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Unkraut verdrängt den Rasen

Kriechenden Hahnenfuß im Garten effektiv bekämpfen

Kriechenden Hahnenfuß im Rasen bekämpfen
Der Kriechende Hahnenfuß ist zwar schön anzusehen, aber bei Hobbygärtnern dennoch unbeliebtFoto: Getty Images

Mit seinen leuchtend gelben Blüten ist der Kriechende Hahnenfuß im Rasen schnell zu erkennen. Bei vielen Gartenbesitzern gilt die Butterblumen, wie sie im Volksmund auch heißt, allerdings als lästiges Unkraut. Mit der Zeit breitet es sich immer weiter aus und verdrängt den Rasen. Mit welchen Methoden kann man ihn effektiv und langfristig aus dem Garten entfernen?

Während der Kriechende Hahnenfuß (Ranunculus repens) auf der Blühwiese gern gesehen ist, gilt er im gepflegten Rasen jedoch als wucherndes Unkraut. Mit ihren Ausläufern breitet sich die Butterblume rasant aus und verdrängt nach und nach den Rasen. Mit einigen Tipps können Hobbygärtner jedoch den Wuchs eindämmen und den Kriechenden Hahnenfuß effektiv bekämpfen.

Woran erkennt man den Kriechenden Hahnenfuß?

In freier Wildbahn, beispielsweise am Wegesrand, kann die Butterblume eine beachtliche Wuchshöhe von bis zu einem halben Meter erreichen. Genauso tief können auch die Wurzeln ins Erdreich hinab wachsen. Zwischen Mai und August sind die gelben Blüten sichtbar. Am Boden bildet die Pflanze ein Wurzelwerk aus Ausläufern und Knoten aus, womit sie sich schnell im Rasen ausbreitet. Dieser hat dabei das Nachsehen und wird verdrängt, weshalb viele Rasenbesitzer versuchen, den Kriechenden Hahnenfuß zu bekämpfen.

Wo wächst der Kriechende Hahnenfuß?

In der Natur ist der Kriechende Hahnenfuß vor allem auf Feuchtwiesen zu finden, wo ein saurer pH-Wert im Boden herrscht. Auch ein höherer Wasserstand kann ihm nichts anhaben. Am besten wächst die Pflanze auf nährstoffreichem und schwerem Boden, sie gilt außerdem – wie viele Wildkräuter – als recht robust.

Ist der Kriechende Hahnenfuß ein Unkraut?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Einerseits verdrängt die Pflanze den Rasen und ist deshalb vielen Hobbygärtnern ein Dorn im Auge, den es zu beseitigen gilt. Auch im Pflanzbeet kann der Hahnenfuß wertvolle Nährstoffe für sich beanspruchen. Andererseits sind die strahlend gelben Blüten schöne Farbtupfer auf der Blühwiese, die auch wichtig für Insekten sind.

Zudem leistet die Butterblume auch wertvolle Dienste als Zeigerpflanze und weist auf lehmigen und feuchten Boden hin. Ob es sich deshalb beim Kriechenden Hahnenfuß um ein Wildkraut oder ein Unkraut handelt, das man bekämpfen sollte, muss jeder Gartenbesitzer für sich selbst entscheiden.

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Ist der Kriechende Hahnenfuß giftig?

Im Gegensatz zum Scharfen Hahnenfuß gilt der Kriechende Hahnenfuß als mäßig giftig. Er enthält in geringen Mengen den Giftstoff Protoanemonin, allerdings nur ein Fünftel der Menge, die im Scharfen Hahnenfuß enthalten ist. Von einem Verzehr ist dennoch abzuraten.

Wie vermehrt sich die Pflanze?

Da sich der Kriechende Hahnenfuß schnell und auf zwei verschiedene Arten ausbreitet, sollten Hobbygärtner beim Bekämpfen zügig handeln.

  • Vermehrung durch Ausläufer: Dicht über dem Erdboden ranken die Ausläufer entlang, die Knoten ausbilden und dann mit Wurzeln erneut ins Erdreich vordringen.
  • Vermehrung durch Samen: Aus den gelben Blütenständen entstehen Samen, die sich über eine große Fläche verbreiten können.

Warum ist der Hahnenfuß so schädlich für den Rasen?

Das weitreichende Geflecht aus Ausläufern, Knoten und Wurzeln dringt immer weiter auf der Rasenfläche vor. Mit der Zeit werden dem Gras die Nährstoffe geraubt und er stirbt an den entsprechenden Stellen ab. Die Wurzeln reichen zudem auch tiefer als der Wurzelhorizont des Rasens. Im schlimmsten Fall wird der Rasen komplett zurückgedrängt und durch ein Meer von gelben Blüten ersetzt.

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Kriechenden Hahnenfuß bekämpfen – 3 Methoden

Um den Kriechenden Hahnenfuß zu bekämpfen, muss man ihn komplett aus dem Garten entfernen. Es reicht nicht aus, die Pflanzen einfach auszurupfen, da das tiefe und verzweigte Wurzelgeflecht noch im Boden ist. Bleibt es dort, kommt auch die Pflanze wieder zurück. Doch welche Methoden helfen wirklich?

1. Rasen mähen

Das Mähen des Rasens kann die Samenbildung verhindern, den Kriechenden Hahnenfuß aber nicht komplett bekämpfen. Die nachhaltigere Alternative ist es, die Pflanzen mit den Wurzeln auszustechen. Mäht man den Rasen regelmäßig, vermeidet man jedoch immerhin, dass sich das Unkraut durch Samenbildung verbreitet.

2. Wurzeln entfernen

Mit dem bloßen Ausreißen der Pflanzen ist es leider nicht getan, man muss schon die Wurzeln ausheben. Da diese sehr tief wachsen können, braucht man das richtige Werkzeug dafür. Spaten, Hacke oder ein spezieller Unkraut-Ausstecher für den Rasen können hierbei hilfreich sein. Damit kann man das Wurzelgeflecht freilegen und rückstandslos ausgraben, ohne den Rasen zu stark zu schädigen. Die Löcher anschließend mit neuer Erde füllen und den Rasen erneut ansäen.

Tipp: Bilden sich dennoch neue Pflanzen, sollte man diese so schnell wie möglich ausheben. Denn sonst kann es sein, dass sie sich erneut im Rasen ausbreiten.

3. Bodenbeschaffenheit verändern

Da sich der Kriechende Hahnenfuß besonders im schweren und saueren Boden ausbreitet, kann es sich langfristig lohnen, seine Beschaffenheit zu ändern. Eine Bodenanalyse kann dabei helfen, den pH-Wert zu bestimmen. Entsprechende Tests gibt es im Baumarkt oder Gartencenter zu kaufen. Zeigt das Ergebnis einen sauren Boden, kann man mit Kalk nachhelfen, um den pH-Wert zu erhöhen. Zudem können Gartenbesitzer den Boden durchlüften und sanden. Wie man dabei richtig vorgeht, erfahren Sie in diesem Artikel.

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