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Regen, Hagel, Sommersturm

Was der Garten nach einem Starkregen braucht

Starkregen: Kirschblüten beugen sich unter Starkregen
Danke, es reicht! Kirschblüten beugen sich unter StarkregenFoto: Getty Images

Pflanzen halten viel aus. Nimmt ein Starkregen jedoch kein Ende, ist es schnell zu viel des Guten. Nach einem sintflutartigen Wolkenbruch braucht der Garten dann viel Pflege. myHOMEBOOK erklärt, was nach Regen, Hagel oder Sommersturm zu tun ist.

Erst quälende Trockenheit, dann Regen ohne Ende! Das ist im Sommer mittlerweile leider schon Gesetz. Ein Starkregen hat verheerende Folgen für jeden Garten: Blumen knicken ab, Gemüse und Rasen stehen unter Wasser, der Boden wird zur matschigen Rutschfalle. Ist das Desaster erstmal da, heißt es für Hobbygärtner schnell handeln. Ansonsten drohen Folgeschäden wie Pilzbefall oder Einmarsch der Schädlinge. Denn die machen sich mit Vorliebe über geschwächte Pflanzen her.

Verdichteter Gartenboden kann weniger Regenwasser aufnehmen

Mit den größten Schaden mit verheerenden Folgen für viele Pflanzen im Garten erleidet ein zu stark verdichteter Boden, wenn der Starkregen nicht aufhören will. Die Erde verdichtet durch zu viel Druck. Beispielsweise durch zu schwere Rasenmäher, nach Bautätigkeiten im Garten oder durch ein auf dem Rasen geparktes Auto. Selbst zu dicke Regentropfen können die Erde verdichten, wenn sie im Staccato unermüdlich über längere Zeit auf den Boden prasseln.

Das Wasser kann dadurch nicht mehr rechtzeitig versickern, Pflanzenwurzeln verfaulen. Humushaltige und damit fruchtbare Erde wird zudem von den Hängen weggespült. In den Senken bilden sich Pfützen, die lange da bleiben. Im feuchtwarmen Milieu der Pfützen machen sich zudem schnell Mücken und Algen breit.

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Kultivator hilft zum Auflockern verdichteter Gartenerde

Ist die Lage festgefahren, hilft der Kultivator. Mit dem dreizahnigen, stabilen Gartengerät kann harte, verdichtete Gartenerde wieder gelockert werden. Bei kleineren Stellen im Gartenbeet ist ein Handgrubber hilfreich. Für wen das alles nach Bahnhof klingt: myHOMEBOOK gibt hier einen Überblick über die zehn wichtigsten Gartenwerkzeuge.

Starkregen: Mit einem Kultivator wird Gartenerde gelockert
Die einen nennen es Grubber, die anderen vornehm Kultivator: Das Gartengerät mit den drei Zähnen lockert Gartenerde aufFoto: dpa picture alliance

Tipp: Grubber oder Kultivator sollten erst zum Einsatz kommen, wenn die Erde im Garten wieder getrocknet ist! Durch das Lockern des Bodens kann die Luft besser zirkulieren. Allgemein gilt: Eine gute Bodenqualität gibt den Pflanzen Halt. Etwas Sand in die gelockerte Erde eingebracht, gibt zusätzlichen Schutz beim nächsten Starkregen.

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Rankhilfen bei schnell wachsenden Pflanzen gegen Starkregen und Sturm

Auch hier bewirkt zu viel des Guten meist das Gegenteil: Wird zu viel stickstoffhaltiger Dünger gegeben, wachsen viele Pflanzen zu schnell. Mit der Folge, dass ihre Stengel bei Starkregen leichter brechen. Wenn das geschieht, sollte man weniger düngen. Den zarten oder hochschießenden Gewächsen, wie zum Beispiel dem Rittersporn, können auch Rankhilfen unter die Arme greifen.

Generell sollten umgeknickte Zweige oder Stängel beherzt entfernt werden. Aber Achtung: Sind Messer, Gartenschere oder Säge stumpf, kann das die Pflanzen noch mehr verletzen. Je schärfer die Klinge, desto besser!

Bäume im Garten nach Starkregen kontrollieren

Auch bei Bäumen im Garten sollte man nach einem Sturm oder Starkregen genau hinschauen. Hobbygärtner sollten hier neben Schäden im Astwerk vor allem den Boden rund um das Gehölz prüfen.

Ist die Erde zu matschig und zu stark aufgeweicht, droht ein Baum umzukippen. Dann muss das Gehölz stabilisiert werden. Hier hilft meist ein stabiler Holzpfahl, der senkrecht in die Erde gerammt wird und an den der Baum mit einem dicken Strick befestigt wird. Noch gegen Sturm und Starkregen hält den Baum ein sogenannter Dreibock.

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Rasen nach Starkregen lüften

Was Hobbygärtner machen können? Kleine Löcher in den Rasen pieksen. Das schadet ihm nicht, hilft dem Boden aber aufzulockern. Um den Rasen zu aerifizieren – so der Fachbegriff – gibt es verschiedene Gartenwerkzeuge zur Auswahl: Grabe- oder Lüftungsgabeln, Nagelschuhe oder motorisierte Gartenlüfter. All das gibt es im Gartenfachhandel. Nagelschuhe kann man sich aber auch selbst herstellen. Wie das geht, verrät myHOMEBOOK hier.