‚Japanese White Egg‘). Schön anzusehen sind die Früchte aber in all ihren Varianten. Auberginen gibt es auch in Grün (‚Applegreen‘), Violett mit weißen Streifen (‚Edirne Purple Striped‘) oder in Orange (‚Cookstown Orange‘).

Aubergine:
Die weiße Aubergine macht dem Namen Eierfrucht alle EhrenFoto: Getty Images

Etwas bizarr kommt die Schlangenaubergine (‚Ping Tung‘) mit ihrer Schlauchform daher. Die findet man vor allem in Asia-Läden. Ob groß, klein und in all ihrer Farbenpracht, Auberginen vereint eines: ein bisszartes Fruchtfleisch mit einem süß-nussigen Aroma. Kein Wunder, dass so viele Köche das Nachtschattengewächs lieben.

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Mini-Auberginen sind perfekt für den Balkongarten

Aubergine: Die Blüte der Aubergine ist violett
Wer hätte das gedacht: Auberginen bilden filigrane violette BlütenFoto: Getty Images

Im Trend liegen derzeit die kleinen Auberginen, die man einfach auch im Topf anpflanzen kann. Das ist besonders interessant für Stadtgärtner mit wenig Platz. Noch ein Vorteil: Die Kleinen sind etwas schneller. Mini-Auberginen bilden ihre Früchte früher im Jahr aus, als ihre großen Geschwister. Hobbygärtner mit mehr Platz können wählen. Klein oder groß spielt bei ihnen nur eine marginale Rolle. Hier kommen Auberginen ins Gartenbeet. Aber wie gesagt, es sollte warm sein.

Tipp: Ideal ist ein geschützter Standort an einer Südmauer oder vor einer Hecke.

Boden düngen, bevor gepflanzt wird

Auberginen sind nicht nur sonnenhungrig. Um gut zu wachsen, brauchen die Pflanzen viele Nährstoffe und Spurenelemente. Die kann nicht jede Gartenerde ausreichend bieten. Organischer Dünger, reichlich Kompost und eine zusätzliche Düngung im Sommer, zum Beispiel mit Brennnesseljauche wirkt da Wunder. Wie man den günstigen Naturdünger selbst herstellt, verrät myHOMEBOOK hier.

Aubergine: Eine Jungpflanze der Aubergine wird in das Gartenbeet gesetzt
Nach dem Einsetzen der jungen Auberginen nicht das Angießen vergessenFoto: Getty Images

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Ideal ist eine zusätzlich schützende Mulch-Schicht. Was jedoch für einen guten Ertrag unabdingbar ist: eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser über das ganze Jahr. Wer nicht jeden Tag gießen kann, sollte über ein Tropfsystem nachdenken.

Gutes Angießen nicht vergessen

Ins Gemüsebeet können Mini-Auberginen in einem Pflanzabstand von 40 Zentimetern gesetzt werden. Große Sorten brauchen den doppelten Abstand. Wer Auberginen selbst aus Samen gezogen hat, kann die angewachsenen Jungpflanzen bis auf vier Ranken beschneiden. So wird der spätere Ertrag gesteigert. Alternativ kann man die Triebe einfach wachsen lassen und die Fruchtansätze bis auf maximal fünf Stück abknapsen. Ein Stützstab hilft den Pflanzen beim Ranken, ohne Stab würden sie unter dem Gewicht ihrer Frucht abknicken.

Nach dem Einsetzen der Jungpflanzen sollten Hobbygärtner eines nicht vergessen: gut angießen! Die gestressten Jungpflanzen laben sich am Gießwasser wie die Jungen an der Muttermilch. Vor allem, wenn es weich ist, aufgefangenes Regenwasser ist da ideal. Außerdem verschließt sich die Erde durch die Feuchtigkeit besser an den Wurzeln und der Austausch an Nährstoffen wird gefördert.

Im August ist es dann soweit. Die Auberginen-Früchte nehmen eine kräftige Farbe an, die klassischen Sorten verfärben sich dunkel violett. Nun können Auberginen frisch geerntet werden.

Hinweis: Wie alle Nachtschattengewächste enthält die Aubergine Solanin. Die schwach giftige Verbindung kann Durchfall und Nierenbeschwerden verursachen. Aus diesem Grund sollten Auberginen nicht roh verzehrt werden. Neuere Züchtungen enthalten jedoch weniger Solanin.