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Ohne Chemie!

Wie Sie mit einfachen Hausmitteln Mehltau bekämpfen

Mehltau auf Rosenblättern
Mehltau lässt im schlimmsten Fall Ihre Pflanzen eingehen. Dabei kann man mit Hausmitteln ganz einfach gegen den Befall vorgehenFoto: Getty Images

Der Befall mit Echtem und Falschem Mehltau ist lästig und schädigt Ihre Pflanzen. Erfahren Sie hier, wie und mit welchen Mitteln Sie die verschiedenen Arten von Mehltau bekämpfen und erfolgreich vorbeugen.

Mehltau ist eine Pflanzenerkrankung. Ausgelöst wird Mehltau durch etwa 100 verschiedene Arten von Mehltaupilzen. Mehltau tritt bei Nutz- und Zierpflanzen gleichermaßen auf. Fachleute unterscheiden Echten Mehltau von Falschem Mehltau. Einige Mehltauarten befallen nur bestimmte Pflanzen. Der Apfelmehltau befällt beispielsweise nur Apfelbäume. Ein Befall mit Mehltau kann dazu führen, dass die betroffene Pflanze eingeht. Allerdings kann man die Pilze gut bekämpfen. Chemische Mittel sind bei der Bekämpfung von Mehltau nicht zwingend nötig, denn es helfen ganz einfache Hausmittel.

Woran erkenne ich Echten Mehltau?

Der Echte Mehltau befällt bereits im Frühjahr die Blattoberseiten und die Blüten und lässt sich leicht wegwischen. Die Blätter verfärben sich braun, rollen sich zusammen und vertrocknen. Die Blüten und jungen Früchte verkümmern. Ist eine Pflanze stark befallen, sterben womöglich Teile ab. Echter Mehltau tritt vor allem an Astern, Rosen und Nutzpflanzen wie Karotten, Koriander, Gurken und Stachelbeeren auf.

Echten Mehltau bekämpfen – Tipps und Mittel

Den echten Mehltau bekämpfen Sie, indem Sie zunächst die befallenen Pflanzenteile per Hand oder mit einer guten Gartenschere entfernen und im Hausmüll entsorgen. Befallene Pflanzenteile gehören auf gar keinen Fall auf den Kompost. Anschließend behandeln Sie Ihre Pflanze mit frischer Milch. Mischen Sie die frische Milch im Verhältnis 1:8 mit Wasser. Besprühen Sie Ihre erkrankte Pflanze einige Tage mithilfe eines Drucksprühers. Das stärkt Ihre Pflanze. Und die Mikroorganismen in der Milch bekämpfen den Mehltau ganz natürlich und effektiv.

Woran erkenne ich Falschen Mehltau?

Die Falschen Mehltaupilze (Peronosporales) gehören zu den sogenannten Eipilzen oder Scheinpilzen. Er tritt später auf als die Pilze des Echten Mehltaus. Häufig wachsen die Sporenträger aus den Spaltöffnungen heraus. Deshalb beschränkt sich der mehlige, graue oder grau-violette Belag meist auf die Blattunterseite. Einige Zeit nach dem Befall bilden sich auf der Blattoberseite helle, bräunlich-gelbe Flecken. Betroffene Blätter verwelken. Unbehandelt geht die befallene Pflanze in vielen Fällen vollständig ein.

Der Falsche Mehltau ist im Gegensatz zum Echten Mehltau ein Schlechtwetterpilz. Er bevorzugt feuchtes Wetter. Gerne befällt er nicht nur Zierpflanzen, sondern auch zahlreiche Nutzpflanzen wie Kopfsalat, Feldsalat, Kohl, Erbsen, Zwiebeln, Radieschen, Spinat und Weinreben.

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Falschen Mehltau bekämpfen – Tipps und Mittel

Auch beim Falschen Mehltau entfernen Sie zunächst die befallenen Blätter. Gegen Falschen Mehltau helfen natürliche Pflanzenbrühen, zum Beispiel aus Ackerschachtelhalm oder Brennnesseln. Diese enthalten Kieselsäure, die die Pflanze stärken. Den Sud sprühen Sie einfach täglich auf die betroffenen Blätter. Für einen Ackerschachtelhalm- oder Brennnesselsud benötigen Sie etwa 100 Gramm frisches Grünzeug pro Liter. Schneiden Sie die Halme klein und weichen Sie diese 24 Stunden lang in einem Topf mit Wasser ein. Kochen Sie den Sud am nächsten Tag etwa eine halbe Stunde lang auf. Anschließend füllen Sie den Sud in eine Flasche. Verdünnen Sie den Sud vor der Anwendung im Verhältnis 1:10. Der Sud hält sich verschlossen mehrere Monate.

Wie vermeide ich einen Befall mit Mehltau?

  • Wählen Sie beim Kauf mehltauresistente Sorten.
  • Pflanzen Sie Ihr Gemüse und Ihre Blumen nicht zu eng nebeneinander, damit die Luft besser zirkuliert.
  • Setzen Sie zwischen Ihre Pflanzen Kräuter wie Schnittlauch, Basilikum oder Kerbel, die mag der Mehltau nicht.
  • Überdüngen Sie Ihre Beete nicht, vor allem nicht mit zu viel Stickstoff.
  • Gießen Sie Ihre Pflanzen möglichst morgens oder nachmittags an den Wurzeln.
  • Entfernen Sie befallenes Unkraut.
  • Stärken Sie Ihre Pflanzen alle drei Wochen mit einer Pflanzenbrühe.
  • Entfernen Sie betroffene Blüten und Blätter umgehend.
  • Entsorgen Sie befallene Pflanzenteile nie auf dem Kompost.