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Neugierige Nager

Wie kann man Eichhörnchen in den Garten locken?

Damit Eichhörnchen im Garten nicht von Fressfeinden angegriffen werden können, sollte man Futter und Wasser nicht auf den Boden stellen
Damit Eichhörnchen im Garten nicht von Fressfeinden angegriffen werden können, sollte man Futter und Wasser nicht auf den Boden stellen Foto: Getty Images
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Christian Glass
Christian Glass Redakteur

2. Mai 2026, 16:29 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Mit ihren großen Knopfaugen, dem buschigen Schwanz und ihren wendigen Sprüngen von Ast zu Ast gehören Eichhörnchen zu den beliebtesten Gartenbesuchern – und wurden sogar zum „Gartentier des Jahres“ gewählt. Nicht nur im Wald oder in Parks sind die flinken Nager zu beobachten, auch im eigenen Garten können sie sich wohlfühlen. Da sie keinen Winterschlaf halten, sind sie selbst in den kalten Monaten aktiv. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Garten so gestalten, dass sie sich dort gern aufhalten – myHOMEBOOK erklärt, wie man sie in den Garten locken kann.

Eichhörnchen mit Wasser versorgen

Eichhörnchen benötigen täglich viel Wasser. Sollte man keinen Gartenteich besitzen, an dem sich die kleinen Tiere bedienen können, kann man auch eine Schale Wasser, eine Eichhörnchen- oder Vogeltränke aufstellen. So schützen Sie die Tiere vor dem Verdursten. Das gilt übrigens auch im Winter, denn Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf!

Tipp: Damit aus der Tränke keine Bakterienschleuder wird, erneuern Sie das Wasser ab und an! Vergessen Sie auch nicht, die Tränke zu reinigen.

Eichhörnchen trinken viel Wasser
Ob aus Brunnen, Schale, Tränke – Eichhörnchen trinken viel Wasser Foto: Getty Images

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Wovon ernähren sich Eichhörnchen?

Eichhörnchen sind Allesfresser, ernähren sich neben Nüssen auch von Gemüse, Obst, Pilzen und frischen Trieben. Aber auch Insekten, Jungvögel und Eier verschmähen sie nicht. Und was jeden schneckengeplagten Gärtner freuen dürfte: Eichhörnchen machen sich laut des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus sogar über die gefürchteten Weichtiere her!

Um die kleinen Nager gezielt anzulocken, kann man eine Futterstation aufstellen, oder katzensicher am Baum anbringen. Stellen Sie auch einen Teller mit Nüssen auf die Fensterbank, Terrasse oder auf den Balkon. Dazu die Nüsse in kleine Stücke brechen. Man kann aber auch ganze Nüsse mit Schale verfüttern. Wie bei der Tränke auch, sollte man die Futterstation regelmäßig reinigen und darauf achten, dass das Futter keinen Schimmel ansetzt.

Hinweis: Stellen Sie Futterstelle und Tränke nie auf den Boden. Eichhörnchen sind so eine leichte Beute für viele Fressfeinde. Bringen Sie die Futterstation lieber in einem Baum an. Die Wasserschale oder Tränke ist auf einer Mauer oder einem Vorsprung gut aufgehoben. Man kann auch ein Brett im Baum anbringen und die Schale dort platzieren.

Pestizide töten auch Eichhörnchen

Schnecken-, Mäusekorn oder Rattengift – davon werden nicht nur Schädlinge angelockt. Kommen Eichhörnchen mit Pestiziden oder Insektiziden in Berührung, droht auch ihnen der Tod. Und zwar qualvoll durch inneres Verbluten.

Da sich die verendenden Tiere in ihren Bau zurückziehen, kriegen viele Hobby-Gärtner diese Tragödie gar nicht mit. Verzichten Sie daher, soweit es geht, auf handelsübliche Chemiekeulen. Der Eichhörnchen-Notruf-Verein empfiehlt zum Beispiel zur Schneckenbekämpfung Produkte mit Eisen-III-Phosphat.

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Welche Gefahren lauern im Garten?

Damit ins Wasser gefallene Eichhörnchen nicht ertrinken, verschließen Sie Regentonnen mit einem Deckel oder Gitter. Sie können auch einfach einen Ast quer reinstellen, an dem sich die Tiere retten können. Ein nicht mehr genutztes Kinderplanschbecken kippen Sie besser aus, einen Pool sollten Sie abdecken oder wie bei einer Regentonne eine Kletterhilfe für Tiere anbringen.

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Hinweis: Viele Hobby-Gärtner, die ihre Obstbäume vor Vogelkahlfrass bewahren wollen, verwenden Vogelschutznetze. Für Eichhörnchen sind sie eine Todesfalle. Sie verfangen sich in den engen Maschen, versuchen sich, daraus zu befreien, indem sie das Netz zernagen. Gelingt es ihnen, verhungern sie häufig, weil Reste des Netzes sich im Maul verheddern.

Ein Häuschen für das Eichhörnchen bauen

Eichhörnchen nisten in einem Kobel. So werden die Nester der Eichhörnchen genannt. Die bauen sich die Tiere selbst und bringen diese zur Sicherheit vor Fressfeinden hoch in Bäumen an. Sie können einen Kobel aber auch selbst zusammenzimmern. Einfach einen Kasten aus Holz mit ausreichendem Platz bauen. Ideal sind 45 Zentimeter Länge und 30 Zentimeter Höhe. Achtung: Eichhörnchen knabbern gern am Holz. Verwenden Sie daher nur unbehandelte Holzsorten. Der Kobel muss zudem zwei Löcher (6 cm Durchmesser) zum Herein- und Herauskommen besitzen.

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