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Gesunder Salat

Pflanz- und Pflege-Tipps für Chicorée

Chicorée Garten: Mehrere Köpfe von Chicorée ragen aus der Erde heraus
Extrem gesund: Chicorée enthält viele wichtige Mineralien und VitamineFoto: Getty Images

Chicorée im Garten? Das sieht man selten. Der Anbau lohnt sich jedoch. Mit ein paar Tricks gedeiht das gesunde Gemüse fast wie von selbst.

Bei diesem Salat scheiden sich die Geister. Die einen machen um Chicorée einen großen Bogen, ihnen stößt die bittere Geschmacksnote auf. Feinschmecker mögen hingegen genau das Bittere der knackigen Blätter. Fakt ist: Chicorée ist extrem gesund. Die Salatpflanze enthält ungemein viele wichtige Vitamine und Mineralien sowie die typischen Bitterstoffe. Die sollen übrigens gut für die Verdauung sein und sowohl Kreislauf als auch Stoffwechsel in Schwung bringen. Vielerorts ist die Pflanze im Gemüsebeet eher selten zu finden, dabei lässt sich Chicorée im Garten ohne viel Aufwand kultivieren.

Chicorée im Garten anpflanzen

Chicorée sät man am besten im Mai im Gemüsebeet aus. Der Boden sollte sich schon etwas erwärmt haben. Ein sonniger Standort ist ideal. Die Erde darf nicht zu schwer sein und sollte eher wenig Stickstoff enthalten. Gängige Sorten sind „Brüsseler Witloof“ und „Edelloof“. „Mitado“ hat den Vorteil, dass man zum Treiben keine Erdabdeckung benötigt. Übrigens: Neuere Sorten enthalten weniger Bitterstoffe.

Der Reihenabstand liegt bei 25 bis 30 Zentimeter. Keimen die Pflanzen nach rund drei Wochen aus, dünnt man die Pflanzen in den Reihen auf einen Abstand von zehn bis fünfzehn Zentimeter aus. Das fördert das Wachstum der Wurzeln. Gute Nachbarpflanzen zu Chicorée im Garten sind Tomaten, Stangenbohnen, Kopfsalat, Möhren und Fenchel.

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Chicorée optimal pflegen

Was die Pflege betrifft, ist Chicorée im Garten ziemlich anspruchslos. Wasser, Dünger, Sonne – das reicht schon aus. Etwas anders sieht es beim späteren Treiben der Zapfen aus, denn dafür sind Kälte und Dunkelheit wichtig.

Bewässerung

Chicorée gießt man am besten regelmäßig. Weiches Wasser zum Beispiel aus der Regentonne ist ideal, aber auch normales Leitungswasser schadet nicht.

Düngung

Zum Auflockern hakt man die Erde ab und an etwas auf. Wer seinen Chicorée verwöhnen möchte, spendiert eine Düngung mit Pflanzenjauche. Die lässt sich zum Beispiel leicht aus Brennnesseln herstellen. Gut eignet sich auch die Gabe von Kompost. Sparsam kann man ebenso organischen Langzeitdünger verwenden.

Ernten und lagern

Die Ernte von Chicorée ist etwas speziell. Ende Oktober gräbt man die Wurzel behutsam aus. Dafür eignet sich eine Grabegabel. Anschließend entfernt man die Blätter bis auf das Herz. Die Wurzeln werden an einem kühlen Ort eingeschlagen, zum Beispiel im Keller, Schuppen, in der Garage oder auch im Frühbeet.

In der Kälte ruhen die Wurzeln für rund eine Woche. Anschließend werden die Wurzeln an einem dunklen Ort und in Eimern oder Kisten mit feuchtem Sand aufrecht stehend eingeschlagen. Die Temperatur im Raum sollte zwischen zehn und achtzehn Grad betragen. Ist es zu warm, bilden sich kaum feste Köpfe.

Es klingt kurios, aber gerade im Dunkeln wachsen die typischen weißen Zapfen des Chicorées gut heran. Nach rund einem Monat sind die Zapfen etwa fünfzehn Zentimeter groß. Jetzt können sie abgeschnitten oder behutsam abgebrochen werden.

Der leicht herbe und nussige Geschmack von Chicorée verleiht Salaten den besonderen Touch. Wem das zu bitter ist, gibt ein paar Rosinen oder süße Apfelstücke dazu. Längs geviertelt lässt sich Chicorée hervorragend im Ofen überbacken. Tipp: Die Blätter vorab mit einer Marinade aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und Chiliflocken beträufeln.

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Krankheiten und Schädlinge

Liegt die Raumtemperatur über 18 Grad, droht dem treibenden Chicorée ein Befall durch Schädlinge wie zum Beispiel Erdraupen. Das Schadbild zeigt sich durch Fraßstellen an den Wurzeln. Zudem kann es zu Pilzbefall mit dem Echten Mehltau kommen. Wie man den gefürchteten Pilz erkennt und bekämpft, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.

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