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Pflanz- und Pflegetipps

Clematis – die Königin der Kletterpflanzen für den Garten

Clematis pflanzen und pflegen – Tipps für Garten und Balkon
Clematis gedeiht gut an geschützen Standorten, wie einer Hauswand oder MauerFoto: Getty Images

Sowohl im Garten, als auch im Kübel auf dem Balkon macht die Clematis, auch Waldrebe genannt, eine gute Figur. Hobbygärtner sollten bei der Kletterpflanze jedoch einige Hinweise beachten.

Die Waldrebe (Clematis) zählt zu den beliebtesten Kletterpflanzen. Je nach Sorte (und davon gibt es weltweit mehr als 300 verschiedene) rankt sie mitunter bis zu zwölf Meter in die Höhe. Damit ist sie als Sichtschutz ideal und um öde Hauswände, langweilige Zäune oder Carports zu begrünen. Die mehrjährige Kletterpflanze verzaubert jedoch nicht nur mit ihren filigranen farbintensiven Blüten. Auch in puncto Pflege erfreut sie das Herz der Hobbygärtner. Wie sich Clematis im eigenen Garten, aber auch im Kübel auf der Terrasse und dem Balkon pflanzen und pflegen lässt.

Clematis pflanzen – wie geht es richtig?

Ursprünglich ist Clematis in den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens sowie in Nord-Amerika heimisch. In den Gärten der hiesigen Breitengrade findet die zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehörige Pflanze daher sehr gute Wachstumsbedingungen. Möchte man Clematis pflanzen, sollten folgende Voraussetzungen beachtet werden:

Im Garten

  • Pflanzzeitpunkt:
  • Standort: Eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Stelle an einer Mauer, einem Zaun oder an einer Pergola ist ideal. Der Pflanzfuß sollte im Schatten liegen, die höheren Pflanzenteile jedoch genügend Sonnenlicht bekommen. Der Standort sollte vor der Mittagssonne geschützt sein.
  • Boden: Ideal für Clematis ist ein sehr humusreicher, durchlässiger sowie konstant befeuchteter Boden. Vor dem Pflanzen der Clematis empfiehlt es sich, das ausreichend große Pflanzloch mit Mutterboden und älterem Kompost vorzubereiten. Zugleich können Hornspäne als organischer Langzeitdünger in die Erde eingebracht werden.
  • Drainage: Clematis reagiert sehr anfällig auf Staunässe. Daher sollten Hobbygärtner Pflanzlöcher in sehr schweren, lehmigen Böden vor dem Pflanzen mit einer Kiesschicht als Drainage präparieren.
  • Pflanzung: Vor allem bei großblütigen Clematis-Hybriden sollten die unteren zwei Blattpaare mindestens eine Handbreit tief eingepflanzt werden. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass im Falle der von Pilzen verursachten Clematiswelke, für die diese Art der Clematis sehr anfällig ist, nach dem Rückschnitt wieder neu austreiben kann. Von der Krankheit sind nur oberirdische Teile der Pflanze betroffen.
  • Rankhilfe: Rankgitter an der Wand sind unbedingt erforderlich.

Im Kübel

  • Pflanzzeitpunkt: Clematis kann man im Kübel wie im Garten während der Gartensaison pflanzen.
  • Pflanzerde: Es empfiehlt sich, hochwertige Pflanzerde zu verwenden. Die Erde am besten alle vier Jahre austauschen.
  • Topfgröße: Der Kübel sollte mindestens ein Volumen von 25 Liter haben.
  • Drainage: Aufgrund der Anfälligkeit für Staunässe sind eine gute Drainage und Entwässerungslöcher beim Pflanzgefäß notwendig.
  • Rankhilfe: Rankgitter an der Wand oder Rankhilfen im Kübel sind unbedingt erforderlich.

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Clematis pflanzen – Pflegetipps

Die Kletterpflanze gilt als recht anspruchslos. Dennoch müssen Hobbygärtner einiges beachten, möchten sie sich an der farbenfrohen Blüte erfreuen. So wird Clematis gepflegt:

  • Düngen: Jungpflanzen können Sie im Frühjahr mit Kompost und Hornspänen düngen.
  • Bewässerung: Regelmäßig gießen, jedoch Staunässe unbedingt vermeiden.
  • Bodenbedeckung: Für den notwendigen Schatten im Fußbereich sorgen Rindenkompost oder bodendeckende Pflanzen wie Farne, größere Funkien-Stauden oder Rodgersien.
  • Schnitt: Je nach Sorte, Wuchsform und Blütezeit unterscheidet sich der Schnitt der Clematis. Hobbygärtner sollten sich daher entsprechend "ihrer" Clematissorte individuell informieren.
  • Vermehrung: Sowohl als Steckling als auch als Ableger lässt sich Clematis vermehren.
  • Krankheiten: Die Clematiswelke ist die wohl bekannteste und gefürchtetste Erkrankung von Clematispflanzen. Ohne offensichtlichen Grund scheinen die Pflanzen plötzlich zu welken. Schuld daran sind Pilze. Besonders an zu warmen, sonnigen Standorten sind vor allem die großblütigen Hybridsorten gefährdet.

Wie und wann sollte man die Clematis beschneiden?

Ob und wann man die Clematis zurückschneidet, entscheidet die entsprechende Blütezeit. Allgemein gilt: Je später die Blüte, desto tiefer der Rückschnitt.

Frühblühende Sorten wie beispielsweise die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina), schneiden Hobby-Gärtner gleich nach der Blüte im späten Frühjahr. Hintergrund: Im Sommer treiben bereits die ersten Knospen für das nächste Gartenjahr. Bei Clematis-Sorten mit Blüte im Sommer, beispielsweise der Italienischen Waldrebe (Clematis viticella) kommt der Schnitt erst im Winter. Dafür werden die Triebe im November oder Dezember dann auf die Hälfte gestutzt. Damit ist für eine neue Blütenpracht im kommenden Jahr gesorgt.