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Pflanz- und Pflegetipps

Goldrute im Garten – worauf man bei dem Bienenmagnet achten sollte

Goldrute: Gelbe Blütenrispen von Goldrute mit Biene
Der Blütennektar einer Goldrute ist eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber Foto: Getty Images

Besonders im Naturgarten besticht eine Goldrute mit ihrem robusten Reiz. Das Gewächs ist heilsam und ein wahrer Bienenmagnet. Neue Sorten wuchern zudem nicht zu stark.

Die langen, gelben Blütenrispen der etwas in Verruf geratenen Goldrute erinnern tatsächlich an goldbestäubte Ruten. Unter Hobbygärtnern hieß es lange Zeit „Finger weg“! Denn erstmal im Garten, bekam man die wuchernden Gewächse nur schwer wieder weg. Problematisch sind vorwiegend die Wildformen. Neue Arten und Züchtungen breiten sich jedoch bei weitem nicht so stark aus und verdrängen keine anderen Blumen im Beet. In lockeren Gruppen wachsend, bieten Goldruten mit ihren überhängenden Blütenrispen geradezu ein malerisches Bild. Der Blütennektar ist zudem eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen. Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Sehr schön machen sich einzelne Blütenzweige als Vasenschmuck.

Goldrute im Garten anpflanzen

Der bescheidene Korbblütler kommt sowohl an einem sonnigen, wie auch halbschattigen Standort gut zurecht. Goldruten stellen auch keine großen Ansprüche, was die Gartenerde betrifft. Am besten pflanzt man die Staude im Frühjahr oder im Herbst ein. Je nach Sorte wachsen Goldruten 40 bis 100 Zentimeter hoch. Als Pflanzabstand sollten rund 40 Zentimeter ausreichen.

Ihren schlechten Ruf verdankte die Pflanze vor allem wegen zwei Arten, die als Neophyten ihr Unwesen im Garten treiben: Riesengoldrute und Kanadische Goldrute. Neue Solidago-Hybride machen dagegen keinen Ärger, sondern sind eine wahre Zierde für das Staudenbeet. „Strahlenkrone“ zeigt flach wachsende, goldgelbe Blütenrispen und wird 60 Zentimeter hoch. 80 Zentimeter hoch wachsen zwei weitere schöne Sorten: „Goldenmosa“ mit großen, goldgelben Blütenrispen und „Goldenshower“ mit dunkelgelber Blütenpracht. Goldruten passen gut in ein Bauern- oder Naturgarten und in Rabatten. Als Nachbarpflanzen eignen sich zum Beispiel Sonnenhut mit rotbraunen Blüten oder lila leuchtende Herbstastern oder Kugeldisteln.

Goldrute optimal pflegen

Goldruten sind anspruchslos und brauchen nur wenig Pflege.

Gießen

Die Staude kommt gut mit Trockenheit aus. Deshalb eignen sich Goldruten auch für einen Stein- oder Präriegarten. Gießen braucht man das robuste Gewächs nur in größeren Abständen. Staunässe sollte vermieden werden.

Düngung

Die genügsamen Stauden gedeihen gut in nährstoffarmer Erde. Düngen ist nicht nötig.

Schnitt

Ein Rückschnitt kann bei Hybriden vor dem Austrieb im Frühjahr durchgeführt werden. Wuchernde Wildformen sollten nach der Blüte im Oktober gestutzt werden.

Vermehren

Goldruten samen sich von alleine aus. Vermehren kann man die Stauden aber auch durch Teilung.

Frostschutz

Im Garten brauchen die winterharten Goldruten keinen Frostschutz. Im Kübel kultiviert, hilft etwas Vlies, den man um das Gefäß wickelt.

Der richtige Zeitpunkt zur Ernte

Als Heilkraut lindert Goldrute vor allem Blasenbeschwerden und Harnwegserkrankungen. Goldruten sollen aber auch gegen Gicht, Rheuma und Arthritis wirken – mit Beginn der Blütezeit. Dann kann man die oberen Pflanzenteile, Blüten und Blätter ernten. Verwenden kann man Goldruten für Tees, Tinkturen oder Kräuterwein.

Krankheiten und Schädlinge

Den widerstandfähigen Pflanzen machen Schädlinge kaum zu schaffen. Ab und an kann jedoch Schneckenbefall auftreten. Stehen die Stauden über einen längeren Zeitraum zu trocken, macht sich mitunter Echter Mehltau breit.

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