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Aus dem eigenen Garten

Tipps für eine gelungene Brombeer-Ernte

Brombeeren im Garten anpflanzen und ernten
Brombeeren wachsen als Ranken oder StrauchFoto: Getty Images

Mit der Brombeere holen sich Hobbygärtner eine robuste und anspruchslose Pflanze in den Garten, die im Sommer mit leckeren Früchten auftrumpft. Allerdings nur, wenn Boden, Standort und Pflege stimmen. Was es zu beachten gilt.

Brombeeren sind mehrjährige Kletterpflanzen, die zur Familie der Rosengewächse gehören. Je nach Sorte können sie bis zu drei Meter hoch wachsen. Was viele nicht wissen: Widersprüchlich zum Namen handelt es sich bei den Früchten nicht um Beeren, sondern um Sammelsteinfrüchte.

Die passende Sorte finden

Es gibt üppig wachsende Sorten für den Garten. Ein Klassiker ist beispielsweise die Klassische Dornenbrombeere „Theodor Reimers“ – robust, ertragreich und gut im Geschmack. Die dornenlose Sorte „Loch Ness“ bringt auch sehr leckere Früchte hervor, die Hobbygärtner aufgrund der frühen Blüte von Ende Juni bis Mitte September ernten können. „Navaho“ wächst etwas kompakter und eignet sich daher besonders gut für den Balkon.

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Optimaler Standort und Boden für Brombeeren

Es gilt eine Faustregel: Je mehr Sonne die Brombeere abbekommt, desto süßer fällt die Ernte aus. Ein sonniger Standort ist daher hervorragend geeignet, die Pflanze verträgt aber auch Halbschatten. Wichtig ist, dass der Platz windgeschützt ist.

Brombeeren im Garten pflanzen

Im Frühjahr können Hobbygärtner ihre Brombeere pflanzen. Um den Boden darauf vorzubereiten, sollte er aufgelockert und mit etwas Kompost angereichert werden. Möchte man mehrere Pflanzen einsetzen, sollte man zwischen ihnen mindestens drei Meter Platz einplanen.

Brombeeren richtig pflegen

Auch wenn Brombeeren relativ anspruchslos sind, so gibt es eine Sache, die sie unbedingt brauchen, um gesund wachsen zu können: etwas zum Klettern. Hobbygärtner müssen ein Spalier bereitstellen, ein Konstrukt aus zwei Balken und Drähten dazwischen, das der Pflanze beim Ranken hilft. Dabei stehen zwei Arten zur Auswahl: Die Palmettenerziehung für stark wachsende Pflanze. Hierbei werden drei Ruten waagerecht nach links und rechts gebunden.

Die Fächererziehung ist die zweite Möglichkeit, die sich für schwächer wachsende Pflanze empfiehlt. Hier bindet man drei bis sechs starke Triebe fächerartig nach oben.

Bewässerung

Brombeeren sind durstig und brauchen ausreichend Wasser, denn nur dann können sie auch viele Früchte ausbilden. Der Boden sollte daher immer feucht sein, es darf aber keinesfalls zu Staunässe kommen.

Düngung

Einmal im Jahr, im Frühling, verträgt die Pflanze reifen Kompost.

Schnitt

Damit Brombeeren nicht wuchern, brauchen sie regelmäßig einen Rückschnitt, der wiederum den Ertrag steigert. Der richtige Zeitpunkt dafür ist Ende März, wenn es nicht mehr zu strengen Frösten kommt. Alte Ruten brauchen einen Schnitt auf Bodenhöhe, neue Ruten mit starken Seitentrieben können bis auf zwei Austriebsaugen gekürzt werden.

Vermehrung

Mithilfe von Stecklingen können Hobbygärtner ihre Brombeere vermehren. Neue Triebe wachsen in einem Bogen und neigen sich in Richtung des Bodens. Sobald sie auf diesem aufliegen, bilden sie neue Wurzeln aus. Im Herbst kann man diese Triebenden dann von der Mutterpflanze trennen und an einem neuen Standort einpflanzen. Mit einer Ernte kann man erst im zweiten Jahr rechnen.

Reife Brombeeren ernten und lagern

Die ersten reifen Brombeeren gibt es im Juli, je nach Sorte können noch bis in den Herbst hinein Früchte geerntet werden. Reif sind die ganz schwarz gefärbten und weichen, die sich einfach vom Strauch abziehen lassen. Am besten verbraucht man die Früchte sofort. Bei großer Ernte empfiehlt es sich ansonsten, sie für Marmelade oder zum Backen zu verwenden oder aber sie einzufrieren.

Frostschutz

Brombeersträucher sind bis minus 15 Grad frosthart. Nur solche im Topf oder Kübel brauche einen zusätzlichen Frostschutz.

Krankheiten und Schädlinge

Die Gallmilbe macht sich mit Vorliebe über Brombeeren her. Einen Befall erkennen Hobbygärtner an hellroten oder braun gefärbten Perlen, die nicht ausreifen können. Dann hilft nur ein radikaler Rückschnitt, damit der Schädling nicht in Fruchtmumien, Blattachsen oder unter der Rinde überwintern kann.