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Köstlich und schön

Pflanz- und Pflege-Tipps für den Haselnussstrauch im Garten

Haselnuss im Garten pflanzen und pflegen
Bereits im Januar zeigen Haselsträucher erste BlütenFoto: Getty Images

Der Haselnussstrauch ist eine wunderschöne Pflanze, die zudem sehr pflegeleicht ist. Wie kann man eine Hasel im Garten kultivieren? Und was macht man mit den Früchten?

Die Haselnuss zeigt ihre Blütenpracht schon recht früh im Jahr. Ende Januar oder Februar läutet der Baum oder Strauch den Vorfrühling ein. Im Garten ist ein Haselnussbaum ein echter Hingucker mit den leuchtenden Blütendolden, den markanten Blättern und den unwiderstehlichen Nüssen. Die schmecken übrigens auch vielen kleinen Gartenbesuchern, wie zum Beispiel Eichhörnchen. Als Begrenzung größerer Gärten bietet sich eine schmucke Hecke aus Haselnusssträuchern an, denn die Gewächse werden bis zu sieben Meter hoch. Besonders beliebt sind Bluthaseln, ihre Blätter nehmen im fortschreitenden Gartenjahr eine dunkelrote Färbung an.

So schön sie ist, so köstlich ihre Nüsse – es gibt einen Haken. Haselnüsse zeigen ihre ganze Pracht anhand ihrer länglichen Kätzchen. So nennt man die Blüten der männlichen Haselnuss-Gewächse. Die leuchten schon von weitem pittoresk goldgelb. Bei Pollen-Allergikern schrillen dann jedoch schnell die Alarmglocken. Denn es braucht nur einen zarten Frühlingswind, schon werden Abermillionen Pollen freigesetzt. Das ist gut für den Fortbestand der Pflanze, für empfindliche Nasen jedoch eine Herausforderung. Die Blütezeit geht jedoch rasch vorbe.

Haselnussstrauch im Garten pflanzen

Wie für viele andere Gehölze und Sträucher ist für Haselnüsse der Herbst die ideale Zeit zum Pflanzen. Wer plant, mehrere Haselnusssträucher im Garten zu pflanzen, muss jedoch ausreichend Platz einberechnen. In einer Reihe sollten es bis zu vier Meter Abstand zwischen den stark wüchsigen Sträuchern sein. Wind ist für Haselnüsse der Motor zur Fortpflanzung. Das bedeutet, dass man in der Nähe mindestens einen zweiten Haselnussstrauch als Partnerpflanze ziehen sollte. So können sich die Blütendolden besser befruchten.

Was ein Haselnussstrauch liebt, ist ein Standort mit viel Sonne, denn dann trägt die Pflanze besonders viele Früchte. Wie auch bei allen anderen Pflanzen im Garten gilt: Eine gute Erde ist das A und O. Je besser die Qualität des Bodens, desto besser natürlich auch der Wuchs. Warum gute Erde geradezu köstlich nach frischem Waldboden duftet, erklärt myHOMEBOOK in diesem Artikel.

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Haselnussstrauch optimal pflegen

Ein Haselgewächs ist genügsam, unkompliziert und braucht wenig Pflege.

Bewässerung

Die Erde sollte eher feucht gehalten werden. Staunässe muss jedoch vermieden werden.

Düngung

Ab und an etwas Dünger und der Strauch gedeiht noch besser.

Schnitt

Mit einem herzhaften Rückschnitt und einem kräftigen Auslichten der Triebe bleibt das Gehölz fruchtbar. Bis zu sechs Äste reichen, um eine Haselnuss in Form zu halten. Wer die Hasel als Hecke hält, muss jedoch einige Dinge beim Beschneiden beachten, unter anderem ist der Zeitpunkt wichtig.

Haselnüsse ernten und verarbeiten

Im Spätsommer nehmen die Früchte allmählich eine braune Färbung an und fallen zu Boden – ähnlich wie bei Kastanien. Die essbaren Früchte bieten viele wertvolle Nährstoffe. Im Gegensatz zu anderen Nusssorten sind Haselnüsse mit ihrem hohen Fettgehalt jedoch auch recht kalorienreich.

Mitsamt der Schale kann man Haselnüsse über Monate lagern. Dafür eignet sich am besten ein dunkler und kühler Ort. Geschält sollten die Nüsse jedoch rasch verbraucht werden, sie neigen sonst zu Schimmel.

Um die Samen liegt eine schützende Hautschicht. Legt man Haselnüsse für rund 15 Minuten in den Ofen (200 Grad), geht die Haut auf und lässt sich mit einem Tuch leicht abreiben. Geröstete und karamellisierte Haselnüsse veredeln Kuchen und andere Süßspeisen. Man kann mit den Nüssen aber auch ein herzhaftes Pesto zubereiten oder einem Salat den letzten Schliff geben.

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