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Königin der Kletterpflanzen

Pflanz- und Pflege-Tipps für die Clematis

Clematis
Clematis gedeiht gut an geschützen Standorten, wie einer Hauswand oder MauerFoto: Getty Images

Die Clematis fühlt sich nicht nur im Garten wohl, sondern auch auf dem Balkon in einem Kübel. Als Kletterpflanze ist sie ideal für einen grünen Sichtschutz. Damit die Clematis wächst und gedeiht, sollten Hobbygärtner auf die richtige Pflege achten.

Egal, ob an Hauswänden, Zäunen oder Carports – die Clematis, auch Waldrebe genannt, klettert an jeder Fassade entlang. Dabei kann sie bis zu zwölf Meter in die Höhe wachsen. Bei 300 Sorten überrascht es nicht, dass die Waldrebe in den unterschiedlichsten Farben und Formen vorkommt. Darunter sind violette, blaue, weiße, rote und rosafarbene Blüten. Doch sie verschönert nicht nur triste Wände und öde Ecken im Garten, die Clematis zählt auch zu den bienenfreundlichen Pflanzen. Tipps, um die dekorative Kletterpflanze im Garten zu pflanzen und zu pflegen.

Clematis richtig anpflanzen

Ursprünglich ist Clematis in den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens sowie in Nord-Amerika heimisch. In den Gärten der hiesigen Breitengrade findet die zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehörige Pflanze daher sehr gute Wachstumsbedingungen. Möchte man Clematis pflanzen, sollten folgende Voraussetzungen beachtet werden:

Im Garten

  • Pflanzzeitpunkt: Experten empfehlen Clematis im Spätsommer (August bis Oktober) zu pflanzen. Wird die Pflanze allerdings regelmäßig gewässert, kann sie ohne Probleme bereits im Frühjahr oder während der gesamten Gartenperiode gepflanzt werden.
  • Standort: Eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Stelle an einer Mauer, einem Zaun oder an einer Pergola ist ideal. Der Pflanzfuß sollte im Schatten liegen, die höheren Pflanzenteile jedoch genügend Sonnenlicht bekommen. Der Standort sollte vor der Mittagssonne geschützt sein.
  • Boden: Ideal für Clematis ist ein sehr humusreicher, durchlässiger sowie konstant befeuchteter Boden. Vor dem Pflanzen der Clematis empfiehlt es sich, das ausreichend große Pflanzloch mit Mutterboden und älterem Kompost vorzubereiten. Zugleich können Hornspäne als organischer Langzeitdünger in die Erde eingebracht werden.
  • Drainage: Clematis reagiert sehr anfällig auf Staunässe. Daher sollten Hobbygärtner Pflanzlöcher in sehr schweren, lehmigen Böden vor dem Pflanzen mit einer Kiesschicht als Drainage präparieren.
  • Pflanzung: Vor allem bei großblütigen Clematis-Hybriden sollten die unteren zwei Blattpaare mindestens eine Handbreit tief eingepflanzt werden. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass im Falle der von Pilzen verursachten Clematiswelke, für die diese Art der Clematis sehr anfällig ist, nach dem Rückschnitt wieder neu austreiben kann. Von der Krankheit sind nur oberirdische Teile der Pflanze betroffen.
  • Rankhilfe: Rankgitter an der Wand sind unbedingt erforderlich.

Im Kübel

  • Pflanzzeitpunkt: Clematis kann man im Kübel wie im Garten während der Gartensaison pflanzen.
  • Pflanzerde: Es empfiehlt sich, hochwertige Pflanzerde zu verwenden. Die Erde am besten alle vier Jahre austauschen.
  • Topfgröße: Der Kübel sollte mindestens ein Volumen von 25 Liter haben.
  • Drainage: Aufgrund der Anfälligkeit für Staunässe sind eine gute Drainage und Entwässerungslöcher beim Pflanzgefäß notwendig.
  • Rankhilfe: Rankgitter an der Wand oder Rankhilfen im Kübel sind unbedingt erforderlich.

Auch interessant: Mit Kletterpflanzen für Sichtschutz im Garten sorgen

Clematis optimal pflegen

Die Kletterpflanze gilt als recht anspruchslos. Dennoch müssen Hobbygärtner einiges beachten, möchten sie sich an der farbenfrohen Blüte erfreuen. Beispielsweise braucht sie Schatten im Fußbereich, für den man mit Rindenkompost oder bodendeckende Pflanzen wie Farnen, größeren Funkien-Stauden oder Rodgersien sorgen kann.

Bewässerung

Hobbygärtner müssen die Clematis regelmäßig gießen, Staunässe jedoch unbedingt vermeiden.

Düngung

Jungpflanzen vertragen im Frühjahr etwas Kompost oder Hornspäne.

Schnitt

Je nach Sorte, Wuchsform und Blütezeit unterscheidet sich der Schnitt der Clematis. Hobbygärtner sollten sich daher entsprechend „ihrer“ Clematissorte individuell informieren. Ob und wann man die Clematis zurückschneidet, entscheidet die entsprechende Blütezeit. Allgemein gilt: Je später die Blüte, desto tiefer der Rückschnitt.

Früh blühende Sorten wie beispielsweise die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina), schneiden Hobbygärtner gleich nach der Blüte im späten Frühjahr. Hintergrund: Im Sommer treiben bereits die ersten Knospen für das nächste Gartenjahr. Bei Clematis-Sorten mit Blüte im Sommer, beispielsweise der Italienischen Waldrebe (Clematis viticella) kommt der Schnitt erst im Winter. Dafür werden die Triebe im November oder Dezember dann auf die Hälfte gestutzt. Damit ist für eine neue Blütenpracht im kommenden Jahr gesorgt.

Vermehrung

Sowohl als Steckling als auch als Ableger lässt sich Clematis vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Die Clematiswelke ist die wohl bekannteste und gefürchtetste Erkrankung bei den Kletterpflanzen. Ohne offensichtlichen Grund scheinen die Pflanzen plötzlich zu welken. Schuld daran sind Pilze. Besonders an zu warmen sowie sonnigen Standorten sind vor allem die großblütigen Hybridsorten gefährdet.

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