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Tipps zu Standort, Pflege, Schnitt

Trendpflanze Eukalyptus im Garten und zu Hause anpflanzen

Eukalyptus anpflanzen – Tipps für den Garten, Balkon und als Zimmerpflanze
Ursprünglich stammt Eukalyptus aus Australien und IndonesienFoto: Getty Images

Eukalyptus liegt voll im Trend. Als Kübelpflanze sieht man die Pflanze öfter, nicht ganz so häufig findet man Eukalyptus als Baum oder Strauch im Garten. Doch wo er wächst und gedeiht, verströmt Eukalyptus einen frischen Duft.

Schwindelerregende 110 Meter! So hoch schafft es nur Eucalyptus regnans. Der australische Riesen-Eukalyptus gilt damit als höchster Laubbaum der Welt. Wer gerne einen Eukalyptus im eigenen Garten anpflanzen möchte, muss jetzt nicht gleich eingeschüchtert sein. Hiesige Arten wachsen in der Regel nicht über fünf Meter hinaus. Dass Eukalyptus überhaupt in unseren Breiten wächst, ist relativ neu. Lange Zeit galt die in Australien, Tasmanien und Indonesien beheimatete Pflanze als zu frostempfindlich für Nord- und Mitteleuropa. Das Problem hat sich jedoch mit neuen Züchtungen und den immer milder werdenden Wintern erledigt.

Eukalyptus, der im Garten wächst

In unseren Breitengraden kommen drei Arten von Eukalyptus mit den klimatischen Bedingungen gut zurecht und eignen sich daher zum Anpflanzen. Der langsam wachsende Eucalyptus dalrympleana mit grün-blauem Laub und weißlich schimmernder Rinde. Eucalyptus perriniana wächst hingegen schnell, mit der Folge, dass die Blätter wie aufgespießt in einer Reihe hängen.

Doch am bekanntesten dürfte hierzulande Eucalyptus gunii sein. Die Pflanze gedeiht bei uns allerdings besser im Kübel und muss in der kalten Jahreszeit reingeholt werden. Wie auch die auspflanzbaren Arten braucht Eucalytus gunii einen sonnigen Standort im Garten wie auch auf der Terrasse oder dem Balkon.

Eukalyptus im Garten auspflanzen

Damit Eukalyptus im Garten gut gedeiht, sollte er ab Mai an einen sonnenreichen Standort ausgepflanzt werden. Der pH-Wert der Erde sollte neutral bis sauer sein (pH-Wert zwischen 5 und 6) und ausreichend Humus aufweisen.

Achtung: Kalkhaltige Böden können Probleme bereiten! Hier geht Eukalyptus schnell ein. Dann sollte man lieber auf eine Kübelpflanze setzen. Übrigens: Wer beim Anpflanzen etwas Kompost beigibt, verwöhnt den jungen Eukalyptus mit einer extra Portion an Nährstoffen. Ist die Erde eher lehmhaltig, mischt man am besten etwas Sand dem Kompost bei.

Kübelpflanzen brauchen ausreichend Dünger

Auch für einen Eukalyptus im Kübel oder Topf sollte das Substrat sandig und lehmhaltig sein. Die starkzehrende Pflanze braucht ausreichenden und regelmäßig verabreichten Dünger. Flüssigdünger wie zum Beispiel selbst hergestellter Bokashi kann zwei- bis dreimal pro Woche dem Gießwasser zugegeben werden.

Eukalyptus Garten: Pinke Blüten von Eukalyptus
Die nektarreichen Eukalyptus-Blüten sind eine Augen- wie BienenweideFoto: Getty Images

Ob im Garten oder Topf, Eukalyptus ist durstig

Egal, ob im Gartenbeet oder Kübel – Eukalyptus ist ziemlich durstig und muss oft und ausreichend gegossen werden. Das ist vor allem während der Wachstumsperiode vom Frühling an bis in den Herbst notwendig. Wie auch bei der Bodenqualität gilt: Kalk vermeiden und lieber weiches Wasser, idealerweise Regenwasser, verwenden. Tipp: Wirft Eukalyptus seine Blätter ab, wurde zu wenig gegossen.

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Wann beschneidet man Eukalyptus am besten?

Ein guter Zeitpunkt für den Beschnitt ist im März oder Anfang April. Dabei kann man die Schere oder das Messer recht beherzt ansetzen, denn in der Regel ist Eukalyptus nicht sonderlich schnitt-empfindlich. Wird die Pflanze sorgsam ausgelichtet, dankt Eukalyptus das mit einem üppigen, neuen Austrieb.

Eukalyptus gilt als Unkraut

Glaubt man erstmal nicht, aber viele Botaniker meinen: Eukalyptus ist Unkraut. Warum? Die durstige Pflanze kann ganze Sümpfe trockenlegen. Deshalb wurde Eukalyptus zur Malaria-Bekämpfung in Kalifornien wie auch in Südeuropa in großen Plantagen ausgepflanzt. Und hat sich rasch vermehrt. Zu rasch, um die Kontrolle zu behalten. Das Wurzelwerk verhinderte, dass sich Unterholz entwickelt. Dort, wo der Wuchs überhandnahm, senkte sich zudem der Grundwasserspiegel. Und die Böden verloren viele Nährstoffe.

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Eukalyptus riecht nach …

… Hustenbonbons. Und exakt dafür wird das Öl der Pflanze verwendet. Aber auch für medizinische Anwendungen wie Bäder oder zum Inhalieren wird Eukalyptus-Öl eingesetzt. Das Öl ist zudem antiseptisch und wirkt sich gut auf die Blutzirkulation im Körper aus. Die Kosmetikindustrie verwendet vor allem aromatisch duftendes Öl des Zitronen-Eukalyptus oder des Pfefferminz-Eukalyptus.