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Tipps für Hobbygärtner

Radieschen richtig anpflanzen – alles zu Standort und Pflege

Radieschen im Garten pflanzen, pflegen und ernten
Noch auf der Suche nach einer Nutzpflanze fürs Beet? Radieschen sind immer eine gute Idee.Foto: Getty Images

Noch Platz im Gemüsebeet? Dann wären Radieschen doch eine tolle Idee. Sie lassen sich schnell heranziehen und ernten – wenn man sie richtig pflanzt und pflegt. Tipps für Hobbygärtner.

Radieschen sind ein beliebtes Knollengemüse, das sich auch im eigenen Garten leicht pflanzen und ernten lässt. Abhängig von der Sorte müssen Hobbygärtner nur einigen Bedürfnissen gerecht werden und die Pflanzen außerdem richtig pflegen, damit sie sich nach ein paar Wochen über eine reiche Ernte freuen können.

Radieschen-Sorten im Überblick

Es gibt Radieschen in verschiedenen Farben
Die bekanntesten Radieschen sind die dunkelpinkenFoto: Getty Images

Radieschen gibt es in verschiedenen Sorten, die jeweils verschieden farbige Früchte tragen. Die bekannteste Sorte ist die mit dunkel-pinkfarbigen bis violetten Früchten. Es gibt Radieschen aber auch in Weiß, Rosa, Rot, Gelb und Gelbbraun. Ebenso gestreifte Varianten in Weiß-Rot sind gängig. Während sich die Farbe der Schale unterscheidet, ist das Fruchtfleisch aller Radieschensorten immer weiß.

Sorten Für das Frühjahr/Frühbeet

  • Boy
  • Fanal
  • Tarzan F1
  • Cyros
  • Saxa

Sorten für Sommer/Herbst

  • Ilka
  • Parat
  • Riesenbutter
  • Carnita
  • Champion
  • Raxe
  • Sora
  • Rudi

Der optimale Standort und Boden

Hobbygärtner sollten Radieschen an einem sonnigen sowie luftigen Standort pflanzen. Sie brauchen einen mittelschweren und humusreichen Boden, der außerdem am besten gleichmäßig feucht gehalten wird.

Gute Beet-NachbarnSchlechte Beet-Nachbarn
TomatenGurke
BohnenKohlrabi
Salat

Auch interessant: Wie Sie richtig Kohlrabi pflanzen

Radieschen aussäen und pflanzen

Frühjahrsradieschen können Hobbygärtner bereits Ende Februar bis Anfang März im Frühbeet aussäen. Im Garten können sie mit dem Aussäen und pflanzen erst ab März beginnen – sobald der Boden trocken und frostfrei ist. Am besten herrschen Temperaturen um zwölf bis 15 Grad, dann keimen Radieschen besonders schnell. Das Aussäen sollte dann in folgenden Schritten erfolgen:

  1. Zuerst etwa einen Zentimeter tiefe Saatrillen im Beet ziehen. Dabei sollte zwischen den Rillen etwa 15 Zentimeter Abstand sein.
  2. Anschließend alle drei bis fünf Zentimeter einen Samen in die Rille setzen.
  3. Danach jede Reihe mit einer dünnen Erdschicht bedecken.
  4. Die Samen abschließend mit einem leichten Strahl bewässern. Gut aufpassen, dass die Samen bei der Bewässerung nicht wieder aus der Erde gespült werden.

Die richtige Pflege für Radieschen

Radieschen brauchen in erster Linie einen lockeren Boden. Daher sollten Hobbygärtner das Beet ab und an mit einer Hacke vorsichtig etwas auflockern. Dann brauchen die Pflanzen auch keinen zusätzlichen Dünger. Wer nicht hacken und stattdessen zu Dünger greifen möchte, sollte keinen frischen Kompost nehmen – darauf reagieren Radieschen empfindlich. Bei Trockenheit und Hitze brauchen sie außerdem reichlich Wasser.

Hinweis: Der Geschmack der erntereifen Früchte hängt von der Bewässerung ab. Gibt man Radieschen zu wenig Wasser, fällt der Geschmack scharf aus. Leiden sie für eine längere Zeit unter Trockenheit, können die Früchte sogar pelzig oder hohl werden.

Wann kann man Radieschen ernten?

Frühjahr-Radieschen

Wer seine Radieschen im Frühjahr pflanzt oder aussät, kann erst nach etwa acht Wochen mit der Ernte beginnen. Um die Früchte aus der Erde zu holen, hat man – je nach Sorte – circa zehn Tage Zeit. Lässt man sie länger im Boden stecken, werden sie pelzig.

Sommer-Radieschen

Im Sommer ausgesäte oder gepflanzte Radieschen kann man hingegen schon nach drei bis vier Wochen ernten. Und dabei sollten sich Hobbygärtner ranhalten, denn für die Ernte haben sie nur vier Tage Zeit.

Wie erntet man Radieschen?

Die Ernte ist einfach: Die Knollen einfach aus der Erde ziehen, in ein feuchtes Tuch wickeln und entweder direkt verzehren oder aber für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Häufige Krankheiten und Schädlinge bei Radieschen

Der wohl größte Feind für Radieschen ist der Erdfloh. Auf einen Befall deuten Löcher in den Blättern hin. Wer das Beet häufig hackt und auf eine regelmäßige sowie ausreichende Bewässerung achtet, kann eine Ausbreitung verhindern. Auch Kohlfliegen und Schnecken haben es häufig auf Radieschen abgesehen. Am besten wehrt man beide Schädlinge mithilfe von Netzen ab, die man locker über die Beete spannt.