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von myHOMEBOOK

Bauernregel im Check

Was Schnee im April für Hobbygärtner bedeutet 

Schnee im April: Schnee bedeckt Gartenpflanzen
Im April kann sich immer noch eine Schneedecke auf Triebe und Blüten im Garten legenFoto: Getty Images

Sonne, Starkregen, Schnee: Im April ist so gut wie jedes Wetter möglich. Schneit es, besagt eine Bauernregel folgendes: „Schnee im April – gut düngen will.“ myHOMEBOOK hat bei einem Wetterexperten nachgefragt, was hinter der Weisheit steckt.

An einem Tag scheint die Sonne, am nächsten Tag schneit es. Das Wetter im April ist dafür bekannt, launisch zu sein. Doch was bedeutet Schnee im April für den Garten und die Pflanzen, hat man doch bereits mit der Gartenarbeit angefangen? Bauernregeln geben Tipps, wie man sich richtig zu verhalten hat. Wie viel Wahrheit dahinter steckt, klärt myHOMEBOOK.

Schnee im April – Bauernregel gibt Hinweis

„Schnee im April – gut düngen will“, so lautet eine Bauernregel für den Monat mit dem wechselhaften Wetter. Aber was bedeutet das? Sollen Hobbygärtner mehr düngen, wenn es nochmal schneit? Jörg Riemann sieht in dem Spruch eher einen anderen Hinweis.

Riemann ist Meteorologe bei der Wettermanufaktur in Berlin. Er erklärt auf Nachfrage von myHOMEBOOK: „Diese Bauernregel lässt sich sowohl auf den März als auch auf die erste Aprilhälfte anwenden. Denn jetzt erwacht die Natur. Es drohen jedoch noch vereinzelt Spätfröste. Eine geschlossene Schneedecke schützt dann Pflanzen und Wurzeln vor Frostschäden. Schnee im April ist also schützend wie Dünger.“ Und wenn der Schnee dann taut, versickert das Wasser in die Erde. Das ist nicht zu unterschätzen in Zeiten zunehmender Dürresommer.

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Isabelle van Groening deutet die Bauernregel auf andere Weise. Die Expertin der Königlichen Gartenakademie in Berlin erklärt: „Es könnte gut sein, dass gemeint ist, Dünger auf dem Schnee zu verteilen. Durch das Schmelzwasser gelangen dann die Nährstoffe des Düngers in die Gartenerde.“ Sie warnt jedoch davor. Denn es könnte schlecht für viele Tiere sein. Besonders bei Hunden kann es zu Problemen kommen, wenn sie den Dünger fressen, etwa Hornspäne. Ihr Tipp: Man kann einen schneebedeckten Rasen im Winter kalken.

Sollte man jetzt schon mit der Gartenarbeit beginnen?

Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen juckt es vielen Hobbygärtnern in den Fingern. Wetterexperte Riemann rät jedoch zur Geduld: „In höheren Lagen kann es noch mal richtig schneien. Und in weiten Teilen Deutschlands droht Frostgefahr.“ Das sind erst mal keine guten Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Gartenarbeit.

Pflanzzeit erst nach den Eisheiligen

Schnee ist im späten April generell eher die Ausnahme. Allerdings erinnert Riemann an die Eisheiligen, die uns im Mai bevorstehen. Dann können die Temperaturen noch einmal richtig in den Keller rauschen. Viele Hobbygärtner beginnen mit der eigentlichen Bepflanzung daher erst nach den Eisheiligen.

Schnee im April – wieso spielt das Wetter verrückt?

Mit Frühlingsbeginn nimmt auch die Sonnenscheindauer wieder zu. Die stärker werdenden Sonnenstrahlen erwärmen die Luft über Zentraleuropa. Die warmen Luftmassen steigen auf und machen Platz für kalte Polarluft. Das führt zu Unruhe am Himmel und zu der wechselhaften Wetterlage.

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