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Gießtechnik

Wie man einen Garten in Hanglage richtig bewässert

Garten in Hanglage
Ein Garten in Hanglage ist zwar schön anzusehen, stellt bei der Bewässerung aber oft eine Herausforderung darFoto: iStock / Songbird839

Hanggärten sind eine gewisse Herausforderung. Eine Hanglage zu bewässern, endet schnell in einer Rutschpartie der Erde. Kleine Tricks helfen.

Ein schön gestalteter Garten in Hanglage kann ein reizvoller Blickfang sein. Je nach Steigung stellt die Gartenarbeit in Schräglage besondere Ansprüche. Einen Hang zu bewässern, erfordert zum Beispiel einiges an Geschick.

Hang bewässern – darauf muss man achten

Stauden und andere Gartenblumen, die am Hang gepflanzt sind, bekommen mitunter nicht genug Wasser ab. Bevor das Gieß- oder Regenwasser in die Erde eindringt, ist es meist schon nach unten abgeflossen. Läuft es ganz schlecht, wird dabei auch noch die obere Erdschicht weggeschwemmt.

Das passiert vorwiegend bei zu trockener Erde, auf die ein zu harter Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch oder Starkregen prasselt. Um das zu verhindern, greift man lieber zur Gießkanne mit einem Gießaufsatz, der eine schonende Wasserverteilung verspricht. Wahlweise stellt man den Wasserdruck beim Gartenschlauch so ein, dass sich ein feiner, weicherer Strahl ergibt.

Die Erde sollte in einem ersten Schritt nur angefeuchtet werden. Gießt man daraufhin ein zweites Mal intensiver nach, kann das Wasser besser in die Erde eindringen und vollführt keine Rutschpartie. Spätestens, wenn dann doch Erde weggespült wird, hört man mit dem Bewässern auf.

Hang bewässern: Wasser perlt aus einer Gießkanne
Ein weicher Rieselschauer schützt bei Hanglagen vor dem Abtragen der ErdeFoto: Getty Images

Wasserspeicher für den Hanggarten

Ein einfach, aber effektiver Trick, um die Pflanzen über längere Zeit mit Wasser zu versorgen, ist ein Wasserspeicher. Den kann man im Gartenfachhandel kaufen oder ihn selbst herstellen. Dazu braucht man lediglich einen Blumentopf aus Kunststoff, der an der Unterseite einige Löcher besitzt. Diesen versenkt man fast vollständig in der Erde und fühlt ihn mit Wasser auf.

Gut eignet sich aufgefangenes Regenwasser, letztlich geht aber auch normales Wasser aus der Leitung. Dieses versickert mit der Zeit durch die Löcher in die Erde und versorgt dabei die umliegenden Pflanzen mit ausreichendem Nass.

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Hang richtig bepflanzen

Rasen, Gras und dicht wurzelnde Stauden bieten sich an, um einen Hanggarten nachhaltig zu befestigen. Auch dadurch verhindert man, dass beim Bewässern oder durch Wind zu viel Erde abgetragen wird. Liegt der Hang überwiegend im Schatten, eignen sich Efeu, Korneaster und Liguster zur Bepflanzung an. Ein Hang im Halbschatten kann zum Beispiel mit Herbstanemone, Goldnessel und verschiedenen Farnen bepflanzt werden.

Ein durchgehend sonniger Hang sollte nur mit wärmeliebenden Pflanzen bestückt werden. Problemlos und pflegeleicht sind Johanniskraut, Bodendeckerrosen, Taglilie, Bergenie oder Mädchenauge. Auf einem größeren Hanggarten passt durchaus auch ein größeres Gehölz oder ein Baum.

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Stützmauer mit Drainage schützt vor Starkregen

Mit einer Stützmauer lässt sich ein Hanggarten wunderbar strukturieren. Gleichzeitig schützt die Mauer vor einem Erdrutsch. Überschüssiges Regenwasser wird besser abgeleitet, wenn auf der Rückseite der Mauer am Fuß eine Drainageschicht eingearbeitet wird.

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